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Sonntag, 21. Februar 2016

#daskannweg bricht alle Rekorde

Das war definitiv das fleißigste Wochenende in der Geschichte von #daskannweg.

Weg konnten:

Wake-up-Light: 

Hat Liske am Freitag beim Swap mitgenommen.

Regal und Handtuchhalter fürs Badezimmer:

Am Sonntag für 15 Euro an Melanie über ebay-Kleinanzeigen.

Topfset:

Am Sonntag für 15 Euro an Joeking über ebay-Kleinanzeigen.

Bügeleisen und Bügelbrett:
Am Sonntag für 10 Euro an Dibba über ebay-Kleinanzeigen.

Mixer:
Am Samstag für 5 Euro an eine andere Melanie über ebay-Kleinanzeigen.

Eine Ikea-Tüte voll mit mehr oder weniger neuwertiger Kleidung:
Am Samstag bei Oxfam abgegeben.

Eine Ikea-Tüte voll mit gebrauchter, aber noch gut erhaltener Kleidung, sowie Handtüchern:
Am Sonntag in der Kemenate abgegeben, einem Treff für wohnungslose Frauen.

Diverser Küchen-Kleinkram:
Am Samstag auf das Fensterbrett vor meiner Wohnungstür gestellt, mit einem Zettel „zu verschenken“. Es ist mehr weggegangen, als auf dem Bild zu sehen ist: Binnen kürzester Zeit hatte sich das Fensterbrett schon deutlich geleert, daher habe ich im Laufe des Wochenendes noch viermal Zeug nachgelegt.

Es gäbe noch allerlei zu berichten darüber, wie das alles so war. Aber nicht mehr heute. Denn jetzt hab ich Wochenende.

Puh. Ganz schön anstrengend, dieses Loswerden von Dingen.

Donnerstag, 5. November 2015

Übers Aufbrauchen

Wer mag schon Wiederholungen? Ich jedenfalls nicht. Man könnte sagen, ich bin regelrecht abwechslungssüchtig. Habe ich nur zwei Brotbeläge zur Auswahl, esse ich am Wochenende zum Frühstück nur ein Brötchen. Sind aber Cheddar, Zeigenkäse, Serranoschinken UND Salami da, ärgere ich mich, dass ich nach eineinhalb schon satt bin. Es gibt einige Filme, die ich mir eigentlich gern ein zweites Mal ansehen würde. Aber jedesmal, wenn ich so etwas tue, ärgere ich mich: In der Zeit könnte ich schließlich auch einen Film sehen, den ich noch nicht kenne. Und als letzte Woche bei der Chorprobe jemand meinen Pulli lobte und jemand anderes sagte: "Stimmt, den hattest du letzte Woche doch auch an, ist mir gleich aufgefallen, wirklich hübsch", war mir das ziemlich unangenehm.

Diese Abwechslungssucht hat einige irritierende Folgen. Sie äußert sich beispielsweise in einer leicht beschämenden Anzahl rosa- und pinkfarbener Kapuzenpullover. Aber hey! Ich mag sie alle ... alle vier (Ich schwöre außerdem, sie sind alle sehr, sehr unterschiedlich! Echt jetzt.). Insofern besteht hier kein #daskannweg-Aktionsbedarf.

Anders sieht es mit Verbrauchsgütern aus. Das Gewürzfach in meinem Schrank und mein Vorratsschrank füllen sich abwechslungssucht-bedingt immer wieder auf magische Weise mit Lebensmitteln. Sie aufzubrauchen, bevor sie ablaufen (oder zumindest, bevor sie so lange abgelaufen sind, dass ich sie irgendwann nicht mehr essen mag), ist manchmal der reinste Psychoterror. (Ihr erinnert euch an "Hör auf zu horten", nehme ich an.)

Glücklicherweise gibt es auch Verbrauchsgüter, die nicht so schnell verbraucht werden müssen. Zum Beispiel Badezusatz. Aufgrund der beschriebenen Abwechslungsssucht - und weil ich immer mal wieder einen geschenkt bekam - hatte ich Anfang 2014 eine beachtliche Sammlung an Badezusätzen. Nun finde ich Baden an und für sich großartig, aber öfter als ein-, zweimal im Monat steige ich dann doch eher selten in die Wanne. Ich fasste also zu Beginn des #daskannweg-Jahres den Entschluss: Von nun an wird aufgebraucht! Keine neuen Badezusätze mehr, so lange die alten nicht leer sind. 

Ich weiß nicht mehr genau, wie viele verschiedene Sorten es waren, aber: Es waren viele. So viele, dass das siffige, billige Körbchen randvoll war damit, Flasche an Flasche. Vorige Woche waren es nur noch drei. Eins davon war ein Badezusatz namens "Zeit für Zweisamkeit" mit schwarzem Nachtjasmin. Ich hatte es lange vermieden, es zu benutzen, denn ich hatte noch in Erinnerung, dass ich es nicht mochte. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen, selten hat Baden so wenig Spaß gemacht wie in dieser betörend-schweren Suppe. Nach dem Bad landete "Zeit für Zweisamkeit" straight im Müll. Und ich kann - nicht ohne Stolz - vermelden: mission accomplished. Denn nun besitze ich nur noch zwei Badezusätze, einer davon zur Entspannung, der andere gegen aufkommende Erkältung. Kann man nix gegen sagen, oder was meint ihr?

Aufbrauchen ist quasi #daskannweg light. Es beginnt mit dem Gedanken: Ich habe genug davon, ich brauche nichts Neues. Oft genug stelle ich dann aber während des Aufbrauchens fest, dass ich gar keine Lust habe aufzubrauchen. Dass es einen Grund gibt, warum ich den Badezusatz/die Gewürzmischung/das Parfüm/die Halsbonbons noch nicht aufgebraucht habe, warum ich mir vorher mehr vom Ähnlichen, Anderes, Neues gekauft habe. Dann wird aus dem #dasbrauchichauf doch noch ein #daskannweg.

A propos: Das siffige Körbchen, in dem nun nur noch zwei Flaschen Badezusatz ganz verloren herumstehen - das kann auch weg.

Samstag, 11. Oktober 2014

Tag 284 - Der rote Duschvorhang

Ausmisten, entrümpeln, aussortieren, das hat immer auch was mit Arbeit zu tun. Es kostet Zeit und Mühe, das alte Zeug loszuwerden und, falls nötig, durch neues Zeug zu ersetzen. Dazu muss man sich erst mal aufraffen, und oft genug denkt man: Ach, das geht schon noch so. 

So ging es mir mit meinem Duschvorhang. Als ich 2007 hier einzog, übernahm ich den Duschvorhang von meiner Vormieterin. Er ist von Ikea, hat einen leicht pinken Rotton, und ich fand ihn immer voll in Ordnung.

Es lässt sich allerdings nicht verhehlen, dass die Jahre ihm etwas zugesetzt haben. Das ist normal für Duschvorhänge, die sich in einem feuchten Milieu wohlfühlen und nie in den Genuss liebevoller Pflege kommen. Als ich voriges Jahr im Herbst bei Ikea war, kaufte ich einen neuen Duschvorhang, den blauen Bruder des roten, und legte ihn in meine Abstellkammer. Ein Jahr lang konnte ich mich nicht aufraffen, den alten abzunehmen und den neuen anzubringen.

Der rote Duschvorhang ist nämlich nicht schlimm gammelig oder so, nicht auf die unhygienische Art. Wenn man ihn so anschaut, sieht er für seine wahrscheinlich acht Jahre noch erstaunlich gut aus. Schaut man aber genauer hin, als man einen Duschvorhang gemeinhin anschaut, sieht man am unteren Rand, wo der Duschvorhang in die Badewanne hängt, weiße Kalk- und schwarze Stockflecken. Ich hab das auch fotografiert, aber als ich das Foto auch dem Bildschirm hatte, fand ich, ich sollte es euch lieber nicht zeigen - zu unappetitlich.

Heute Morgen hab ich mich aufgerafft. Ich hab den neuen blauen Duschvorhang ausgepackt und die Ringe eingehakt. Ich hab den alten roten Duschvorhang abgenommen, auf den Boden gelegt, den neuen draufgelegt und ihn mit einer Schere auf dieselbe Länge abgeschnitten. Dann hab ich den neuen Duschvorhang im Bad angebracht. Alles in allem hat die Sache keine Viertelstunde gedauert. Warum genau hab ich das eigentlich ein Jahr vor mir hergeschoben? 

Und der rote Duschvorhang mit den Kalk- und Stockflecken? Der kann weg.

Dienstag, 23. September 2014

Tag 266 - Das Massageöl

Stressig ist es dieser Tage bisweilen, da kann man sich schon mal den Nacken verspannen. Weshalb ich den Liebsten kürzlich bat, mir den Nacken zu massieren, und in meinem Nachtschränkchen nach Massageöl kramte. Das Massageöl, genauer gesagt, das sinnliche Ylang Ylang Massageöl von Body Shop, befindet sich schon so lange im Nachtschränkchen, dass ich nicht mehr rekonstruieren kann, wie es dort hineingelangte. Sicher ist nur, dass es nie benutzt wurde, es ist nämlich noch voll.

Über Ylang Ylang kann man googeln, es rieche "exotisch süß", "lieblich", feminin", "intensiv", netörend", "sinnlich" und "fruchtig-blumig". Offenbar ist es in Chanel No. 5 drin.

Bei ätherische-Öle.net überschlägt man sich fast vor Begeisterung über diesen Duft: "Ja, das Ylang Ylang-Öl steht für Sexualität und Sinnlichkeit, es entspricht dem, was wir uns unter der orientalischen Welt mit ihren Zaubern vorstellen. Es entkrampft und hat eine ausgleichende Wirkung, macht uns bereit für die schönen Seiten des Lebens, es gibt uns Ruhe und die Muse für schöne Dinge. Wenn man unter Minderwertigkeitsgefühlen leidet, wenn man schlechte Stimmung hat oder erschöpft ist, sollte man dieses Öl versuchen. Ylang Ylang hat eine erotisierende Wirkung, es macht Lust auf Erotik."

Ich öffnete also das Fläschchen, rümpfte die Nase und schloss es ganz schnell wieder.  Mich entkrampft da gar nichts und Lust auf Erotik krieg ich schon gar nicht; ich fühle mich weniger betört als vielmehr betäubt. Selbst nach dreimal Händewaschen rochen meine Hände immer noch nach dem Öl, und das nach nur einmal Flasche-auf-und-zu-machen! Allein bei der Vorstellung, man könnte mir dieses stinkende Zeug auf dem Rücken verteilen, wird mir ganz anders. Der Fall ist klar: Das Massageöl kann weg.

Donnerstag, 18. September 2014

Tag 261 - Der Bademantel

Wie viele Bademäntel habt ihr? Na? Ich wette, ich hab mehr: drei nämlich. Einen alten, einen schönen - und diesen. Der türkisfarbene Bademantel war mal eine Notlösung. Vor etlichen Jahren, es muss 2005 oder 2006 gewesen sein, hatte ich mich in einen ebenfalls türkisfarbenen Bademantel von Habitat verliebt. Ich bestellte ihn, dann gab es einige Verwirrung und mehrere Besuche im Habitat-Store, und das Ganze endete damit, dass der Bademantel ausverkauft war.

Ich wollte dann aber unbedingt einen türkisfarbenen Bademantel und so kaufte ich diesen. Aus Fleece. Fleece allerdings ist so gar nicht bademantel-geeignet: Es saugt kein Wasser auf. Der Bademantel ist also eigentlich gar kein Bademantel, sondern ein Morgenmantel. Einen Morgenmantel brauche ich aber nicht. Ich trage ihn manchmal mit einem Handtuch drunter, aber das ist alles Mist, denn er ist ziemlich voluminös und außerdem schwitzt man. Der BadeMorgenmantel kann weg.

Donnerstag, 21. August 2014

Tag 231 - Das Fieberthermometer

Wie bereits berichtet, war der Liebste vorige Woche krank. Der Liebste hatte Fieber. Oder vielmehr, er glaubt, dass er Fieber hatte, denn ein Fieberthermometer besitzt er nicht - ein Umstand, der mich, aus der Ferne mitleidend, doch irritierte: Man muss doch wissen, wie hoch das Fieber ist! (muss man natürlich nicht, man merkt ja selber, ob es einem schlecht geht, aber irgendwie freue ich mich immer, wenn ich Schwarz-auf-Display sehe, dass ich das Recht habe, mich schlecht zu fühlen)

Wie es der Zufall will, habe ich zwei Fieberthermometer (don't ask) - ein Umstand, der mir erst in dem Moment auffiel, als ich über das fehlende Fieberthermometer im Haushalt einige hundert Kilometer südlich von hier nachdachte. Das eine kann weg. Ich nehme es heute Abend mit in den Süden. Was für ein romantisches Mitbringsel ...

Samstag, 14. Juni 2014

Tag 165 – Das Mundwasser des Grauens



Einen wunderschönen, guten Morgen, liebe Freunde von „Das kann weg“! Die kommenden Tage vertrete ich, Christine, Ange hier auf dem Blog. Ich hätte da auch gleich mal eine Frage an Euch:  
Habt Ihr heute schon die Zähne geputzt? Benutzt Ihr täglich eine Mundspülung?
 
Früher war ich kein Fan davon, aber seit ich regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung gehe, hat sich das geändert. Um das Gefühl der absoluten Reinheit so lange wie möglich zu erhalten, sind mir elektrische Zahnbürste und Zahnpasta zu wenig. Ich brauche meine morgendliche Mundspülung, sonst fühle ich mich nicht wohl. Das Dumme ist nur: Ich bin sehr schlecht, was das Thema Markentreue angeht. Manchmal greife ich darum im Regal daneben und es ergeben sich Fehlkäufe. In diesem Fall sehr schmerzhafte. Bei „Listerine Cool Mint“ habe ich den Eindruck, dass es mir fast die Rachenhöhle wegätzt. Ich bekomme eingerissene Mundwinkel davon – sehr, sehr unangenehm!


Das grüne Horror-Zeug kann also weg! Es muss sogar! Ich werde es in den Abfluss schütten – das macht bestimmt auch alle Rohre rein.