2019 haben Angie und ich einen Fahrradurlaub gemacht, mit dem Rad durch die Lüneburger Heide und über den Weserradweg bis nach Wesel. Das Fahrradnavi war mit im Gepäck, die Navigationsfunktion habe ich damals aber nur selten genutzt – ich hatte das Gerät nur als elektronische Landkarte mit eingeblendeter Route dabei. Das hat gut funktioniert. Ich konnte die Routen vorher auf eine extra SD-Karte (nächster Zusatzinvest!) laden und dann dem farbig auf der Landkarte hinterlegen Weg folgen. Die benötigten GPX-Dateien für die Radwege, die wir gefahren sind, waren im Internet zu finden.
2021 waren wir dann mit dem Rad in Belgien unterwegs, von Brüssel nach Brügge. Dort gingen die Probleme los. Ich kann mich noch sehr gut an eine verregnete 70-Kilometer-Tour nach Gent erinnern. Irgendwann hatten wir keine Lust mehr, durch den Regen zu fahren. Die reguläre Strecke hätte uns sehr weit um Gent herumgeführt, damit man nicht so viel mit dem Fahrrad durch die Stadt musste. Wir entschieden, die Route zu verlassen und auf direktem Weg selber zum Hotel zu navigieren. Das Foto ist entstanden, als wir endlich angekommen sind.
Es stellte sich schnell heraus, dass das ein echt dumme Idee gewesen war. Es regnete in Strömen, und in Gent gab nicht wie im Rest von Belgien schöne Radwege, stattdessen nur Straßen mit vielen Autos und erstaunlich vielen Straßenbahnschienen. Und zu allem Überfluss fing der Akku des Navi an, besorgniserregende Ladestände anzuzeigen. Irgendwann ging das Gerät komplett aus. Mit einer Hand am Lenker und dem Handy mit Google Maps in der anderen kamen wir zwar irgendwie ans Ziel. Aber danach war klar: Der Akku hält keine Tagestour mehr aus.
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| Das Foto ist entstanden, als wir endlich angekommen waren. |
Danach lag das Fahrradnavi lange im Schrank, irgendwie war ich nicht bereit, es wegzuwerfen. Letztes Jahr habe ich wieder angefangen, mehr Fahrrad zu fahren, und wollte auch Strecken von Komoot nutzen (was mit der Handy-App jedes Mal den Handyakku leer saugt). Also habe ich mir ein neues Fahrradnavi gekauft, tatsächlich wieder ein Garmin, diesmal das Edge 1040.
Und was soll ich sagen: Die Dinger haben sich sehr positiv weiterentwickelt! Man kann Komoot-Tracks laden, externe Sensoren anbinden, zum Beispiel für Geschwindigkeit oder Trittfrequenz, oder – ganz neu für mich – die getretene Leistung messen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden damit und benutze es sehr gern. Letztes Jahr haben wir damit auch schon die erste Mehrtagestour absolviert, auf der Flamingoroute durch das Münsterland und die Niederlande.
Das alte Fahrradnavi kann damit weg und in den Elektroschrott.
