2014 habe ich mich jeden Tag von einem Gegenstand aus meinem Besitz getrennt. Das hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt und wirkt bis heute nach. Zwölf Jahre später trennen der Liebste und ich uns wieder von Kram – für mehr Freude und mehr Leichtigkeit im Leben.
Samstag, 25. April 2026
Die Stiefel der Schande
Sonntag, 25. Januar 2026
Ein Sturz ohne Folgen - bis jetzt
Im Dezember 2018 waren wir in Kambodscha. Es war ein schöner Urlaub, wir hatten schon Angkor Wat und eine Menge Tempel gesehen. Es war Zeit, das Hotel zu wechseln. Bisher war das Wetter uns hold gewesen, aber heute sollte es einen ordentlichen Regenguss geben.
Unser Zimmer lag im ersten Stock und hatte eine steile Treppen mit Terracottafliesen. Und auf dieser Treppe hatte sich ordentlich der Regen gesammelt. Ich wollte unser Gepäck runterbringen, damit es pünktlich am Abholort für den Transfer steht. Leider war die Kombination aus Vans-Schuhen ohne Profil und aufschwimmendem Wasser auf steiler Treppe sehr rutschig – und so kam es, wie es kommen musste: Ich rutschte schon oben an der Treppe aus und stürzte herunter (glücklicherweise auf dem Hintern).
Erster Gedanke: "Steißbein gebrochen." Zweiter Gedanke, beziehungsweise Feststellung: "Meine schöne, grüne North-Face-Jacke hat einen Riss am Ärmel." Aber nur einen kleinen.
Ich habe diese Jacke sehr gemocht. Sie hat eine schöne Farbe (zweimal grün), und ich fand immer, dass sie mir gut steht. In Kambodscha hatte sie anscheinend nicht so viele Einsätze, außer an dem einen Tag, an dem es geregnet hat. Es gibt kein Urlaubsfoto, auf dem ich sie trage. Daher hier nun ein Foto aus unserem Peru-Urlaub:
Samstag, 2. Juli 2016
Jackenliebe!
Ich weiß noch, wann ich sie gekauft habe: Es war Anfang 2008, Galeria Kaufhof am Hamburger Hauptbahnhof. Ich weiß noch, dass ich sie kurz vor einem Date gekauft hatte und damals darüber nachdachte, ob sie dem Date wohl gefallen würde. Die Antwort auf diese Frage ist nicht überliefert und davon abgesehen auch komplett irrelevant, nach zwei Dates sahen wir uns nie wieder. Der Beginn einer Liebesgeschichte war es allerdings: Jackenliebe!
Die graue Jacke ist von Vero Moda, nicht zu dick und nicht zu dünn und hat eine Kapuze. Sie ist weder regenabweisend noch atmungsaktiv, sondern aus ganz normalem Stoff. Werden solche Winterjacken heute überhaupt noch hergestellt? Außerdem ist sie - wer hätte das gedacht? - grau, graue Kleidungsstücke haben bei mir ja eh einen Bonus, und hat - und das ist wirklich etwas ganz Besonderes für mich! - KEINE zu langen Ärmel.
In den Jahren danach ergänzte ich meine Wintergarderobe nach und nach um eine grüne Winterjacke (stylischer!), einen grauen Wintermantel (schicker!) und eine rote Outdoorjacke mit ein- und ausknöpfbarem Winterfutter (regendicht!). Ein paar Winter lang trug ich die graue Winterjacke nur noch selten, aber sie behielt stets einen Platz in meinem Herzen.
Vorletzten Winter stellte ich fest, dass alte Jackenliebe nicht rostet. Die graue Jacke wurde erneut zu meiner Winteruniform - und das, obwohl sie damals schon das hatte, was man beim Ankauf von Gebrauchtwaren wohl "deutliche Gebrauchsspuren" nennt: An der Kapuze fehlten zwei Druckknöpfe, an den Ärmeln gab es abgewetzte Stellen.
Durch den Dauereinsatz in den letzten zwei Wintern wurde das natürlich nicht besser. Eine neue Jacke musste her, das war mir klar. Meine halbherzigen Kaufbemühungen hatten allerdings keinen Erfolg.
Ich habe die graue Jacke nun noch mal gewaschen, wollte sie in den Schrank räumen. Ich schaute sie an und dachte: All das wird sich niemals ändern. Du wirst sie lieben, du wirst sie tragen, und gleichzeitig wirst du dich schämen, weil du weißt, dass sie schäbig ist. Es gibt nur eine Möglichkeit, diesen Kreislauf zu durchbrechen: Die Jacke muss weg.
Liebe graue Jacke, es war schön mit dir. Aber nun hast du deinen Dienst getan. Ruhe im Jackenhimmel. Du kannst weg.
Dienstag, 21. Juni 2016
Aus 2 mach 1
Dienstag, 23. Februar 2016
Dinge verschwinden nicht von allein
Das eigentlich Bestürzende an dem Oxfam-Erlebnis ist aber das Foto, das ich vor einem Jahr hier gepostet habe:
Gut zu erkennen auf dem Bild sind etwa die hochhackigen Sandalen, der Samtblazer mit Nadelstreifen und die spitzen schwarzen Stiefeletten. Nicht im Bild, aber nachweislich in der Kiste, sind die dunkelblaue Sommerjacke, das schwarze Abendkleid und das graugrüne Abendkleid, das es nie zu einem eigenen Blogeintrag gebracht hat, das aber als hartnäckiger Wiedergänger einen gewissen Ruf bei allen Swap-Teilnehmerinnen genießt.
Über diese Dinge also schrieb ich vor einem Jahr und zwei Monaten: "Das hier bring ich bei nächster Gelegenheit zu Oxfam." Und das ist die Tasche, die ich am Samstag tatsächlich zu Oxfam brachte:
Gut zu erkennen: die hochhackigen Sandalen und die spitzen schwarzen Stiefeletten. Nicht im Bild, aber nachweislich in der Tasche, sind die dunkelblaue Sommerjacke, das schwarze Abendkleid und der Samtblazer mit Nadelstreifen. Und das, obwohl am Freitag drei neue Mit-Swapperinnen am Start waren!
Das lehrt mich zweierlei: Erstens, es gibt Dinge, die kann offenbar niemand brauchen. Es lohnt sich nicht, sie aufzuheben. Und zweitens, mit guten Vorsätzen ist es nicht getan - Dinge verschwinden nicht von allein. In Zukunft werde ich solche Kisten nicht noch einmal ein Jahr in meinem Schlafzimmer rumstehen lassen. Dann können die gleich weg.
Samstag, 20. Februar 2016
Das Beste, was eine Frau mit den Sachen machen kann, die sie nicht mehr braucht
Das Erste, was ich rund um diesen Swap gelernt habe, war: Wenn ihr Leute einladet und wollt, das sie kommen, müsst ihr nur sagen, dass ihr die Stadt verlassen werdet. Im vorigen Jahr waren wir acht, diesmal hatte ich 17 Zusagen. Am Ende waren wir 15.
So ein Termin musste natürlich gut vorbereitet werden. In den verangenen zwei Wochen habe ich jedes. Einzelne. Kleidungsstück. In meinem Kleiderschrank angezogen und begutachtet: Mag ich das? Trag ich das? Brauch ich das? Alles andere kam auf den großen Swap-Stapel. Das ist er (ach ja, und wer behauptet, dass man mit Handys heute schon richtig tolle Fotos machen kann - lügt).
Weil das Schrankfach irgendwann einfach voll war, musste ich noch ein paar Sachen auf die Kleiderstange hängen.
Alles, was Löcher an Stellen hatte, an denen man es nicht gut flicken kann, ging direkt in die Altkleidersammlung, ebenso alles Verwaschene, Ausgeleierte und Ausgebeulte. Ja, auch die abgeliebten Lieblingsteile! Sogar das schwarzrotgestreifte Shirt, mit dem ich jahrelang auf meinem Facebook-Profilbild zu sehen war. Dieses Profilbild war das erste, was der Liebste von mir gesehen hat (wir sind gemeinsam verreist und vor der Reise gab es eine Facebook-Gruppe zum Vorab-Kennenlernen) und von dem er noch heute behauptet, er habe sich quasi blitzverliebt (er formuliert es anders, aber es kommt mehr oder weniger darauf raus). Dieses hier:
Am Ende waren es zwei Tüten. Gut, dass der Altkleidercontainer gleich um die Ecke ist.
Außerdem eine ganze Tüte voller Schuhe, unter anderem drei Paar abgelatschte Sneakers, teilweise mit Loch, ein Paar Ballerinas, in denen ich im vorigen Jahr blutige Füße hatte, und die schönen gelben Sandalen, die leider links ausgeleiert sind, so dass nicht nur der Zeh vorne rausguckt, sondern gleich der halbe Schuh hinterherrutscht. Etwas erschreckend ist übrigens, dass ich schon am 14. Juli 2014 Folgendes schrieb:
- silberne (von Nike, leider schon recht abgenutzt)
- braun-orangefarbene (von adidas, sind halt braun-orangefarben, passen daher zu nix in meinem Schrank)
- schwarze mit Stoffeinsätzen (von Puma, heiß geliebt, leider mit einem kleinen Loch)
- spitze grüne mit Silberstreifen (von Onitsuka Tiger, bisschen arg extravagant und außerdem grün)“
Außerdem hab ich versucht, möglichst viel anderes Zeug in meiner Wohnung schon mal zu sortieren, damit die Mädels, wenn sie schon mal da sind, auch noch andere Dinge mitnehmen können. Das sah noch ein bisschen beeindruckender aus als auf diesem Bild zu, was ihr ja schon kennt. Das Resultat habe ich allerdings leider nicht fotografiert. Vielleicht kann ich noch ein Bild nachreichen, ich meine, jemand anderes hat fotografiert.
Als ich bereit war, sahen meine Kleiderberge so aus:
Dann kamen die anderen Mädels.
Es war wie immer. Mit viel Lachen. Und Bier. Und Sandwiches aus dem Sandwichtoaster, der mal Steph gehörte, lange auf meinem Küchenschrank stand und den jetzt Anna bekommt. Und Julias leckeren Muffins. Mit "Das seh ich an dir, Katrin" und "Nee, das ist mir viel zu sehr Mädchen". Mit einer Kleiderstange, die irgendwann unter zu vielen Klamotten einfach zusammenbrach. Wild. Laut. Wunderbar.
Am Ende hatte Helene Töpfe für die Zweitwohnung ihres Mannes und eine Glitzertasche für ihre Tochter, Liske nahm Baldur's Gate mit, Christine Dungeon Siege III und Ariane war begeistert, dass sie für neue Glasgefäße diesmal nicht zu Ikea fahren muss.
Eva hat jetzt schon ein kariertes Kleid, das sie tragen kann, wenn sie in fünf Tagen aus dem Kreißsaal kommt, und Insa steht das blaue Kleid, das ich auf Evas Hochzeit anhatte, viel besser als mir.
Freddy freut sich wie blöd über das pinkfarbene Top von Monki, genauso sehr wie ich mich über ihr kariertes Kleid von Vero Moda. Imke kann offenbar einfach alles tragen, sogar die durchsichtige Wallewalle-Bluse, in der ich mir immer albern vorkam, und stylte sich nachts um 12 in meinem Schlafzimmer auf bayrisches Cowgirl - fehlen nur noch Hut und Coyboystiefel.
Sonntag, 31. Januar 2016
Magic Küchen-Cleaning
Mittwoch, 18. Februar 2015
Kleidertausch!
Am vorigen Wochenende haben wir uns dann endlich mal wieder hier versammelt: acht Mädels und ein Riesenberg ausrangierter T-Shirts, Röcke, Hosen, Kleider, Schals, Pullis, Handtaschen, Schuhe, Blusen, Jacken, Mäntel und Tops. Wahnsinn, wie viel da immer zusammenkommt! Die Wohnung sah mal wieder aus wie ein Klamottenladen ...
Neue Besitzerinnen gefunden haben unter anderem die schwarze Sweatjacke, das gestreifte Oberteil und die rote Kapuzenjacke mit den Streifen. Ich freu mich immer riesig, wenn ich sehe, wie gut die Sachen an den anderen Mädels aussehen. So lässt sich besser Frieden mit einem Fehlkauf machen und auch der Abschied von einem ehemals geliebten Teil fällt viel leichter. Im Gegenzug hab ich eine Kapuzenjacke, einen Pulli und eine Umhängetasche ertauscht - drei Dinge, über die ich mich total freue.
Aber natürlich bleiben am Ende doch die meisten Teile ohne neue Besitzerin - wir haben schließlich weder alle dieselbe Größe, noch denselben Geschmack. Das dunkelrote Jerseykleid sorgte zwar für viel Heiterkeit, stieß aber bei keinem der Mädels auf ernsthaftes Interesse. Auch die dunkelblaue Sommerjacke, das schwarze Abendkleid und noch etliches andere mehr blieben am Ende zurück. Klar war: Ich will wieder Kleidung in die Kemenate bringen, einen Treff für wohnungslose Frauen, nur zwei Straßen von mir entfernt. Aber die brauchen natürlich keine schwarzen Abendkleider und auch keine hochhackigen Sandalen. Wohin also mit diesen Dingen?
Einige davon haben schon den zweiten oder dritten Swap hinter sich und finden nie eine dauerhafte neue Besitzerin. Ein wunderschönes bedrucktes Kleid mit Spaghettiträgern und Spitze hatten mindestens drei meiner Freundinnen schon mal an sich genommen. Getragen hat es keine. Auch das nagelneue graugrüne Abendkleid hat Insa am Sonntag wieder mitgebracht. Ich habe keine Lust mehr, mich weiter mit diesem Zeug zu belasten.
Vage Pläne, ich könnte ja mal was bei Kleiderkreisel reinstellen oder in den Second-Hand-Laden bringen, hab ich wieder verworfen: viel zu aufwendig. Der neue Plan lautet: Oxfam. Oxfam verkauft die Dinge, die andere Leute nicht mehr brauchen. Das Geld, was dabei reinkommt, geht an Nothilfe- und Entwicklungsprojekte.
Ich hab also meine alten Klamotten sortiert: in einen Kemenate-Stapel und einen Oxfam-Stapel.
Das hier bring ich am Wochenende in die Kemenate. Ziemlich beeindruckend, was? Allerdings sind auch Sachen von meiner Freundin Helene dabei, die zu schade für die Altkleidersammlung waren.
Das hier bring ich bei nächster Gelegenheit zu Oxfam. Ich bin gespannt, ob das klappt. Drückt mir die Daumen! Da sind einige Altlasten dabei - wer genau hinsieht, erkennt sicher den berühmt-berüchtigten Samtblazer mit Nadelstreifen.
Montag, 22. Dezember 2014
Tag 356 - Das blaue T-Shirt
Freitag, 19. Dezember 2014
Tag 353 - Das weinrote Haarband
Mittwoch, 17. Dezember 2014
Tag 351 - Das gestreifte Oberteil
Und wenn man die Sache mal ganz nüchtern betrachtet: Das Oberteil sieht verdammt nach Schlafanzug aus. Und wer will schon im Schlafanzug auf der Straße rumlaufen? Das Oberteil kann weg.
Dienstag, 9. Dezember 2014
Tag 343 - Die schwarze Sweatjacke
Nur nicht an mir. Die Ärmel sind mindestens zehn Zentimeter zu lang. Da man das Jäckchen offen trägt, kann es eigentlich gar nicht "nicht passen". Aber wenn ich die Sache mal schonungslos ehrlich betrachte, muss ich zugeben: Das Jäckchen würde besser sitzen, wenn es ein wenig größer wäre. So steht es mir nicht. Ich hab dann was anderes Kompetentes zum Anziehen in meinem Schrank gefunden. Und das Jäckchen kann weg.
Sonntag, 7. Dezember 2014
Tag 341 - Die Glitzerstrümpfe
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Tag 337 - Das rote Tüchlein mit den weißen Punkten
Dienstag, 2. Dezember 2014
Tag 336 - Das kleine Schwarze
Das kleine Schwarze, um das es heute geht, ist schulterfrei und knielang. Ich hab es vom Kleidertausch und kein einziges Mal getragen. Weil die Zahl der Anlässe, bei denen ich ein kleines Schwarzes tragen könnte, in meinem Leben begrenzt ist. Weil ich schulterfrei nicht hundertprozentig vorteilhaft finde. Und weil mir meine anderen kleinen Schwarzen besser stehen. Dieses kann weg.
Freitag, 28. November 2014
Tag 332 - Das rotweiß geringelte T-Shirt
Sonntag, 9. November 2014
Tag 313 - Der blaue Pullover mit roten Streifen
Diese Meinung allerdings habe ich schon lange und habe den Pullover deshalb schon oft getragen.Er sieht schon ziemlich traurig aus, wie er da so fürs Foto auf dem Bügel hängt, ganz verbeult und aus der Form. Was man auf dem oberen Bild nicht sieht, sind die verkratzten Kmöpfe und das wirklich große Loch unter einem der Arme.Das Loch schließlich war es auch, was sein Schicksal besiegelte. Schon lange hatte ich vor der Schäbigkeit des Pullovers die Augen verschlossen, weil ich ihn so gern hatte. Aber das Loch konnte ich nicht länger ignorieren. Und da ich weder gut noch gern noch schnell nähen kann, musste ich mir die Frage stellen: Lohnt es sich wirklich noch, diesen Pullover zu flicken? Die Antwort lautet Nein.
Es gibt ein Wort, das in diesem Zusammenhäng eigentlich eher für Kuscheltiere benutzt wird: abgeliebt. Ja, abgeliebt - das ist dieser Pullover. Ich hab ihn lange gern getragen, aber jetzt ist er nicht mehr schön und kann weg.
Donnerstag, 6. November 2014
Tag 310 - Das T-Shirt mit Pailetten
Leider stellte ich fest, dass nach einigen Wäschen die Pailetten abzufallen begannen. Ich hab das eine Zeit lang hingenommen, aber irgendwann nervte es mich, dass überall in meiner Wohnung türkise und silberne Pailetten herumlagen, wenn ich das T-Shirt aus der Waschmaschine geholt hatte. Ganz abgesehen davon, dass das T-Shirt natürlich nicht schöner wurde dadurch, dass immer mehr Pailetten abfielen ...
Das T-Shirt wurde daher vor kurzem bei einer Kleiderschrank-Betrachtung dem Liebsten vorgestellt. Soll es weg? Und der Liebste hatte eine ziemlich clevere Idee: Wenn ich alle Pailetten entfernen würde, würde das T-Shirt sicher besser aussehen, nicht so gerupft (Der Liebste ist kein Pailetten-Fan, womöglich mag diese Tatsache seinen Rat beeinflusst haben - aber das nur am Rande).
Ich also, beim Fernsehen, mit dem T-Shirt auf dem Schoß und dem Mülleimer griffbereit, knibbele fleißig Pailetten ab. Und stelle fest: Das geht gar nicht mal so leicht wie gedacht! Vor allem die gelben Pailetten wehren sich hartnäckig gegen die Abknibbelung. Nach einer Folge NCIS gebe ich genervt auf: keine Lust mehr.
Daraufhin hatte der Liebste eine noch cleverere Idee: "Dann schmeiß es weg." Im ersten Moment war ich dagegen: Ich hatte doch gerade so viel Zeit und Mühe investiert, da konnte ich doch jetzt nicht einfach aufgeben! Dann fiel mir auf: Ich gehe gerade einem psychologischen Phänomen auf den Leim, das einen tollen Namen hat, der mir leider nicht mehr einfällt. Es geht darum, dass Menschen immer weitermachen mit Dingen, die ihnen nicht gut tun - einfach weil sie schon so viel Zeit und Mühe investiert haben. Also machen sie weiter, investieren noch mehr Zeit und Mühe, erreichen nichts als Frust, fühlen sich noch mehr verpflichtet dranzubleiben ... ihr ahnt, wie es weitergeht. Um aus so einer Falle wieder rauszukommen, hilft nur eins: loslassen. Genau das tu ich jetzt: Das T-Shirt kann weg.
Dienstag, 4. November 2014
Tag 308 - Die verwaschenen T-Shirts
Vielleicht hätte sich der Effekt durch brave Verwendung von Color-Waschmittel - es gibt ja sogar Waschmittel speziell für schwarze Wäsche - verhindern oder zumindest verzögern lassen. In meinem Ein-Personen-Haushalt gibt es aber gar nicht so viele schwarze Kleidungsstücke, dass ich damit regelmäßig eine Waschmaschine füllen könnte. Was es ebenfalls nicht gibt: einen Bedarf für ausgewaschene T-Shirts. Die können weg.
Dienstag, 28. Oktober 2014
Tag 301 - Das blaue Longsleeve
Sicher wäre es nachhaltig, es zu flicken, aber erstens sind meine Nähkünste - trotz täglichem Umgang mit diversen Nähkünstlerinnen - wahnsinnig überschaubar und zweitens mag ich nicht gern Geflicktes anziehen. Ich würd es vielleicht tun, wenn das blaue Longsleeve ein Lieblingsteil wäre. Ist es aber nicht. Dieser transparente Rand am Ausschnitt ist nicht mein Fall. Das Longsleeve kann weg.


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