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Dienstag, 6. Januar 2026

#daskannweg ist zurück

Vorige Woche bekam ich eine Nachricht von meiner lieben Freundin Laura. Wir kennen uns aus der Zeit, in der wir beide in Mannheim gewohnt haben – inzwischen bin ich zurück nach Hamburg gezogen und Laura lebt in den USA. Leider schaffen wir es nur unregelmäßig zu telefonieren. Das liegt ehrlich gesagt nur zu einem kleineren Teil an der Zeitverschiebung, zum größeren Teil liegt es an meinem arg vollen Leben.

Laura und ich haben schon immer gern über die großen Fragen miteinander gesprochen: über Glück und Sinn, über innere Konflikte, geheime Ängste und große Träume. „Wie war dein 2025?“, fragte Laura mich, und auf diese Frage wusste ich erst mal nichts Rechtes zu antworten. Ich schrieb schließlich: „2025 war irgendwie ... im Autopilot. Ein bisschen zu lauwarm.“ Ich schrieb außerdem, es seien „keine schlimmen Dinge“ passiert, „aber auch nicht viel ‚Wow‘“. 

Ich las, was ich gerade geschrieben hatte. Und schämte mich ein bisschen dafür. Es kam mir vor, als würde ich 2025 von Grund auf unrecht tun – schließlich hatten wir schöne Reisen und Ausflüge gemacht, waren ausgegangen, haben Spaß gehabt. Und doch: Die Worte fühlten sich richtig an.

Ich fing an zu überlegen: Woher kam das Gefühl? Und aus all den Halbgedanken, die in den letzten Wochen und Monaten immer mal wieder aufgeblitzt waren, entstand eine Erkenntnis: Ich finde mein Leben mal wieder vollgestopft – mit Dingen, die mir nicht wirklich Freude machen oder von denen ich weiß, dass sie mir nicht gut tun. Mit schnödem Kram, aber auch mit schlechten Gewohnheiten, mit zu hohen Erwartungen und allerlei mehr.

Als ich mit dem Liebsten drüber sprach, sagte er gleich, ich könne ja meinen alten Blog reaktivieren (ja, es ist noch derselbe Liebste, der Mann, der hier über sein Auto geschrieben hat und hier über seine Handy-Apps). Grandiose Idee, oder?

Ich möchte mir mehr Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, was ich tue und warum. Was mir gut tut. Und welche kleinen Dinge mein Leben eigentlich schöner machen und welche es nur vollstopfen.


Ich glaube, das wird toll. Weil es 2014 schon toll war. Weil ich damals so, so viel gelernt habe über mich selbst. Und weil ich einfach gern ganz genau hinschaue. Es macht mir Freude, winzige Details zu entdecken, die andere Menschen übersehen. Deshalb liebe ich es zu puzzeln. Deshalb beobachte mit Leidenschaft Vögel. Deshalb habe ich bei der Arbeit so viel Spaß daran, Probleme aufzuspüren und zu lösen, die vorher noch niemand auf dem Zettel hatte. Und deshalb freu ich mich drauf, in meinem eigenen Leben mal wieder ganz genau hinzuschauen.


Also dasselbe wie 2014 noch mal? Natürlich nicht, das wäre ja auch langweilig! Einiges wird anders: 

  • Wir bloggen hier jetzt zu zweit. Dass der Liebste ein mindestens so guter Ausmister ist wie ich, habe ich euch vor zehn Jahren schon erklärt. Daran hat sich nichts geändert. Tatsächlich legt er nicht nur ein beeindruckendes Tempo vor, sondern geht ebenso konsequent wie furchtlos gleich ein paar richtig schwierige Themen an (aber das lasse ich ihn lieber selbst erzählen). Und nicht zuletzt: Ohne ihn wäre ich nicht hier. Danke!
  • Manche Dinge haben eine spannende Geschichte. Manche nicht. Die spannenden Geschichten wollen wir hier erzählen. Alles, was sonst noch so weg kann, wird künftig nur noch dokumentiert: einmal pro Woche mit einer Liste namens #10dinge. Weil ich es mir – und euch – ersparen möchte, über billigen Modeschmuck und Gratis-Kugelschreiber zu schreiben. Mal ehrlich: Das war schon 2014 nicht immer die reine Wonne, oder? 
  • 2014 war das #daskannweg-Jahr. Ob wir auch 2026 das Jahr voll (bzw. leer) machen? Mal gucken. Ich möchte mich da jetzt noch nicht festlegen. Ich bin wieder hier, weil ich mehr Achtsamkeit, mehr Freude und mehr Leichtigkeit in meinem Leben möchte. Nicht weil ich total scharf bin auf mehr Verpflichtungen und mehr schlechtes Gewissen. Aus diesem Grund werden wir auch nicht täglich posten.

Wir freuen uns, wenn ihr Lust habt, uns bei unserer Reise zu begleiten.

Love,
Angie und Micha


Mittwoch, 4. Februar 2015

"My Stuff" - der perfekte Film für alle #daskannweg-Fans

Vorher ...
... und nachher.
Sich ein Jahr lang täglich einen Gegenstand aus dem eigenen Besitz zu trennen - diese Idee fanden viele, die hier lesen, ganz schön extrem und auch ein bisschen verrückt. Ich weiß das, weil ihr mir das oft gesagt habt, mit Kopfschütteln, aber auch mit einem Unterton von Respekt.

Nun, wenn euch mein #daskannweg-Jahr schon beeindruckt hat, dann passt mal auf, was der Finne Petri Luukainen gemacht hat: Er hat Anfang 2012 seinen gesamten Besitz eingelagert und jeden Tag nur einen einzigen Gegenstand aus dem Lager geholt.

Von diesem Experiment erzählt der Dokumentarfilm "My Stuff", der am 5. März in die deutschen Kinos kommt. Ich bin schon sehr gespannt auf den Film - der Trailer jedenfalls ist richtig, richtig vielversprechend:

 

Der Untertitel von "My Stuff" lautet "Was brauchst du wirklich?" - und genau darum geht es auch mir: Was wirklich wichtig ist im Leben? Petri Luukainen rennt in einer Winternacht nackt durch Helsinki, zum Lagerhaus, um seinen ersten Gegenstand zurückzuholen. Klar, das ist völlig unnötig und noch dazu ziemlich wahnsinnig. Trotzdem finde ich sein Experiment mutig. Und klug. "Du musst rausfinden, was dir wirklich wichtig ist", sagt die alte Dame im Trailer. "Anders bekommt dein Leben keinen Sinn." Recht hat sie.

Mehr über den Film erfahrt ihr auch auf der Website www.mystuffmovie.de oder bei Facebook unter
www.facebook.com/MyStuffMovie.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Tag 365 - Das #daskannweg-Jahr 2014 - Letzte Worte

Ein Jahr #daskannweg. Wow. In den vergangenen 365 Tagen hab ich mich jeden Tag von einem Gegenstand aus meinem Besitz getrennt (manchmal waren es auch mehrere, oder mehrere im Voraus). Ich wusste nicht, worauf ich mich einlasse, als ich das Projekt am 1. Januar 2014 gestartet habe. Natürlich wusste ich das nicht. So ein Jahr kann man nicht akribisch vorausplanen. (und wer mich kennt, weiß, ich hätte es getan, wenn ich es auch nur ansatzweise für möglich gehalten hätte).

Im Dezember, als das Jahr noch mal turbulent wurde, fühlte ich mich manchmal wie der Typ in dem Animaniacs-Cartoon: Er singt alle Wörter aus dem Wörterbuch vor und als er bei Z angekommen ist, schläft er beinahe ein. Aber dann rappelt er sich doch noch mal auf und bringt die Sache zu Ende.

Und ich wollte es zu Ende bringen. Denn auch wenn ich morgens um 7 Schubladen durchwühlt, nachts um 11 Fotos gemacht, im Zug und in der Mittagspause Texte geschrieben – und ja, manchmal auch mich selbst und meine Idee verflucht habe, auch wenn mein Tablet diesen, den letzten Text nicht abspeichern wollte und ich ihn deshalb mit dem Handy abfotografieren und noch mal abtippen musste: Ich hab's nie bereut.

Auch wenn mir das immer niemand glauben mag: Abgesehen von dem Wohnzimmerschrank, der als Schuhschrank im Flur seine neue Bestimmung fand, hab ich keinen einzigen Gegenstand, von dem ich mich 2014 getrennt habe, je vermisst. Und: Wer ausmistet, entscheidet sich nicht nur bewusst gegen Dinge. Sondern auch bewusst für alle anderen: Die will ich behalten! Ich habe nun weniger Dinge als vor einem Jahr, aber ich freue mich viel mehr an denen, die ich noch habe. Ich liebe meine Grillpfanne! Warum bloß hab ich die früher so selten benutzt? Seit ich nur noch so viele Tassen im Küchenschrank habe, wie ohne Hin- und Hergeschiebe reinpassen, benutze ich die schöne Wellensittichtasse viel öfter. Und freu mich an ihr. Im Kleiderschrank muss ich mich nicht mehr durch Berge ungeliebter Klamotten wühlen und finde so die Lieblingsteile viel schneller.

Ich hab in diesem Jahr nicht nur geräumt und sortiert, weggeworfen und verschenkt, geschrieben, fotografiert und geflucht - ich hab auch viel gelernt. Darüber, wie man unnütze Dinge los wird und wie man es schafft, keine neuen anzuhäufen. Als ich anfing, diesen, den letzten Post des #daskannweg-Jahres zu schreiben, hatte ich ruckzuck zehn #daskanweg-Regeln beisammen. Und habe dann beschlossen: Das erzähle ich euch alles in den nächsten Tagen. Heute gibt es noch genug anderes zu sagen.

Danke zum Beispiel. Danke an alle, die dieses Projekt begleitet haben, die mitgelesen und Fragen gestellt und vielleicht sogar mitgemacht haben. Egal ob gute Freunde, entfernte Bekannte, völlig Fremde, es hat mich tief gerührt, wie viel Anteil ihr alle genommen habt, wie intensiv ihr #daskannweg verfolgt habt. Ich bin ziemlich stur - wenn ich was anfange, dann zieh' ich es auch durch. Aber eure Begeisterung hat es so viel einfacher gemacht weiterzumachen. Durchzuhalten. Mit euch zusammen hat es so viel mehr Spaß gemacht. 

Und jetzt? Ist das Jahr wirklich um. "Machst du weiter?", haben mich viele von euch immer wieder gefragt. Natürlich mache ich weiter – denn es geht immer weiter. Ein Gegenstand, der heute in mein Leben passt, ist vielleicht in einem Monat, einem halben Jahr nicht mehr richtig für mich. Und ich werde auch weiter bloggen – nur nicht mehr jeden Tag. Ich werde es genießen zu schreiben, weil ich es will, und nicht weil ich heute noch muss. Es wird in Zukunft nicht unbedingt genau ein Gegenstand im Mittelpunkt eines Postings stehen, aber natürlich wird es weiter um das Thema #daskannweg gehen. Den Anfang werden die #daskannweg-Regeln machen. Außerdem möchte ich auch verschiedene Methoden ausprobieren, Dinge loszuwerden, und darüber schreiben. Das hatte ich eigentlich für dieses Jahr schon geplant. Aber dann kam mir das Leben dazwischen.

Jeder, der mag, ist herzlich eingeladen mitzuschreiben – schreibt mir einfach eine Mail an daskannweg@yahoo.de.

Alles Liebe - und einen guten Start in ein gerümpelfreies Jahr 2015!
Angie

Dienstag, 30. Dezember 2014

Tag 364 - Das #daskannweg-Jahr 2014 bei Instagram

Im Juli hat die wunderbare Flow in ihrem Ferienbuch über mich und meinen Blog berichtet. Das verschaffte #daskannweg eine Reihe neuer treuer Fans - unter anderem Uli, die mich um Erlaubnis bat, #daskannweg als Instagram-Hashtag nutzen zu dürfen. Na klar durfte sie! Es ist wunderbar zu wissen, dass meine Idee nicht nur mir selbst Freude macht, sondern sogar fremde Menschen inspiriert.

Deshalb hatte ich Uli gefragt, ob sie auch einen Gastbeitrag schreiben möchte, und sie hat freudig zugesagt. Doch leider konnte bei Uli vorige Woche ganz unvorhergesehen etwas anderes weg: Ihr Laptop ging kaputt. Da sie nicht selbst schreiben kann, bette ich hier eine kleine Auswahl ihrer #daskannweg-Posts bei Instagram ein. Mehr findet ihr unter http://instagram.com/tswiebel/.

Liebe Uli, ich freue mich sehr, dass du die Idee von #daskannweg zu Instagram getragen hast. Danke dafür!










Montag, 29. Dezember 2014

Tag 363 - Das #daskannweg-Jahr 2014: Christine erzählt

Der kann weg


Auch ich durfte dieses Jahr Teil sein von "das kann weg": Als Urlaubsvertretung habe ich mich im Juni von Tag 165 bis 173 in meiner Bude umgeschaut – und jede Menge Kram gefunden, den ich nicht mehr brauche. Da waren unter anderem dabei eine Kiste Bier auf dem Balkon (Tag 171), eine Hexenbox plus Zauberbuch (Tag 172), eine Helene Fischer-DVD (Tag 168 – gab’s 8 Euro für bei Momox!) oder aber die viel diskutierte Harald Glööckler-Bettwäsche mit Kröönchen (Tag 169 – eingemottet und somit leider immer noch da … Corinna, wolltest du die nicht fürs Gästezimmer?). In meinem letzten Eintrag nahm ich Abschied von den "falschen Prinzen" (Tag 173). 

Materiell trennte ich mich dabei von meiner Sammlung an Froschkönigen. Einige setzte ich irgendwo draußen aus – meist am Wasser. Manchmal wartete ich sogar, bis jemand kam, den Frosch entdeckte und mit einem Lächeln im Gesicht mitnahm. Die drei Schneekugeln packte ich in einen Karton und schickte sie an meine Freundin Sonja in Rastatt. Mit ihr gemeinsam fing vor vielen Jahren die ganze Sammelei an. Seltsamerweise fand ich das Päckchen eine Woche später schwer ramponiert wieder vor meiner Haustür. Eine der Kugeln war beim Transport beschädigt worden und ausgelaufen. Darum schickte DHL alles Retour. Schlampige Verpackung meinerseits – oder vielleicht doch ein Zeichen, dass ich eigentlich doch noch nicht innerlich bereit dafür war, mich von den Fröschen zu trennen? 

Denn eigentlich ging es ja um viel mehr: Es ging darum, Loszulassen von der Vergangenheit und romantisch-verklärten Einstellungen. Loszulassen von der Idee, dass irgendwo da draußen ein Prinz wartet, der auf dem Schimmel angeritten kommt und mit mir in Richtung Sonnenuntergang verschwindet.

Wenn ich zurückblicke, wie vielen falschen Prinzen ich in den vergangenen Jahren hinterher getrauert habe, hätte ich sehr gut auch über mehrere Wochen einen Blog füllen können mit dem Titel "Der kann weg". Was habe ich Zeit verschwendet mit Fragen wie "Warum ruft er nicht an?", "Was habe ich falsch gemacht?" oder "Mag er mich wirklich?". Heute weiß ich: Wenn ein Mann eine Frau wirklich will, versetzt er Berge. Dann meldet er sich, egal wie gestresst er ist. Dann sucht er im Dschungel das einzige Internet-Café, um deinen Facebook-Status zu liken. In allen anderen Fällen zählt er leider zur Kategorie "Frosch" und sollte schleunigst entsorgt werden. 

Es kann durchaus vorkommen, dass einer dieser Frösche, den man eigentlich längst im Müll glaubte, plötzlich und völlig unerwartet doch wieder auf der Bildfläche erscheint. Dann heißt es stark bleiben und nicht ein zweites Mal auf die gleiche Masche reinfallen – auch, wenn er den muffigen Geruch aus dem Mülleimer vielleicht übertüncht hat. Das lerne ich gerade. Manchmal muss man eben auch Menschen ausmisten, so hart es klingen mag. Alter Ballast blockiert. Und kann darum getrost weg. 

Liebe Christine, dass es beim Ausmisten um mehr geht als darum, alten Kram wegzuwerfen, hast du gleich verstanden, als ich dir von meiner Blog-Idee erzählte. (Nicht nur) deshalb warst du gern bereit, den Blog in einem meiner Urlaube zu hüten. Danke dafür! Vielleicht haben die neun Tage ja ein wenig dazu beigetragen, dir den Abschied von den falschen Prinzen - denen aus Keramik und Porzellan, aber vor allem denen aus Fleisch und Blut - zu erleichtern. Das würde mich freuen! 

Sonntag, 28. Dezember 2014

Tag 362 - Das #daskannweg-Jahr 2014: Chantal erzählt

Liebe Chantal, wir haben zusammen Abitur gemacht, und auch wenn wir uns heute nur noch selten treffen können, freuen wir uns über jedes Wiedersehen und haben uns immer viel zu erzählen. Und nicht nur das: Auch wenn wir uns nicht sehen, verlaufen unsere Gedanken offensichtlich in denselben Bahnen ... Danke für eine Freundschaft, der Zeit und Raum nichts anhaben konnten!


Auch ich habe das Jahr 2014 dem Ausmisten gewidmet. Angelika und ich hatten uns jedoch nicht abgesprochen. Bei mir kam es so: Ende 2013 hatte ich mal wieder eines meiner Lieblingsbücher - "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" - in der Hand. Es enthält keine neuen Weisheiten, fasst aber interessante Erkenntnisse und Tipps gekonnt zusammen und motiviert sofort zum Ausmisten. Und so habe ich durch dieses Buch mal wieder einen neuen Impuls zum Aufräumen erhalten. 

Nach und nach ist einiges dem Sperrmüll und der Mülltonne zugeführt worden. Das eine oder andere konnte sogar auf Rebuy, Momox und Co. ein kleines Taschengeld erzielen. Und trotz der disziplinierten Entrümpelung ist immer noch viel (zu viel) Krempel da und ich werde daher sicher noch eine Weile weitermachen (können). 

Interessanterweise stellte ich fest, dass Angelika und ich uns teilweise sogar auf den Tag den gleichen Themen gewidmet haben. Es scheint also durchaus Krempel zu geben, der in vielen Haushalten überflüssig und unnütz oder einfach nicht mehr zeitgemäß ist!


Mein Entrümpelungsbeitrag für #daskannweg sind ein paar Handtücher. Die sind irgendwie verzogen und die Zierborte ist anscheinend beim Waschen eingegangen. Eigentlich ist mit den Handtüchern nichts verkehrt und ich hatte sie auch noch im Einsatz. Aber es ist ja nicht so, dass man nichts Schöneres hätte. Eben! 
Daher nehme ich nun die "guten" Stücke aus dem Schrank und die ollen Dinger können weg. Sie leisten zukünftig gute Dienste beim Abtrocknen unseres Hundes.

Außerdem trenne ich mich von den Salvador-Dali-Miniature-Parfums. Diese hatte ich seinerzeit während einer Klassenfahrt nach Paris (für Insider: Merlin) gekauft. Ich fand sie immer toll anzusehen. Aber
mittlerweile habe ich mich daran satt gesehen und sie gammelten in einer Schrankecke vor sich hin. Ich brauche die Miniaturen nicht, um mich an diese tolle Zeit in Paris zu erinnern. Die Parfums können daher weg.

Samstag, 27. Dezember 2014

Tag 361 - Das #daskannweg-Jahr 2014: Der rote Elefant erzählt

Salut, ich bin der rote Elefant. Mich gibt's noch nicht so lange. Ich war mal ein Stuhl, Ikea, Modell 'Ivar'. Ziemlich langweilig. Am 1. Januar 2014 hat Angie mich deshalb auch ausgemistet, ich war der Auftakt ihres wunderbaren Blogs. Am 3. Januar hat Steph mich abgeholt, sie bastelt gerne mit Zeitungspapier und Kleister. Am 10. Januar hatte ich die erste Schichte Pappmaché auf dem Buckel kleben. Es folgten viele weitere ...

Im April wurde ich dann weiß grundiert, im Mai rot angemalt. Und im Juni habe ich als letzten Akt diesen coolen, neongrünen Rüssel bekommen. Jetzt stehe ich im Wohnzimmer zwischen Fenster und Fernseher. Ein super Platz! Man weiß immer, was los ist – auf der Straße und in der weiten Welt. Angie, vielen Dank! Ohne Dich und deinen Blog hätte es mich nie geben!"
PS: Inspiriert von #daskannweg hat sich auch Steph in diesem Jahr von viel Kram getrennt: Das Kickboard und das Kürbiskostüm wohnen jetzt in Kleinblittersdorf. Die Cordhose, die noch nie richtig saß, trägt Eva (und sie steht ihr super), der Drucker druckt jetzt Klassenarbeiten für Miri aus. Das Bügeleisen (einst von Helene geerbt) ist zusammen mit dem Rührgerät in eine WG nach Eimsbüttel gezogen. Und der Küchentisch steht im tschechischen Pilsen.

Liebe Steph, du hast mit dem Stuhl nicht nur das erste #daskannweg geerbt und in neuem Glanz erstrahlen lassen. Du hast das Projekt das ganze Jahr über unterstützt, jeden Beitrag gelesen und stets nach meinen weiteren Plänen gefragt. Aus einem dieser Gespräche stammt die Idee, die letzte Woche des #daskannweg-Jahres mit Gastbeiträgen zu bestreiten. Danke dafür!

Freitag, 26. Dezember 2014

Tag 360 - Das #daskannweg-Jahr 2014: Katrin erzählt

Liebe Katrin, du hast mich und meinen Blog durch das Jahr begleitet. Nicht nur als Leserin, sondern auch als freudige Abnehmerin für einige Dinge, die ich loswerden wollte, zum Beispiel für die Wandfarbe, die Postkarten und die Becher mit der Erdbeere drauf. Zu wissen, dass du diese Dinge brauchen kannst und in Ehren hälst, hat es mir leicht gemacht, mich von ihnen zu trennen.

Du hast dich außerdem als wertvolle #daskannweg-Beraterin erwiesen, zum Beispiel hast du mich davon überzeugt, dass die Porzellanblume weg kann. Und weil du selbst in einem kleinen WG-Zimmer lebst, weißt du selbst wohl am besten, wie wichtig es ist, sich regelmäßig von Dingen zu trennen, die das Leben zwar voller, aber nicht erfüllter machen. Danke dafür!


Schön, dass ich (Katrin) heute Gast-Bloggerin sein darf. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, um mich offiziell von einem geliebten Kleidungsstück zu verabschieden: ein sehr schönes Kleid (mit Unterkleid) von Noa Noa, das ich mir 2008 anlässlich einer Hochzeit gekauft habe. Es war, glaube ich, runtergesetzt auf 119 Euro oder so - auf jeden Fall hat es für meine Verhältnisse viel Geld gekostet. Ich fühlte mich in diesem Kleid sehr wohl, hatte aber hinterher schon beim Betrachten der Hochzeitsfotos die ersten Zweifel, ob es wirklich vorteilhaft aussieht. 

Ich fragte meine Mutter um Rat. Sie fand auch, dass mir das Kleid etwas zu groß sei, und nähte in der Taille kleine Gummibänder ein, damit es etwas enger sitzt. Es folgten weitere Hochzeiten und andere Festlichkeiten in und mit diesem Kleid, aber jedes Mal verstärkte sich mein Unbehagen, wenn ich mir hinterher die Fotos ansah. 

Ich zeigte das Kleid meiner Modedesigner-Freundin Imke und fragte sie, ob man das Kleid nicht irgendwie ändern könnte. Sie schüttelte nur den Kopf und sagte: "Ich denke, wir sind uns einig, dass Du dieses Kleid nicht mehr anziehst." Alles klar. Da ich das Kleid aber so hübsch finde (auch wenn es auf dem Foto etwas knittrig aussieht - ich hatte keine Lust, es extra fürs Foto nochmal zu bügeln) und ich mich generell schlecht von Dingen trennen kann, blieb das Kleid erst mal noch im Schrank hängen.

In diesem Jahr war ich mal wieder auf eine Hochzeit eingeladen. Ich ging mit meiner Freundin Claudia shoppen. Sie sagte so was wie: "Du bist jetzt Mitte 30, Du musst jetzt mal weg von diesen flatterigen Mädchenkleidern! Wir suchen Dir mal was Elegantes." Sie riet mir zu einem Etuikleid. Als ich bei der Hochzeit in dem neuen Kleid auftauchte, fühlte ich mich erst mal etwas unsicher. Als mich dann die Braut mit den Worten: "Wow, hast Du abgenommen!" begrüßte, verschwanden die letzten Zweifel: Die Zeit der flatterigen Mädchenkleider ist vorbei!   

Das lilafarbene Seidenkleid kann weg. Ich nehme es mit zum nächsten Kleidertausch bei Angie. Wenn es da keiner will, versuche ich es vielleicht mal über ebay-Kleinanzeigen.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Tag 359 - Das #daskannweg-Jahr 2014: Der Liebste erzählt

Der heutige Tag gehört demjenigen, der hier im Blog als "der Liebste" firmiert. Erstmals erwähnt wurde er am 25. Mai, da waren wir erst sechs Wochen zusammen. Als 2013 die Idee für diesen Blog geboren wurde, ahnte ich noch nicht, dass ich drei Monate später eine Fernbeziehung haben würde. Das war wohl auch besser so. Denn hätte ich gewusst, dass ich nicht urhebliche Teile der Wochenenden des #daskannweg-Jahres in Zügen oder auf Bahnhöfen verbringen würde (und den Rest in verliebter Zweisamkeit), ich hätte die Idee wohl schnell wieder zu den Akten gelegt.

Mein Liebster, wohl niemand hatte so sehr unter dem #daskannweg-Jahr zu leiden wie du: unter den leicht panischen Aufschreien "Oh nein, ich muss noch bloggen!", mit denen ich aus dem Bett aufsprang (im Laufe des Jahres eignete ich mir etwas mehr Gelassenheit an, was das anging). Unter den Klagen, wenn ich mal wieder nicht wusste, was ich als nächstes verbloggen sollte. Und nicht zuletzt unter der kaum zu bändigenden #daskannweg-Wuselenergie, die sich oft genug auch auf deine Wohnung erstreckte ("Warum hebst du eigentlich diese vertrocknete Zimmerpflanze auf?", "Willst du dir nicht mal einen neuen Duschvorhang kaufen?", "Wofür genau brauchst du diese leeren Pappkartons noch?") Du hast all das nicht nur mit Nachsicht und liebevollem Lächeln ausgehalten, du hast mich stets unterstützt, warst stolz auf mich und meinen Blog und hast dich sogar davon anstecken lassen. Danke dafür!

(Fast) ein Jahr mit der Wegwerf-Frau


Als ich sie kennenlernte, befanden wir uns gerade an einem der schönsten Orte der Welt, mehrere tausend Kilometer vom kalten Deutschland entfernt. Bald schon kam das Gespräch auf ihren Blog. Ich erinnere mich noch heute daran. Sie: "Ich hab einen Blog", ich: "Aha". 

Zurück in Deutschland haben wir uns dann besser kennengelernt, und irgendwann sprang nicht nur der Funke über, sondern auch der Wegwerf-Funke. Nicht weil sie mich dazu gedrängt hat oder mich bekehren wollte, sondern weil dass, was sie zu dem Thema zu sagen hatte, Sinn machte. Aus einem mir nicht mehr ganz nachvollziehbaren Grund wurde dann unter anderem mein Kleiderschrank ausgemistet. - Naja, ein Grund war, dass die Wegwerf-Frau ein bisschen Platz im Schrank brauchte ... 

Dabei kamen insgesamt vier große Müllbeutel mit Kleidungsstücken zusammen, bei denen ich sicher war: Die trage ich nicht mehr. Die Wii im Wohnzimmer hat jetzt einen neuen Besitzer, mir hat sie nie viel Freude bereitet (bin halt kein Konsolero) und das Ausmisten von ungenutzten alten Elektronikgeräten, PC-Bauteilen und Kabeln hat mir wirklich gut getan: Beim Abtransport füllten sie einen ganzen PKW-Kofferraum!  

Ich muss nach diesem Jahr sagen, ich bewundere die Konsequenz, mit der sie die 365 Tage bestritten hat. Auch wenn es Momente gab, wo sie sich schwer tat - eingeknickt ist sie nie. Ich weiß auch, dass ich nicht besonders zuträglich war: Ich hab halt gerne auch mal Blogzeit in Anspruch genommen. Aber trotzdem hat sie es immer gut hinbekommen. Hut ab!

Wegwerfen tut gut. Ob man jeden Tag etwas wegwerfen sollte, weiß ich nicht, aber: Dinge ausfindig machen, die man nicht mehr braucht, und sich von ihnen trennen, ist gut. Allein durch meine paar Aktionen habe ich jetzt einen übersichtlichen Kleiderschrank, eine fast leere Kommode und keinen Krempel mehr unter dem Bett. 

Manchmal ist das Leben ohne Kram aber auch anstrengend, zum Beispiel wenn man seiner Liebsten eine Freude machen möchte, die nicht in der nächsten Woche weggebloggt werden soll. Merke: "Kein Krempel als Geschenk!"

Trotzdem gilt: Vieles kann weg!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Tag 358 - Das #daskannweg-Jahr 2014: Mama erzählt


Heiligabend, ihr Lieben! Ich hoffe, ihr alle verbringt ein paar schöne Tage mit euren Lieblingsmenschen. Heiligabend, das bedeutet auch: Nur noch eine Woche, dann ist das #daskannweg-Jahr zu Ende. Wie verabschiede ich mich? Ganz lapidar mit irgendeinem Gegenstand, wie an jedem anderen Tag des Jahres? Oder mit einem spektakulären Blog-Event? Meine Freundin Steph brachte mich schließlich auf eine schöne Idee: In den letzten Tagen des Jahres werden hier Menschen zu Wort kommen, die mich durch das #daskannweg-Jahr begleitet machen.

Den Anfang macht heute - passend zu Weihnachten, dem Fest der Familie - meine Mama. Sie hat es nicht leicht gehabt, schließlich waren unter den #daskannwegs einige, die ich mal von ihr bekommen habe. Sie hat es immer mit Humor genommen und den Blog - ein Medium, das ihr vorher unbekannt war - interessiert verfolgt. Danke, liebe Mama!

Nun ist das Jahr 2014 fast vorbei, an dem Du Dich jeden Tag von persönlichen Dingen getrennt hast. Ich habe dies mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Anfangs war ich recht erschrocken und dachte: "Ach, wie wird wohl die Wohnung aussehen, wenn ich das nächste Mal zu Besuch komme? Dann ist ja fast alles leer." Doch beim genauerem Verfolgen erkannte ich zu meiner Zufriedenheit, dass Du doch viele Dinge entsorgt hast, die man nicht unbedingt braucht.

Das hat mich animiert, in meinen Schränken und in meinem Haus nach unnützen Dingen Ausschau zu halten. Da kam doch einiges zusammen, von dem ich mich nicht schweren Herzens getrennt habe. Dies musste ich mehr oder weniger heimlich tun, da mein Schatz sich nicht so leicht von Dingen trennen kann. Aber da kennen wir Frauen natürlich Mittel und Wege, dies zu verheimlichen!

Da ich nicht so mit dem Internet auf gutem Fuß stehe und hier in der ländlichen Region nicht so viel Nachfrage nach nicht mehr gebrauchten Dingen ist, habe ich manches verschenkt oder aber auch in die Mülltonne geworfen. Ging ganz gut.

Nach einiger Zeit entdeckte ich in Deinem Blog, dass Du auch Dinge angeboten hast, die ich Dir einmal geschenkt hatte. Dies hat mich erst verwundert, doch dann habe ich das gelassen gesehen und meine Vernunft hat regiert. Mir gefällt auch nicht alles, was mir andere geschenkt haben. Da ist auch schon viel verschwunden. 
Die Schale mit den Blüten: Jetzt wird sie wieder benutzt.


Ich habe natürlich auch einige Dinge von Dir zurückbekommen, die mir noch gefielen. Wir sind uns da gut einig geworden. Es hat mich auch manches sehr amüsiert, was Du in Deinen täglichen Texten geschrieben hast. Da waren sich Mutter und Tochter manchmal trotz großer Entfernung sehr nah.

Doch eines Tages las ich doch etwas Seltsames. Da wurde von einem kleinen Sohn geschrieben. "Huch", dachte ich, "habe ich etwas verpasst?" Bei unserem letzten Besuch sah ich aber nichts von einer Schwangerschaft. Und so selten sehen wir uns ja auch nicht! 

Das hat mich sehr beschäftigt und ich musste nach einiger Zeit doch mal nachfragen, was da los ist. Diese Frage hat großes Gelächter hervorgerufen. Ich wusste, dass du zu der Zeit in Urlaub warst, aber nicht, dass du eine Vertretung für deinen Blog hattest. Ach, was war ich erleichtert. Ich hätte mich zwar sehr über ein Enkelkind gefreut, aber dass ich dies nicht bemerkt hätte, hätte mich doch sehr geärgert. So lachen wir noch heute oft darüber.

Ich finde es toll, was Du gemacht hast, und vor allem, dass Du das ganze Jahr durchgehalten hast. Ich glaube, ich hätte schon früher das Handtuch geworfen. Und auch ich als Mutter habe in diesem Jahr vieles gelernt. Dafür danke ich Dir. 

Deine Mama

Samstag, 11. Oktober 2014

Flohmarkt, Baby!

Morgen ab 9 Uhr verkaufe ich - hoffentlich -  gesammelte #daskannweg-Reste auf dem Flohmarkt in der Fabrik in Hamburg. Einfach unglaublich, wie viel da zusammengekommen ist! Und das, obwohl ich so viel wie möglich an Freunde und Bekannte verschenkt habe. Bin gespannt, was ich damit noch einnehme ... 

Also, wenn ihr Lust und Zeit habt, kommt vorbei! Der Flohmarkt geht bis 15 Uhr.

Sonntag, 7. September 2014

Ich hab mich verzählt ...

... die Tage 186 und 187 gibt's zweimal, fiel mir gerade auf. Folglich ist heute eigentlich gar nicht Tag 248, sondern Tag 250. Ab morgen wird richtig weiter-nummeriert, mit der falschen Nummerierung müsst ihr und muss ich erst mal leben, ich hab grade keine große Lust, das alles rückwirkend zu ändern. Da schreibe ich lieber mal wieder ein Update, was aus dem Kram wurde.

Montag, 14. Juli 2014

Ich bin im Flow-Ferienbuch!

Ich weiß es schon ein bisschen länger, und nun will ich es euch endlich erzählen: Die wunderbare Flow empfiehlt in ihrem Ferienbuch meinen Blog und schreibt unter der Überschrift "Was wirklich zählt" "Immer mehr Blogger entdecken das einfache Leben". Danke an Sinja - toll, dass ihr an mich gedacht habt! Wer das Ferienbuch haben will (das lohnt sich nicht nur wegen des Berichts u.a. über meinen Blog, sondern auch wegen des entzückenden Schnickschnacks von Aufklebern bis Postkarten): gibt's im gut sortierten Buchhandel und auch online.

Und weil der Link im Kasten zwar richtig, im Fließtext aber nicht ganz komplett war, kann ich in meiner Statistik sehen, dass tatsächlich einige neue Leser (bzw. wahrscheinlich Leserinnen :) ) auf diesem Wege hergefunden haben. An euch - und natürlich auch an alle anderen, treuen Fans: schön, dass ihr vorbeischaut! *** weiter nach der Werbung: Keinen Post verpassen (außer ich vergesse mal wieder das Verlinken): daskannweg gibt's auch bei Facebook ***

Sonntag, 6. April 2014

PS - Frühjahrsputz-#daskannweg-Woche

Alles, was ich aussortiere, aber nicht gleich wegwerfe oder verschenke, stecke ich in den rechten vorderen Bettkasten unter meinem Bett. Das ist sozusagen meine Flohmarktkiste, nur dass sie nicht im Weg rumsteht und nervt.

Seit einiger Zeit ist der Bettkasten voll und nervt. Mit Ausmisten allein ist es eben nicht getan, man muss den Kram auch irgendwie loswerden. Deshalb erklärte ich die Woche im Allgemeinen und das Wochenende im Besonderen zur Frühjahrsputz-daskannweg-Woche - getting things done!

Folgendes habe ich erledigt:
Die Essig-Öl-Spender an Stephi übergeben, die sie an ihre Schwester Juli übergeben wird, wenn Juli mal wieder in der Stadt ist.

Das Adressbuch mit Laubdekor mit ins Büro genommen, um es Flo zu übergeben, der es wiederum an seine Schwester Annkathrin übergeben soll.

Das grüne Halstuch mit ins Büro genommen, um es B zu geben, die Interesse daran hatte.

Die Krimis (Stephen Booth und Claus Belling) mit ins Büro genommen, um sie übers Intranet loszuwerden.

Die Bettwäsche, die Wolldecke, und dann doch noch einiges aus der Altkleidertüte (rotes Top, blaues Top, schwarzer Pullover, petrolfarbener Pullover) habe ich gestern in die Kemenate gebracht, außerdem zweierlei, was ich aus dramaturgischen Gründen noch nicht verraten kann, weil es erst nächste Woche "dran" ist.

Die Blumentöpfe loszuwerden, erweist sich als schwieriger als erwartet.

Den Rest auf den Dachboden gebracht.

Jetzt: frühlingshafte Energien und noch mehr Lust, Zeug auszumisten. Wer macht mit?

Sonntag, 9. Februar 2014

Zeit für ein erstes Zwischenfazit - und Neues vom Stuhl

40 Tage #daskannweg, was für ein schöner Anlass für ein erstes Zwischenfazit. (eigentlich wollte ich das schon nach einem Monat eins schreiben, aber voriges Wochenende hatte ich ich keine Zeit)

"Machst du das noch?", haben mich in den letzten Tagen einige Leute gefragt, denen ich Anfang des Jahres von meinem Plan erzählt hatte. Aber ja, sage ich dann, und frage mich, was an "2014 werde ich mich jeden Tag von einem Gegenstand trennen" so schwer zu verstehen ist. Heute sind 40 Tage von 2014 um, das heißt, dass noch 325 Tage vor uns liegen - und dass noch 325 Dinge gehen müssen.

Eine respekteinflößende Zahl? Schon irgendwie. Aber ich zum Glück muss ich heute noch nicht wissen, was ich am 23. September oder am 7. November aussortieren werde. Ich muss nur wissen, was morgen dran ist. Was für morgen zu finden, war bisher nie ein Problem, und wenn das so bleibt, dann werden auch 325 weitere Dinge keins. Bei einigen Dingen kann ich es sogar kaum erwarten, bis sie endlich "dran" sind.

Von 40 Dingen hab ich mich bisher getrennt, viel Altes war dabei, das meiste benutzte ich nicht (mehr), manches war schäbig und kaputt, einiges hat genervt. Ich freu mich schon richtig drauf, wie das sein wird mit weniger Kram. Und schon jetzt gibt es erste Erfolge: Mein Küchenschrank ist nicht mehr ganz so chaotisch, in meiner Halstuchschublade finde ich leichter Halstücher, die ich wirklich mag, und ich ärgere mich nicht mehr über die vertauschten Badelatschen. 12 Dinge habe ich weggeworfen, 9 verschenkt, für 6 gibt es Interessenten. Der Rest ist erst einmal in die Flohmarktkiste gewandert.

Ich freu mich sehr, wie viele Leute Anteil nehmen an dem, was ich hier schreibe. Aber am meisten Spaß macht es mir, wenn andere Menschen sich über das Zeug freuen, das ich nicht mehr brauchen kann.

Ich habe festgestellt, dass ich manchmal Dinge kaufe, nur weil sie billig sind, oder obwohl ich weiß, dass sie zwar toll, aber irgendwie "nicht ich" sind. Außerdem behalte ich viele Dinge aus den falschen Gründen: "Kann man vielleicht irgendwann doch noch mal brauchen" ist einer davon, "Ist doch eigentlich noch ziemlich gut" ein anderer. Oder ich behalte sie schlicht deshalb, weil ich zu faul bin, sie loszuwerden, oder weil ich mich an ihre Anwesenheit gewöhnt habe.

A propos dran gewöhnt: Der erste Beitrag hier - der Stuhl - ist auch der bisher meistgelesene in diesem Blog. Es gibt übrigens Neues vom Stuhl - dieses Foto habe ich schon seit zwei Wochen und bisher vergessen, euch zu zeigen.

Der Stuhl steckt also mitten in einer Metamorphose, und das ist auch für ihn wahrscheinlich deutlich spannender, als bei mir im Weg zu stehen.

Demnächst mache ich Urlaub, aber hier im Blog gehts trotzdem weiter: Mit Nicole habe ich eine wunderbare Urlaubsvertretung gefunden. Einmal täglich reinschauen lohnt sich also auch weiterhin! Genauer gesagt, in elf Stunden lohnt sich's wieder, da ist das nächste #daskannweg fällig - seid gespannt.