Sonntag, 8. Februar 2026

Keller-Clean-up, Baby!

Alles, was du ein Jahr lang nicht benutzt hast, kann weg – das ist wohl einer der bekanntesten Ratschläge, wenn's ums Ausmisten geht. Höchste Zeit also, mal einen Blick in den Keller zu werfen. Und da stand sie: die Kiste mit den Küchensachen. 


Unsere Küche in Mannheim hatte ein paar Schränke mehr gehabt als die in Hamburg. Als wir Ende 2023 umzogen und unsere Küchenschränke einräumten, bekamen wir einfach nicht alles unter. Und so packten wir einiges in eine Kiste und in den Keller.

Zum Beispiel den Kaffeefilter – er stammt aus der Zeit, in der der Liebste noch eine Kaffeepad-Maschine hatte. Wenn meine Eltern, echte Coffeeholics, zu Besuch kamen, brühten wir damit Kaffee für sie auf. Das Milchaufschäumgefäß ist eine Kaffeegeneration jünger – aus der Vollautomat-Ära, aber vor der Kaffee-nur-schwarz-Ära. Den Spätzlehobel kaufte ich, als ich Foodredakteurin war und über Spätzle aus dem Kühlregal die Nase rümpfte. Die Geschichte der BASF-Tasse erzählt der Liebste selbst. All diese Dinge sind Grüße aus unserer Vergangenheit, die in unserem heutigen Leben keine Bedeutung und keinen Nutzen mehr haben.

Auch die Plastikbecher, die Kühlakkus, die Schraubgläser, die Vorratsgläser und die Flaschen haben etwas gemeinsam: Wir hatten erheblich zu viele davon. 

Überhaupt, Gefäße! Dosen und Gläser für Gewürze, Brot, Vorräte, selbst angesetzte Kräuteröle und mehr. Wann will man all das Zeug, das man darin aufbewahren könnte, kaufen oder herstellen? Wo soll man das alles lagern? Und wer soll das alles essen?

Nichts aus der Kellerkiste haben wir seit Ende 2023 vermisst. Einiges davon ging direkt in den Müll, manches in eine "Zu verschenken"-Kiste. Das Campinggeschirr darf zurück in den Keller, das brauchen wir nicht jeden Tag im Schnellzugriff. 

Und immerhin eine Plastikbox mit Deckel haben wir aus dem Kellerexil befreit und ihr eine neue Bestimmung gegeben: In ihr lagern jetzt diverse Küchenhelfer vom Dosenöffner bis zum Salatbesteck. Irgendwas sagt mir allerdings, dass das noch nicht das Ende unserer Küchendingereise war ...


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