Dienstag, 11. März 2014

Tag 70 - Das schimmelige Badeentchen



Jedes Kind braucht ein Quietscheentchen. Dachte ich. Man braucht es nicht nur, um richtig zu planschen. Es inspiriert auch zum Singen. Mein Sohn etwa singt in der Wanne gerne "Alle meine Entchen". Er tut das mit großer Begeisterung und vollem Körpereinsatz. Dabei hat er den Text noch nicht so richtig drauf. Vermutlich bin ich der einzige Mensch, der aus seinem Geträller in Phantasiesprache ein real existierendes Lied erkennt. 

Auf jeden Fall macht das gelbe Quietscheentchen das Baden etwas lustiger. Das tut Not, denn die Körperwäsche ist bei einem Zweijährigen eine sonst eher unlustige Angelegenheit. Wer nicht weiß, was Hysterie ist, sollte meinem Kind mal den Kopf einseifen.

Leider hat das Quietschentchen eine Tücke. Und zwar nicht nur unseres, es handelt sich viel mehr um ein allgemeines Phänomen. Quietscheentchen können Wasser aufsaugen und egal wie man sie auch quetscht, es bleibt immer ein wenig Wasser drin. Mit der Zeit ist das Quietscheentchen dann gar nicht mehr strahlend gelb, sondern durch sein Plastikgefieder sieht man einen dunklen Film. Ja, das ist Schimmel.

Unser Quietscheentchen ist schon Nummer zwei. Nummer eins wurde vor etwa einem halben Jahr entsorgt. Und ich habe mich entschieden, dass sich die Entenfamilie angesichts der Schimmelproblematik nicht weiter fortpflanzen, sondern endlich ausgerottet werden sollte. Also. Scheiß auf den Artenschutz. Die Ente kann weg.

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