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Dienstag, 3. Februar 2026

Gratis Inbusschlüssel - ein ungewolltes Geschenk

Oh nein, es ist mal wieder #daskannweg-Tag! Schnell mal in die Ablagefächer geguckt, und siehe da: gleich wieder was gefunden.

Ihr habt bestimmt auch welche: Gratis-Inbusschlüssel. Sie liegen Möbeln bei, damit man diese auch ohne eigenes Werkzeug zusammenschrauben kann. Geprägt wurde die Idee durch Ikea, die Selbstaufbau-Möbel salonfähig gemacht haben. Sie legen immer ihren S-förmigen Inbusschlüssel bei und haben damit einen Standard etabliert.

Wenn ich ein Möbel aufgebaut habe und neben der Verpackung so ein Inbusschlüssel rumliegt, denke ich jedes Mal: "Oh nein, den kann ich nicht wegschmeißen. Das ist wertvolles Metall, und auch die Herstellung hat Energie gekostet." Also lege ich ihn in meine Schublade, zum Wegwerfen ist er mir zu schade. 

Aber wenn es dann mal was zum Schrauben gibt, hole ich nicht die billigen Inbusschlüssel aus der Schublade. Ich versuche auch nicht rauszufinden, ob einer von ihnen zur aktuellen Aufgabe passt. Denn ich habe ja eigenes Werkzeug, das viel höherwertiger ist. Wenn ich was zusammenschrauben muss, nutze ich das gern.

Somit liegen die Inbusschlüssel ungenutzt über Jahre herum. Mindestens zwölf Stück hatte ich zusammengetragen, die ich alle nie mehr benutzen werde. Über die verschwendeten Ressourcen und auch die zusätzlichen Kosten denken die Hersteller anscheinend nicht nach.

Andere Leute machen aus ihren Ikea-Werkzeugen sogar Kunst. Aber ein Bild aus Imbussschlüsseln brauche ich nicht, und eine andere sinnvolle Verwendung habe ich für sie leider nicht gefunden. Daher werden meine Inbusschlüssel entsorgt.

Und sonst so? Das hier:

Dienstag, 21. Juni 2016

Aus 2 mach 1

Offenbar habe ich noch gar nicht die heldenhafte Entschlossenheit gerühmt, mit der der Liebste beim Umzug ans #daskannweg-Werk ging. Das soll nun hier nachgeholt werden: Klaglos trennte er sich von den meisten seiner Möbel. Ein besonderes Opfer: Er verabschiedete sich sogar von seinem geliebten Kleiderschrank. 

Seiner war 2 Meter breit und 2,01 Meter hoch. Meiner ist 2,50 Meter breit und 2,36 Meter hoch. Wir wussten: In unser Schlafzimmer würde nur einer von beiden passen - ganz abgesehen davon, dass weiß und Birke nicht wirklich gut aussehen zusammen. Meiner war größer. Meiner durfte bleiben. 

Das bedeutet aber auch: Meine Sachen und seine Sachen mussten in einen Schrank passen, in den vorher nur meine Sachen passen mussten. Das klingt unmöglich, aber am Ende ging es doch. Der Koffer musste ausziehen, die Bettkästen wurden noch ein bisschen mehr vollgestopft als vorher, wir warfen eine Kleiderstange raus und kauften sieben neue Einlegebretter. 

Natürlich habe ich trotzdem viel weniger Platz im Schrank als früher. Aber das Gute daran: Das bewahrt mich davor, zu viele Klamotten aufzubewahren, die ich am Ende doch nicht trage.

Sonntag, 6. März 2016

Alles muss raus

Der Liebste und ich haben uns eine kleine Auszeit vom Umzugsstress genommen - bei unserem verlängerten Wellness-Wochenende waren Gespräche über den Umzug streng tabu. Das war erst ziemlich merkwürdig - und dann ziemlich großartig.

Aber seit dem Nachmittag bin ich zurück und konnte es nicht lassen, noch ein paar Vorbereitungen zu treffen. Es gibt noch so vieles, was doppelt oder überzählig ist und nicht mit umziehen soll ...

Nun ist eine neue Runde ebay-Kleinanzeigen online. Vielleicht hat ja auch einer von euch Interesse?
Mein Drucker - weil unser gemeinsames Arbeitszimmer einen Netzwerk-Laserdrucker bekommt.
Mein Frisiertisch - seufz. Für den ist leider leider kein Platz in unserem neuen Schlafzimmer.
Mein Hocker. War die perfekte Kombi mit dem Frisiertisch. Aber ohne ihn ...
Mein Schreibtisch. Hach ja. Den hab ich erst 2,5 Jahre, aber unsere Schreibtische passen so gar nicht zusammen und würden das Arbeitszimmer furchtbar vollstopfen, daher versuchen wir's erst mal mit einem und stocken ggf. noch passend auf.
Meine Stereoanlage. Noch so was, was wir doppelt haben und eigentlich am liebsten trotzdem neu hätten ... Aufmerksame Langzeitleser erkennen den CD-Wechsler als #daskannweg-Wiedergänger.
Grüner Vorhangstoff. War mal ein Schlafzimmervorhang, den ich aber nie schön fand. Ein Teil davon wurde danach umfunktioniert zum Umhang bzw. zur Zeltverhüllung für eine Selbsterfahrungsreportage vom Mythodea-LARP (live in Aktion auf Bild 21!).

Falls ihr an irgendwas Interesse haben solltet, meldet euch! 

Sonntag, 21. Februar 2016

#daskannweg bricht alle Rekorde

Das war definitiv das fleißigste Wochenende in der Geschichte von #daskannweg.

Weg konnten:

Wake-up-Light: 

Hat Liske am Freitag beim Swap mitgenommen.

Regal und Handtuchhalter fürs Badezimmer:

Am Sonntag für 15 Euro an Melanie über ebay-Kleinanzeigen.

Topfset:

Am Sonntag für 15 Euro an Joeking über ebay-Kleinanzeigen.

Bügeleisen und Bügelbrett:
Am Sonntag für 10 Euro an Dibba über ebay-Kleinanzeigen.

Mixer:
Am Samstag für 5 Euro an eine andere Melanie über ebay-Kleinanzeigen.

Eine Ikea-Tüte voll mit mehr oder weniger neuwertiger Kleidung:
Am Samstag bei Oxfam abgegeben.

Eine Ikea-Tüte voll mit gebrauchter, aber noch gut erhaltener Kleidung, sowie Handtüchern:
Am Sonntag in der Kemenate abgegeben, einem Treff für wohnungslose Frauen.

Diverser Küchen-Kleinkram:
Am Samstag auf das Fensterbrett vor meiner Wohnungstür gestellt, mit einem Zettel „zu verschenken“. Es ist mehr weggegangen, als auf dem Bild zu sehen ist: Binnen kürzester Zeit hatte sich das Fensterbrett schon deutlich geleert, daher habe ich im Laufe des Wochenendes noch viermal Zeug nachgelegt.

Es gäbe noch allerlei zu berichten darüber, wie das alles so war. Aber nicht mehr heute. Denn jetzt hab ich Wochenende.

Puh. Ganz schön anstrengend, dieses Loswerden von Dingen.

Samstag, 30. Januar 2016

Big News!

Endlich kann ich ihn erzählen, den schon angekündigten Grund, warum #daskannweg 2016 einen Zahn zulegt: Der Liebste und ich ziehen zusammen!

...

Da, wo jetzt diese drei Punkte stehen, habe ich in den letzten fünf Minuten versucht hinzuschreiben, wie wir uns freuen. Wie verrückt. Irrsinnig. Extrem. Alles völlig ungeeignet, um das Gefühl zu beschreiben. Deshalb hier nur: Wir freuen uns. Sehr. Und sind sehr glücklich.

Und nun Schluss mit der Rührseligkeit - es gibt viel zu tun :) Wenn nämlich Mitte/Ende März mein ganzer Kram in einen Lkw gepackt und runter nach Mannheim gebracht wird, heißt es nicht nur #daskannweg: Fernbeziehung. Sondern auch: #daskannweg: ein Riesenhaufen Kram.

Denn:

Es gibt – natürlich! - eine unglaubliche Menge an Dingen, die wir doppelt haben: Fernseher, Staubsauger, Handrührer, Bügeleisen, Bügelbrett und so weiter und so weiter und so weiter. Von Möbeln will ich erst gar nicht anfangen. Wobei ich in diesem Punkt glücklicherweise kaum #daskannweg-Entscheidungen treffen muss, weil der Großteil meiner Möbel mitkommen wird.

Es gibt – natürlich! - eine unglaublich Menge an Dingen, von denen wir ZU VIEL haben werden: Tassen, Teller, Gläser, Handtücher, Bettwäsche …

Wir legen zwei Wohnungen zusammen, und meine Wohnung ist ziemlich groß. Insgesamt verlieren wir grob überschlagen fast 40 Quadratmeter Wohnfläche. Das ist total okay, immerhin ziehen wir zusammen, damit wir uns öfter über den Weg laufen – da brauchen wir keine Wohnung, in der wir uns nie begegnen. Aber es bedeutet, dass wir weniger Platz für Dinge haben. Zumal an den Stellen in unserer Wohnung, an denen sich die vier Doppelflügel-Balkontüren befinden (jaaaaa!), kein Platz ist für Schränke. 
Zwei dieser Balkone sind bald unsere :)
Außerdem muss ich mir bei jedem Stück überlegen: Will ich das wirklich so unbedingt behalten, dass ich es einpacken und wieder auspacken will? Das könnte das Dinge-Behalten noch mal auf eine harte Probe stellen.

Ach, ich freu mich. Am meisten natürlich auf den Liebsten, den Neuanfang, die neue Stadt, die neue Wohnung. Aber auch: auf weniger Kram. Auf Schluss machen mit allem, was ich nur noch aus Bequemlichkeit behalten hab. Ein Leben mit lauter Lieblingsdingen, das ist der Plan. Hab ich schon geschrieben, dass ich mich freue?

Sonntag, 10. August 2014

Tag 220 - Die Schrank-Griffe

Voriges Jahr im Herbst hab ich mir neue Schlafzimmermöbel gekauft. Ja, bei Ikea. Ja, Pax, den Kleiderschrank, der wahrscheinlich in jedem zweiten deutschen Schlafzimmer steht. Als brave Ikea-Kundin hatte ich alles besorgt, natürlich auch Schrank-Griffe. Allerdings traute sich keine von der tapferen Aufbau-Crew, die Löcher für die Griffe zu bohren. Der Schrank blieb vorerst griff-los. 

Macht nix, dachte ich, bald kommt ja Theresa zu Besuch, eine höchst patente Person ohne Angst vor Bohrmaschinen. Theresa ist nicht nur handwerklich geschickt, sie hat auch ein sicheres Gespür fürs schöne Einrichten und ein Händchen dafür, Schätze auf Flohmärkten zu finden. Sie sah sich die Griffe eine Weile an und sagte dann diplomatisch: "Wir können ja mal in ein paar Geschäften schauen, wenn wir nachher in die Stadt gehen, vielleicht finden wir noch andere".

Wir fanden andere, und ich bin froh und dankbar dafür, dass sie mir dazu geraten hat. Mit den türkisen Vintage-Griffen aus Porzellan sieht mein Pax gar nicht mehr so sehr nach Pax aus, fast sogar ein bisschen individuell. Happy End also, für alle außer die Ikea-Schrank-Griffe, die seitdem übrig sind und hier herumliegen. Sie können weg. Hat jemand Bedarf?

Montag, 4. August 2014

Tag 214 - Die übrig gebliebenen Möbel-Bauteile

In meiner Abstellkammer, die eigentlich gar keine Kammer ist, sondern nur ein mit einer Jalousie abgeteilter Teil meines Flurs, gibt es eine Tüte mit Heimwerkerkram: diverse Schrauben und Bohrmaschinenaufsätze und Dübel und Nägel. In dieser Tüte gibt gab es weitere Tüten mit seltsamen übrig gebliebenen Möbel-Bauteilen.

Ich hab keine Ahnung, wofür diese roten Plastikdinger gut sind, warum ich diese riesige Menge an viereckigen "Schlössern" nicht verbaut habe und woher die kleinen dicken Schrauben mit dem Plastikmantel kommen. Ich weiß aber, dass alle meine Möbel prima zusammenhalten und gerade stehen - auch ohne diesen Kram. Ich weiß, dass ich die Einzelteile eh nicht mehr den entsprechenden Möbeln zuordnen könnte. Und ich weiß, dass ich sowas im Notfall auch für wenig Geld ersetzen könnte. Das kann alles weg.

Sonntag, 29. Juni 2014

Tag 180 - Der Schrank

Wow. Sorry, Leute, aber mir fehlen grade selber ein bisschen die Worte. Als ich Anfang des Jahres mit dem Blog angefangen habe, war dieser Schrank voll: mit Gläsern, Vasen, Tischdecken, Schüsseln, Servietten, Tischsets, Spielen ... Natürlich hab ich nicht einfach alles aussortiert, was darin war. Ich habe mich an vielen Stellen meiner Wohnung von Zeug getrennt. Dadurch konnte ich viele Dinge an anderen Stellen unterbringen und jetzt, jetzt ist der Schrank leer. Und kann weg!

Das hatte ich überhaupt nicht so geplant, aber ich freu mich. Nicht dass gegen den Schrank irgendwas vorliegen würde. Der Schrank ist total in Ordnung. Ich brauche ihn einfach nicht mehr. 

Das Aussortieren heute ist eher symbolisch zu verstehen - ich werde ab sofort nichts mehr hineintun, aber es wird noch ein bisschen dauern, bis ich dazu komme, ihn wirklich loszuwerden.

Sonntag, 1. Juni 2014

Tag 152 - Der Stuhl (nicht farbverklebt)

Das heutige #daskannweg ist eigentlich ein halbes PS. Denn in der Tat hat dieser Stuhl bereits im April die Besitzerin gewechselt: Meine liebe Kollegin Nicole suchte für ihre WG-Küche einen Stuhl und mir war so gewesen, als hätte ich noch den nicht farbverklebten Zwilling des Tag-1-Stuhls auf dem Dachboden stehen. So war es dann auch, ich fotografierte ihn, sie holte ihn ab, ich vergaß, ihn zu bloggen, und löschte versehentlich auch noch das Foto.

Netterweise hat Nicole mir jetzt ein Foto des Stuhls in seinem neuen Zuhause geschickt. Wie ihr seht, fühlt er sich wohl. Sicher wohler als auf meinem Dachboden. Stühle sind zum Sitzen da. Die, auf denen nicht gesessen wird, können weg.

Mittwoch, 30. April 2014

Tag 120: Die Wandgarderobe



Morgen ist Feiertag und ich habe mir endlich vorgenommen, meinen Flur zu streichen. Ich wohne jetzt seit fast einem Jahr in meiner Wohnung und ich habe es seitdem immer wieder aufgeschoben. Um mich selbst ein bisschen unter Druck zu setzen, mir nun wirklich endlich die Zeit zu nehmen, habe ich neulich schon mal die Wandgarderobe abgenommen. Ich hatte sie von meiner Vormieterin übernommen. Das war zwar praktisch, aber aus drei guten Gründen soll sie jetzt endlich mal weg:
  1. Ich fand sie zwar praktisch, aber nie hübsch.
  2. Man hängt allerlei Jacken und Zeugs dran und legt auf der Hutablage Sachen ab. Das wirkt unaufgeräumt und überladen.
  3. Mein Flur ist klein, die Wohnzimmertür geht in den Flur auf und die Garderobe blockiert die Tür.
Ein Happy End gibt es auch schon: Ich habe einen ganz tollen neuen Garderobenständer, der keine Türen blockiert, hübsch aussieht und an den man wenig bis - zur Not - viele Sachen dranhängen kann. Die alte Wandgarderobe kann jetzt endgültig weg.

Dienstag, 1. April 2014

Tag 91 - Das Fernsehschränkchen

Heute ist mal wieder Zeit für ein life-changing-daskannweg. Kein Kram, der in irgendwelchen Schubladen verstaubt und keinem weh tut, sondern etwas, das ich jeden Tag sehe und benutze: das Fernsehschränkchen, aka: Aushilfs-Schuhschrank.

Früher waren die Fernseher kleiner als heute; aus dieser Zeit stammt das Fernsehschränkchen. Ich fand es mal irre praktisch, weil es Rollen hat. Ich habe dieses große Wohnzimmer und viel zu wenig Wände, um was dranzustellen. Deshalb muss irgendwas mitten im Raum stehen. Als ich hier eingezogen bin, war das der Fernseher. Wenn ich fernsehen wollte, hab ich das Schränkchen mit dem Fernseher vors Sofa gerollt. Schön war das nicht, überall lagen Kabel rum.

Irgendwann kaufte ich mir einen Fernseher mit 80 Zentimeter Bildschirmdiagonale (jaja, ich weiß, inzwischen gibt es viel, VIEL größere). Der neue Fernseher konnte nicht auf dem Fernsehschränkchen stehen, weil er zu groß war: Er stand links und rechts über. Ich musste mein Wohnzimmer umstellen. Sieht jetzt viel besser aus als damals.

Das Fernsehschränkchen wurde zum Schuhschrank umfunktioniert und steht jetzt in meinem winzigen Flur. Das ist auch ganz gut so, dann verschandelt es mein Wohnzimmer nicht. Das Fernsehschränkchen ist aus Birkenimitat und außerdem vergilbt und wirklich nicht schön. 

Das Fernsehschränkchen ist allerdings nicht groß genug für all die Schuhe, die ich griffbereit haben will. Deshalb liegen sie kreuz und quer da drauf und fallen ständig runter. Ihr seht ja selber, wie das aussieht.

Schlimmerweise gewöhnt man sich irgendwann an so einen Anblick und nimmt gar nicht mehr wahr, dass Handlungsbedarf besteht (als ich von meinem letzten Ikea-Besuch zurückkam, fragte mich jemand, ob ich mir eine Lampe für über meinem Badezimmerspiegel gekauft hätte. Ich war erst ziemlich irritiert, bis mir einfiel, dass da seit 6,5 Jahren Kabel aus der Wand rausgucken). Und wenn man es doch mal wahrnimmt, dreht man lieber sich schnell weg. Denn wenn ich das Fernsehschränkchen ausmustere, wohin dann mit meinen Schuhen?

 Damit ist jetzt Schluss: Das Fernsehschränkchen kann weg. Und dann kaufe ich mir endlich einen Schuhschrank.

Mal sehen, ob es jemand mitnimmt, wenn ich es mit einem Schild dran vor die Tür stelle.

Freitag, 21. Februar 2014

PS - Die Matratze und der Spiegel

Ich hatte ja am Sonntag gebloggt, dass ich die Matratze und den Spiegel bei ebay Kleinanzeigen reingestellt hab. In Wahrheit hatte ich das schon am Samstag gemacht, aber erst gegen Mittag, als ich das Samstags-daskannweg bereits gepostet hatte.
Die Matratze war keine zehn Minuten drin, als eine Frau anrief deswegen. Sie schickte ihren Mann vorbei, um die Matratze abzuholen. Der Mann sah nicht sehr reich aus. Ich freu mich, dass meine Matratze auf diese Weise vielleicht sogar noch was Gutes tun kann. Und hinter meiner Schlafzimmertür ist jetzt endlich bequem Platz für Wäscheständer, Bügelbrett und Klappstühle.

Mit dem Spiegel hat es etwas länger gedauert, aber dann meldete sich per Mail eine sehr nette Marianne. Sie kam gestern extra aus Schenefeld, um den Spiegel abzuholen.

Ach. Schön. Möbel ausmisten ist das Beste. Weil sich die Wohnung gleich weniger vollgestopft anfühlt.

Sonntag, 16. Februar 2014

Tag 47 - Die Matratze

Die Matratze ist 1x2 Meter groß und aus Schaumstoff. Ich habe ich 2000 gekauft, als ich für ein halbes Jahr in Itzehoe wohnte, und zwar quasi ohne Möbel, denn die waren in meiner damaligen WG in Leipzig. Ich konnte mir eine olle Kommode besorgen, einen ebenso ollen Schreibtisch und einen komischen, unbequemen Klappsessel. Ein Bett hatte leider keiner übrig. Also kaufte ich die Matratze und schlief ein halbes Jahr auf der Matratze direkt auf dem Boden.

Die Matratze muss mehrmals mit mir umgezogen sein, auch wenn ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, wo ich sie in der 30-Quadratmeter-Wohnung verstaut hatte.  

Seit ich in meiner jetzigen Wohnung wohne, steht die Matratze hinter meiner Schlafzimmertür. Da stand sie auch nicht großartig im Weg. Aber im Oktober habe ich einen neuen Kleiderschrank gekauft und nun ist hinter der Tür nicht mehr genug Platz, um die Matratze gerade hinzustellen. Sie steht jetzt ein bisschen schief, so dass man Angst hat, sie könnte umfallen, wenn man die Schlafzimmertür zu energisch aufmacht. Ich füge ein Bild von der Matratze in ihrem natürlichen Habitat hinzu, damit ihr versteht, was ich meine. 


Wenn die Matratze weg wäre, könnten der Wäscheständer und die Klappstühle bequem hinter der Schlafzimmertür stehen. Deswegen kann, ach was, muss die Matratze weg. Es schläft sowieso keiner auf der Matratze. Die meisten Menschen dürfen in meinem Bett schlafen, es sei denn, sie schnarchen, dann auf der Couch. Aber die ist allemal genauso bequem.

Ich hab sie bei ebay-Kleinanzeigen reingestellt - zu verschenken. Den Spiegel übrigens auch gleich. Damit das hier mal ein bisschen vorangeht.

Freitag, 17. Januar 2014

Tag 17 - Der Spiegel

Der Spiegel ist von Ikea. Er hat einen breiten Rahmen aus unlackiertem Holz, wahrscheinlich Kiefer, und er misst – ich hab nachgemessen – 145 mal 45 Zentimeter. Der Spiegel steht seitlich an meinen schmalen Esszimmerschrank gelehnt. Vor ein paar Jahren hab ich mal mit einem Mann zusammengewohnt. Wir hatten einen sehr langen Flur. Da hing der Spiegel quer an der Flurwand. Wahnsinnig modern fanden wir das damals.

Ich hab jetzt keinen langen Flur mehr, und ich glaube, ich finde es auch gar nicht mehr so wahnsinnig modern, Spiegel quer an Wände zu hängen.

Einmal im Jahr, wenn wir swappen, hole ich den Spiegel aus seiner Ecke. Den Rest des Jahres steht er beim Putzen im Weg und fällt um, wenn ich mit dem Staubsauger dagegenfahre. Der Spiegel kann weg. Wir können uns auch im Schlafzimmer spiegeln, wenn wir einmal im Jahr bei mir Kleider tauschen.

Falls also jemand einen langen Flur hat oder auch einfach nur so einen Spiegel braucht, meldet euch einfach bei mir. First come, first reflect - oder so.

Ach ja, auf dem Foto sieht man aus Versehen auch meine Wohnzimmerheizung und meine Wohnzimmerfensterbankpflanze. Vielleicht freut das all diejenigen, die sich schon immer gefragt haben, wie diese beiden Dinge wohl aussehen mögen.

Sonntag, 5. Januar 2014

PS - Der Stuhl

Gerade war Stephanie da, um den Stuhl abzuholen. Sie freut sich auf das Verschönerungsprojekt, ich bin den Stuhl los, Win-Win-Situation also. Und da sie und ihr Freund schon mal hier waren, haben wir gleich noch "Glasstraße" und "Ebbes" gespielt und dazu Baguette mit Erbsen-Spread und mit Dukkah gegessen. Gute Sache, guter Sonntag.

Jetzt ist der Stuhl also weg, gut finde ich das. Ann-Kathrin hatte ja angeregt, ich solle mir für Gäste hochwertige Klappstühle kaufen. Das klingt logisch und ich würds wohl auch machen, würde in meiner Wohnung Stuhlknappheit herrschen. Aber auch nachdem der Stuhl ausgezogen ist, befinden sich in meiner Wohnung immer noch 12 Sitzgelegenheiten.

- 2 Esstisch-Stühle
- 1 Esstisch-Wangenhocker
- 1 Sitzbank
- 1 Sofa
- 1 Sofa-Sitzelement ohne Lehne
- 1 Schreibtischstuhl
- 2 Klappstühle
- 2 Balkon-Klappstühle
- 1 gepolsterte kleine Bank

Auf der Sitzbank und auf dem Sofa können je drei Personen bequem sitzen. Ich habe also genug Sitzgelegenheiten für 16 Personen. Ich nehme an, das reicht.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Tag 1 – Der Stuhl

Neues Jahr, neues Glück Blog: Heute beginnt mein "Jahr mit immer weniger Kram". Ich hab eine ganze Weile darüber gegrübelt, von welchem Gegenstand ich mich als erstes trennen soll. Es sollte nicht gerade ein Buch oder ein Kugelschreiber sein und auch keine scheußliche Tischdeko, von wegen "Der erste Eindruck zählt" und so (Hallo übrigens an alle, die mitlesen - schön dass ihr hier seid! Und frohes neues Jahr natürlich!). Vor allem aber wollte ich: Ernst machen. Ich wollte mich von einem Ding trennen, dessen Abwesenheit mir jeden Tag bewusst wird. Ich musste dieses Ding nur noch finden.

Auf einmal war alles ganz einfach. Denn da ist dieser Stuhl.

Er steht zwischen Kühlschrank und Sitzbank, also an der Stelle meiner Wohnung, an der die Küche ins Esszimmer übergeht (ich hab eine offene Küche). Der Stuhl ist aus Holz und wahrscheinlich von Ikea, ich hab ihn schon ziemlich lange, bestimmt 12, 13 Jahre. Ich hänge oft Geschirrtücher zum Trocknen über die Lehne, manchmal lege ich ein Backblech drauf ab, wenn ich den Ofen ausräume, ich hänge eine Schürze drüber oder die gelben Gummihandschuhe, die ich zum Abwaschen trage und die mir selber irgendwie peinlich sind. Zu etwas anderem benutze ich den Stuhl nicht.

Das stimmt nicht ganz. Vor einem Jahr habe ich auf dem Stuhl gestanden, als ich eine Wand in meinem Wohnzimmer strich. Da ist weiße Farbe auf die Sitzfläche getropft. Ich habe die ganze Sitzfläche angepinselt, damit man die Kleckse nicht so sieht. Man sieht sie trotzdem. Deswegen liegt meistens ein Kissen auf dem Stuhl. Das Kissen ist bordeauxrot und passt nicht zu den anderen Stuhlkissen in meiner Wohnung. Eigentlich passt es zu gar nichts in meiner Wohnung.

Zwei, dreimal im Jahr habe ich viele Gäste. Dann stelle ich den Stuhl an den Esstisch. Den Rest des Jahres steht der Stuhl rum. Und nervt. Beim Putzen ist er im Weg. Beim Blumengießen ist er im Weg. Beim Auf-die-Sitzbank-setzen ist er im Weg. Er stellt meine Wohnung voll und tut nichts, um das zu rechtfertigen. Der Stuhl kann weg.

Meine Freundin Steph verwandelt alte Stühle mit Pappmaché und Farbe in Kunstwerke. Vielleicht will sie den Stuhl haben.