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Sonntag, 8. Februar 2026

Keller-Clean-up, Baby!

Alles, was du ein Jahr lang nicht benutzt hast, kann weg – das ist wohl einer der bekanntesten Ratschläge, wenn's ums Ausmisten geht. Höchste Zeit also, mal einen Blick in den Keller zu werfen. Und da stand sie: die Kiste mit den Küchensachen. 


Unsere Küche in Mannheim hatte ein paar Schränke mehr gehabt als die in Hamburg. Als wir Ende 2023 umzogen und unsere Küchenschränke einräumten, bekamen wir einfach nicht alles unter. Und so packten wir einiges in eine Kiste und in den Keller.

Zum Beispiel den Kaffeefilter – er stammt aus der Zeit, in der der Liebste noch eine Kaffeepad-Maschine hatte. Wenn meine Eltern, echte Coffeeholics, zu Besuch kamen, brühten wir damit Kaffee für sie auf. Das Milchaufschäumgefäß ist eine Kaffeegeneration jünger – aus der Vollautomat-Ära, aber vor der Kaffee-nur-schwarz-Ära. Den Spätzlehobel kaufte ich, als ich Foodredakteurin war und über Spätzle aus dem Kühlregal die Nase rümpfte. Die Geschichte der BASF-Tasse erzählt der Liebste selbst. All diese Dinge sind Grüße aus unserer Vergangenheit, die in unserem heutigen Leben keine Bedeutung und keinen Nutzen mehr haben.

Auch die Plastikbecher, die Kühlakkus, die Schraubgläser, die Vorratsgläser und die Flaschen haben etwas gemeinsam: Wir hatten erheblich zu viele davon. 

Überhaupt, Gefäße! Dosen und Gläser für Gewürze, Brot, Vorräte, selbst angesetzte Kräuteröle und mehr. Wann will man all das Zeug, das man darin aufbewahren könnte, kaufen oder herstellen? Wo soll man das alles lagern? Und wer soll das alles essen?

Nichts aus der Kellerkiste haben wir seit Ende 2023 vermisst. Einiges davon ging direkt in den Müll, manches in eine "Zu verschenken"-Kiste. Das Campinggeschirr darf zurück in den Keller, das brauchen wir nicht jeden Tag im Schnellzugriff. 

Und immerhin eine Plastikbox mit Deckel haben wir aus dem Kellerexil befreit und ihr eine neue Bestimmung gegeben: In ihr lagern jetzt diverse Küchenhelfer vom Dosenöffner bis zum Salatbesteck. Irgendwas sagt mir allerdings, dass das noch nicht das Ende unserer Küchendingereise war ...


Sonntag, 7. Februar 2016

Der große #daskannweg-Umzugscountdown - KW 5

Nur noch sechs Wochen bis zum Umzug! Ein guter Grund, die #daskannweg-Aktivitäten zu intensivieren, fand ich diese Woche - und habe gleich mal Fakten geschaffen.

Weg konnten diese Woche Grafikkarte und Netzteil. Die Teile gehörten eigentlich dem Liebsten; er hatte sie mal hergebracht, um sie bei mir einzubauen - um dann festzustellen, dass sie auch nicht besser sind als das, was in meinem Rechner steckt. Seitdem stand das Zeug bei mir im Regal, uns beiden war klar, dass wir es nicht mehr brauchen würden, mit umziehen sollte es also nicht.

Wohin also damit? Da kamen wir die Klagen von Lieblingskollegin Liske in den Sinn: Ihr Rechner zuhause mache Zicken, kein Wunder bei der uralten Grafikkarte. Also fix Fotos gemacht, rübergeschickt und noch am selben Tag die Teile zum Freundschaftspreis übergeben. Moritz und Liske spielen nun Skyrim mit besserer Grafik und der Liebste und ich waren von dem Geld Essen - perfekt!



Außerdem angelaufen: die Aktion "Balkon aufräumen". Nach einem Winter draußen sieht der alte Grill noch erbärmlicher aus als ohnehin schon. Klar, dass der weg konnte - zumal ich im vorigen Jahr zum Geburtstag einen fabelhaften Lotus-Grill bekommen habe. Die Trennung vom kleinen Base-Grill fiel mir dagegen deutlich schwerer. Immerhin war dieser Grill das Beste an meinem Base-Handyvertrag, den ich seit Jahren immer wieder vergesse zu kündigen: Er heizt blitzschnell auf, zieht super durch und war beim Wettgrillen ungeschlagen. Auf diesem Grill haben wir beim Festival sogar schon Teewasser gekocht!

Ich hatte kurz darüber nachgedacht, ob ich versuchen soll, ihn zu verschenken - seine Qualitäten sind den Menschen in meinem Freundeskreis wohlbekannt. Aber nachdem ich das Foto gemacht hatte, wurde mir klar, dass ich das versiffte Ding keinem mehr anbieten kann. Also konnten beide Grills weg.


Über den größten #daskannweg-Erfolg der Woche konnten sich der Liebste und ich aber gestern freuen. Auf dem Weg vom Schuster raus aus dem Karstadt fiel der Blick auf ein paar Pfanne, und da die alten Pfannen induktionsherdbedingt eh weg sollten, haben wir genauer hingeschaut. Pfannentausch! Alte Pfanne hinbringen, neue mitnehmen, 10 Euro sparen. Galt auch für Töpfe. Und wir müssen uns nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was wir mit den alten Pfannen machen sollen, wurden auch noch einen Topf los - und das Ergebnis dieser Einkaufstour steht gerade auf meinem Herd und gart einen Eintopf.


Sonntag, 31. Januar 2016

Magic Küchen-Cleaning

Das Buch „Magic Cleaning: Wie richtig Aufräumen Ihr Leben verändert“ der Japanerin Marie Kondo war ein Riesen-Bestseller. Ich hab's ehrlich gesagt nicht gelesen, wohl aber den Nachfolger „Magic Cleaning: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben“, das mir mal ein ehemaliger Kollege in die Hand drückte mit den Worten: „Das ist doch irgendwie dein Thema, willste haben?“. Eigentlich wollte ich schon lange mal was über das Buch schreiben, aber irgendwie kam es bisher nie dazu.

Nun also, zumindest kurz, zu „Magic Cleaning“. Einiges von dem, was Marie Kondo schreibt, habe ich hier auch schon geschrieben, vor allem, dass ich nur das behalten will, was ich brauche und/oder mich glücklich macht. Auf diese hervorragende Idee bin ich übrigens ganz ohne Frau Kondo gekommen ;)

Einiges sehe ich dann doch ein bisschen anders: Zum Beispiel dürfen bei mir Messer, Löffel und Ess-Stäbchen durchaus zusammen in einer Schublade liegen – bei Frau Kondo liegen sie getrennt. Warum, fragt ihr euch? Hier der Grund, ich zitiere: „Es ist zwar nur ein vages Gefühl, aber ich habe den Eindruck, dass die Stäbchen sich in der Nähe der scharfen Messerschneiden nicht wohlfühlen, und die Löffel, die eher kleine Teller sind, in so einem Umfeld nicht zur Ruhe kommen. Die Gabeln jedoch halten der aggressiven Atmosphäre, die von den Messern ausgeht, recht gut stand.“ Ich lass das mal so stehen.

Was ich noch nicht verstehe, ist die beim Magic Cleaning zwingend vorgegebene Reihenfolge: erst Kleidung, dann Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungen. Ich würde keinem Menschen raten, als allererstes den Kleiderschrank aufzuräumen. Kleidung ausmisten finde ich nämlich mühsam und schwierig. Warum?

Kleidungsstücke haben tendenziell mehr gekostet als viele andere Dinge in meinem Besitz, daher fällt es mir schwerer, mich von ihnen zu trennen.

Manche Dinge passen mir nicht mehr, obwohl ich sie eigentlich mag, dann muss ich mir auch noch eine Niederlage eingestehen, bevor ich sie aussortieren kann. Dasselbe gilt natürlich auch für Fehlkäufe.

Manche Sachen mag ich zwar nicht besonders, bilde mir aber ein, sie seien unverzichtbar. 2014 habe ich zum Beispiel einen schwarzen Cardigan aussortiert und stelle nun immer wieder fest, dass ich nichts Schönes habe, was ich über meine vielen schönen halbärmeligen Kleider tragen kann. Auch meine Unterwäscheschublade könnte mal eine Entrümpelung vertragen, aber dann müsste ich mir größere Mengen neue Unterwäsche kaufen, und wer hat da schon Lust drauf?

Viele Sachen will ich noch mal anziehen, ehe ich mich endgültig entscheide. Dadurch dauert's lange.

Viel leichter fällt es mir, die Küche auszumisten. Um mich in neuen #daskannweg-Schwung zu bringen, hab ich daher heute mal fast alle Küchenschränke ausgemistet (alle außer dem Schüssel- und Dosenschrank und der Dinge-Schublade, die brauchen einen separaten Termin).

Ich weiß natürlich, dass man die meisten schon länger abgelaufenen Lebensmittel noch problemlos essen kann, und unter normalen Umständen tue ich das auch. Ich finde das Theater ums MINDESThaltbarkeitsdatum nämlich lächerlich und halte es für eine Schande, wie viele Lebensmittel weggeworfen werden. Aber angesichts des bevorstehenden Umzugs habe ich die 20/20-Regel (ihr erinnert euch vielleicht noch – wenn nicht: zur 20/20-Regel) ausnahmsweise auch auf Lebensmittel angewendet.

Gewürze, die an Aroma verloren haben, eher unleckere Nudeln und Ananas aus der Dose zwei Jahre über dem MHD in Umzugskartons packen, um sie fast 600 Kilometer quer durch die Republik zu transportieren, damit sie dann dort die Schränke in unserer schönen neuen Küche zumüllen? Nee, echt nicht. Wenn ich irgendwas davon vermissen sollte, bin ich in fünf Minuten im Supermarkt um die (neue) Ecke und kann es nachkaufen – und dann ist es sogar frisch. Am Ende waren's zwei Mülleimer voll. Und ich habe einen neuen guten Vorsatz: Weniger unnütze Vorräte kaufen!

Dazu hab ich noch allerlei Zeug zum Ausmisten vorgemerkt und auf meinem Esstisch gestellt. Eine Reihe an Zeug, was einfach unnötig und unpraktisch ist: die riesige Tasse, in der der Tee viel zu schnell abkühlt, die Teller, die zu groß sind für die Spülmaschine, die überdimensionierte Trinkflasche. Eine Reihe von Zeug, von dem ich einfach zu viel habe oder von dem der Liebste und ich künftig gemeinsam zu viel haben werden: kleine Schüsseln, die dritte Thermoskanne, leere Teedosen. Und: alle Töpfe außer zwei - der neue Herd ist ein Induktionsherd, das können die meisten meiner Töpfe nicht. Sieht ziemlich beeindruckend aus.

Samstag, 30. Januar 2016

Big News!

Endlich kann ich ihn erzählen, den schon angekündigten Grund, warum #daskannweg 2016 einen Zahn zulegt: Der Liebste und ich ziehen zusammen!

...

Da, wo jetzt diese drei Punkte stehen, habe ich in den letzten fünf Minuten versucht hinzuschreiben, wie wir uns freuen. Wie verrückt. Irrsinnig. Extrem. Alles völlig ungeeignet, um das Gefühl zu beschreiben. Deshalb hier nur: Wir freuen uns. Sehr. Und sind sehr glücklich.

Und nun Schluss mit der Rührseligkeit - es gibt viel zu tun :) Wenn nämlich Mitte/Ende März mein ganzer Kram in einen Lkw gepackt und runter nach Mannheim gebracht wird, heißt es nicht nur #daskannweg: Fernbeziehung. Sondern auch: #daskannweg: ein Riesenhaufen Kram.

Denn:

Es gibt – natürlich! - eine unglaubliche Menge an Dingen, die wir doppelt haben: Fernseher, Staubsauger, Handrührer, Bügeleisen, Bügelbrett und so weiter und so weiter und so weiter. Von Möbeln will ich erst gar nicht anfangen. Wobei ich in diesem Punkt glücklicherweise kaum #daskannweg-Entscheidungen treffen muss, weil der Großteil meiner Möbel mitkommen wird.

Es gibt – natürlich! - eine unglaublich Menge an Dingen, von denen wir ZU VIEL haben werden: Tassen, Teller, Gläser, Handtücher, Bettwäsche …

Wir legen zwei Wohnungen zusammen, und meine Wohnung ist ziemlich groß. Insgesamt verlieren wir grob überschlagen fast 40 Quadratmeter Wohnfläche. Das ist total okay, immerhin ziehen wir zusammen, damit wir uns öfter über den Weg laufen – da brauchen wir keine Wohnung, in der wir uns nie begegnen. Aber es bedeutet, dass wir weniger Platz für Dinge haben. Zumal an den Stellen in unserer Wohnung, an denen sich die vier Doppelflügel-Balkontüren befinden (jaaaaa!), kein Platz ist für Schränke. 
Zwei dieser Balkone sind bald unsere :)
Außerdem muss ich mir bei jedem Stück überlegen: Will ich das wirklich so unbedingt behalten, dass ich es einpacken und wieder auspacken will? Das könnte das Dinge-Behalten noch mal auf eine harte Probe stellen.

Ach, ich freu mich. Am meisten natürlich auf den Liebsten, den Neuanfang, die neue Stadt, die neue Wohnung. Aber auch: auf weniger Kram. Auf Schluss machen mit allem, was ich nur noch aus Bequemlichkeit behalten hab. Ein Leben mit lauter Lieblingsdingen, das ist der Plan. Hab ich schon geschrieben, dass ich mich freue?

Donnerstag, 5. November 2015

Übers Aufbrauchen

Wer mag schon Wiederholungen? Ich jedenfalls nicht. Man könnte sagen, ich bin regelrecht abwechslungssüchtig. Habe ich nur zwei Brotbeläge zur Auswahl, esse ich am Wochenende zum Frühstück nur ein Brötchen. Sind aber Cheddar, Zeigenkäse, Serranoschinken UND Salami da, ärgere ich mich, dass ich nach eineinhalb schon satt bin. Es gibt einige Filme, die ich mir eigentlich gern ein zweites Mal ansehen würde. Aber jedesmal, wenn ich so etwas tue, ärgere ich mich: In der Zeit könnte ich schließlich auch einen Film sehen, den ich noch nicht kenne. Und als letzte Woche bei der Chorprobe jemand meinen Pulli lobte und jemand anderes sagte: "Stimmt, den hattest du letzte Woche doch auch an, ist mir gleich aufgefallen, wirklich hübsch", war mir das ziemlich unangenehm.

Diese Abwechslungssucht hat einige irritierende Folgen. Sie äußert sich beispielsweise in einer leicht beschämenden Anzahl rosa- und pinkfarbener Kapuzenpullover. Aber hey! Ich mag sie alle ... alle vier (Ich schwöre außerdem, sie sind alle sehr, sehr unterschiedlich! Echt jetzt.). Insofern besteht hier kein #daskannweg-Aktionsbedarf.

Anders sieht es mit Verbrauchsgütern aus. Das Gewürzfach in meinem Schrank und mein Vorratsschrank füllen sich abwechslungssucht-bedingt immer wieder auf magische Weise mit Lebensmitteln. Sie aufzubrauchen, bevor sie ablaufen (oder zumindest, bevor sie so lange abgelaufen sind, dass ich sie irgendwann nicht mehr essen mag), ist manchmal der reinste Psychoterror. (Ihr erinnert euch an "Hör auf zu horten", nehme ich an.)

Glücklicherweise gibt es auch Verbrauchsgüter, die nicht so schnell verbraucht werden müssen. Zum Beispiel Badezusatz. Aufgrund der beschriebenen Abwechslungsssucht - und weil ich immer mal wieder einen geschenkt bekam - hatte ich Anfang 2014 eine beachtliche Sammlung an Badezusätzen. Nun finde ich Baden an und für sich großartig, aber öfter als ein-, zweimal im Monat steige ich dann doch eher selten in die Wanne. Ich fasste also zu Beginn des #daskannweg-Jahres den Entschluss: Von nun an wird aufgebraucht! Keine neuen Badezusätze mehr, so lange die alten nicht leer sind. 

Ich weiß nicht mehr genau, wie viele verschiedene Sorten es waren, aber: Es waren viele. So viele, dass das siffige, billige Körbchen randvoll war damit, Flasche an Flasche. Vorige Woche waren es nur noch drei. Eins davon war ein Badezusatz namens "Zeit für Zweisamkeit" mit schwarzem Nachtjasmin. Ich hatte es lange vermieden, es zu benutzen, denn ich hatte noch in Erinnerung, dass ich es nicht mochte. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen, selten hat Baden so wenig Spaß gemacht wie in dieser betörend-schweren Suppe. Nach dem Bad landete "Zeit für Zweisamkeit" straight im Müll. Und ich kann - nicht ohne Stolz - vermelden: mission accomplished. Denn nun besitze ich nur noch zwei Badezusätze, einer davon zur Entspannung, der andere gegen aufkommende Erkältung. Kann man nix gegen sagen, oder was meint ihr?

Aufbrauchen ist quasi #daskannweg light. Es beginnt mit dem Gedanken: Ich habe genug davon, ich brauche nichts Neues. Oft genug stelle ich dann aber während des Aufbrauchens fest, dass ich gar keine Lust habe aufzubrauchen. Dass es einen Grund gibt, warum ich den Badezusatz/die Gewürzmischung/das Parfüm/die Halsbonbons noch nicht aufgebraucht habe, warum ich mir vorher mehr vom Ähnlichen, Anderes, Neues gekauft habe. Dann wird aus dem #dasbrauchichauf doch noch ein #daskannweg.

A propos: Das siffige Körbchen, in dem nun nur noch zwei Flaschen Badezusatz ganz verloren herumstehen - das kann auch weg.

Samstag, 20. Dezember 2014

Tag 354 - Das silberfarbene Kulturtäschchen

Vorigen Freitag war hier auf dem Blog ein geschrottwichteltes Kulturtäschchen dran. Bei der Gelegenheit zählte ich meine Kulturtäschchen durch und kam auf die leicht schockierende Zahl sieben. Ganz ehrlich: Sieben Kulturtäschchen lassen sich beim besten Willen durch nichts rechtfertigen. Sechs eigentlich auch nicht, aber es ist schon mal ein Anfang.

Das silberfarbene Kulturtäschchen ist das am wenigsten hübsche der sieben. Es ist weder selbstgenäht noch ein Geschenk und hat keine Eigenschaften, die es aus der Masse der anderen herausheben. Es kann weg.

Samstag, 13. Dezember 2014

Tag 347 - Die rostige Teedose

In der Zeitschrift "Neon" gibt es eine Rubrik namens "Vom Leben gelernt". Nun, dazu hab ich auch etwas beizutragen: Teedosen sollte man zum Reinigen nicht in die Spülmaschine geben - sie rosten. Ist in diesem konkreten Fall aber zu verschmerzen: Ich bin ziemlich resistent gegen die Produktinnovationen der Teeindustrie und trinke immer dieselben paar Sorten, und für die habe ich mehr als genug Teedosen: Im Schrank stehen noch drei weitere leere. Die rostige Teedose kann also weg. 

Freitag, 12. Dezember 2014

Tag 346 - Das Kulturtäschchen

Ih Lieben, ich muss Abbitte leisten: Dieser Blogpost ist einen Tag überfällig. 345 Tage war ich so diszipliniert, und dann das: Am Tag nach der Weihnachtsfeier - gestern - musste ich morgens bis zur letzten möglichen Sekunde im Bett liegen. Das führte dazu, dass ich am gesamten gestrigen Tag nur etwa 45 wache Minuten in meiner Wohnung verbrachte - und keine Zeit hatte zu bloggen. Ich bitte um Nachsicht und reiche hiermit das #daskannweg für Tag 346 nach.

Das Kulturtäschchen steht in direktem Zusammenhang zu den Ausschweifungen des Donnerstagabends. Auf der Weihnachtsfeier nämlich wurde gewichtelt. Für eine Schrottwichtelacquise ist das Täschchen eigentlich ziemlich unschrottig, zumal auch noch gut brauchbare Beautyartikel in Reisegröße drin waren. Der Werbeaufdruck allerdings und die Tatsache, dass ich eine beachtliche Vielzahl an Kulturtäschchen in vergleichbarer Größe besitze (kurz nachgezählt: sieben. Sieben. Sieben? SIEBEN!), machen die Sache zu einem klaren Fall: Das Kulturtäschchen kann weg. 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Tag 338 - Die Plätzchen- Ausstecher

Jedes Jahr am Samstag vorm ersten Advent backen wir Plätzchen, das ist seit Jahren Tradition. Vom Backwahn des vorigen Wochenendes liegt nun noch eine große Tüte mit Plätzchen-Ausstechern bei mir in der Küche. Ich hab so viele Plätzchen-Ausstecher, ich könnte sicher mehrere Bleche Plätzchen ausstechen, ohne einen Ausstecher zweimal verwenden zu müssen. Dabei steche ich gar nicht gern aus - das ist mir viel zu viel klebriges Gefummel. Lieber forme ich mit der Hand Kugeln oder Kipferl, portioniere mit dem Löffel oder schneide Plätzchen von der Rolle, so wie meine geliebten Orangen-Ingwer-Heidesand.

Schnell war klar: Einige Plätzchen-Ausstecher können weg. Ich hab mich für die großen entschieden - denn wenn Ausstech-Plätzchen, dann bitte kleine, damit man noch eine zweite (oder dritte ... oder vierte ...) Sorte probieren kann. Außerdem mag ich lieber die klassischen Formen: Herzen, Sterne, Monde ohne Nasen. Wenn man keine Lust hat, seine Plätzchen aufwändig mit Zuckerguss zu verzieren, kann man den Engel und den Weihnachtsmann eh nicht voneinander unterscheiden, und den springenden Hirsch erkennt man gleich gar nicht. Helene, wollt ihr die Ausstecher haben?

Samstag, 29. November 2014

Tag 333 - Die kleinen Marmeladengläser

Jedes Jahr am ersten Adventswochenende kommt meine Mama und wir backen Plätzchen. Mit dabei sind zwei Freundinnen von mir und inzwischen auch die Kinder der einen. So ist es Tradition. Ebenfalls Tradition ist, dass Mama meinen Freundínnen selbstgekochte Marmelade mitbringt.

So war's auch dieses Jahr - für mich ein willkommener Anlass, Mama ein halbes Dutzend kleine Marmeladengläser zu überreichen. Die nämlich können weg, das ist auch mir klar. Ich schaff es aber offensichtlich einfach nicht, sie gleich in den Glasmüll zu werfen, das kommt mir falsch vor: Die sind doch noch gut! Ich muss sie immer erst ausspülen und aufbewahren, falls man sie doch noch mal brauchen könnte. Offensichtlich eine Macke, die nicht wegzukriegen ist, denn erkannt hab ich sie bereits am 23. Juni, und die Gläser, die ihr hier seht, haben sich seitdem angesammelt.

Ich werte es als kleinen Erfolg, dass der Gläserhort umgezogen ist: vom Fach über der Dunstabzugshaube ins ziemlich kleine Fach über dem Gewürzfach. Da ist nur halb so viel Platz. Zuletzt war es schon ziemlich schwierig, neue Gläser im Fach zu platzieren (weil voll, da sind auch noch leere Teedosen und Vorratsgläser drin). Und immer wenn das Fach voll ist, wird es künftig heißen: Die können weg.

Freitag, 24. Oktober 2014

Tag 297 - Der Mini-Baumschmuck

Auch nachdem die Weihnachtselche im Juli dran glauben mussten, hab ich immer noch viel zu viel Dekokram für Weihnachten. Das werd ich alles niemals aufstellen/aufhängen/hinlegen können, nicht mal an fünf Weihnachten! Den Mini-Baumschmuck hab ich aus keinem bestimmten Grund zum Streichkandidaten ernannt - ich hatte einfach zu viel Weihnachtskram.

Und welcher Termin könnte wohl besser dafür geeignet sein, Weihnachtsdeko loszuschlagen, als ein Flohmarkt im Oktober? Was soll ich sagen, reich bin ich damit nicht geworden, aber es hat geklappt: Der Mini-Baumschmuck konnte weg.

Samstag, 4. Oktober 2014

Tag 277 - Die schwarze Kulturtasche

Je mehr Kram man hat, desto mehr Behältnisse braucht man, um ihn unterzubringen - diese Erkenntnis hatte ich schon im Mai. Aber wisst ihr was? Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte lautet: Je mehr Behältnisse man hat, desto mehr Kram sammelt man darin an. Daher: Weg mit den Sammelbehältnissen! 

In meinem Bad beispielsweise befindet sich eine große schwarze Kulturtasche. Die ist schon recht alt und innen kaputt. Und vor allem ist sie vollgestopft mit allerlei fragwürdigem Kram: verschiedenste Reisegrößen und Reise-Beautyutensilien und natürlich nach wie vor einer größeren Menge der gefürchteten Pröbchen. Zum Verreisen benutze ich sie nicht - natürlich nicht. Denn erstens habe ich noch zwei andere Kulturtaschen, die deutlich schöner und praktischer sind. Und zweitens, wenn ich damit verreisen wollte, müsste ich sie ja vorher leer räumen - und wo soll ich dann hin mit dem fragwürdigen Kram?

Die schwarze Kulturtasche kann weg. Ihren Inhalt hab ich auf meinen Tisch gekippt und werd ihn mir mal kritisch vornehmen. Da ist sicher auch noch das eine oder andere dabei, was diese Wohnung demnächst verlassen könnte ...

Donnerstag, 25. September 2014

Tag 268 - Die silbernen Ohrringe

Wenn man sie so auf einem Haufen sieht, ist es schon kurios: Ich besitze drei extrem ähnliche Paar kleine silberne Ohrringe, allesamt Geschenke, passend zum vor zwei Wochen aussortierten Silberschmuck.

Zieht man jetzt noch in Betracht, wie häufig ich Ohrringe trage - nämlich so gut wie nie - wird endgültig klar: Die können weg. Ein Paar behalte ich für besondere Anlässe, die anderen beiden verkloppe ich auf dem Flohmarkt. Am 12. Oktober in der Fabrik - kommt gern vorbei!

Mittwoch, 24. September 2014

Tag 267 - Die warmen Socken

Es ist schon ein bisschen absurd, wie viele Paar warme Socken ich habe: mindestens zwölf Paar (vielleicht sind noch welche in der Wäsche). Seit ich letztens einen Berg normale Socken asssortiert habe, sind in meiner Sockenschublade fast ebenso viele warme Socken zu finden wie normale. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Warme Socken trage ich in erster Linie zuhause, das heißt: nicht in Schuhen. Sie kriegen also keine Löcher und müssen nicht weggeworfen werden. Davon abgesehen: Wenn man so viele warme Socken hat wie ich, kommen die pro Paar auch selten dran und haben wenig Gelegenheit, sich abzunutzen.

Es gibt jedoch überhaupt keinen Grund, so viele warme Socken zu besitzen. Daher hab ich die am wenigsten geliebten drei Paar jetzt aussortiert, die mit den einschneidenden Bündchen und dem komischen Synthetikmaterial. Die können weg.

Donnerstag, 18. September 2014

Tag 261 - Der Bademantel

Wie viele Bademäntel habt ihr? Na? Ich wette, ich hab mehr: drei nämlich. Einen alten, einen schönen - und diesen. Der türkisfarbene Bademantel war mal eine Notlösung. Vor etlichen Jahren, es muss 2005 oder 2006 gewesen sein, hatte ich mich in einen ebenfalls türkisfarbenen Bademantel von Habitat verliebt. Ich bestellte ihn, dann gab es einige Verwirrung und mehrere Besuche im Habitat-Store, und das Ganze endete damit, dass der Bademantel ausverkauft war.

Ich wollte dann aber unbedingt einen türkisfarbenen Bademantel und so kaufte ich diesen. Aus Fleece. Fleece allerdings ist so gar nicht bademantel-geeignet: Es saugt kein Wasser auf. Der Bademantel ist also eigentlich gar kein Bademantel, sondern ein Morgenmantel. Einen Morgenmantel brauche ich aber nicht. Ich trage ihn manchmal mit einem Handtuch drunter, aber das ist alles Mist, denn er ist ziemlich voluminös und außerdem schwitzt man. Der BadeMorgenmantel kann weg.

Donnerstag, 4. September 2014

Tag 245 - Die Kabel

 
Mal wieder im Schrank gekramt, mal wieder einen größeren Haufen Elektrokram in die Finger gekriegt, den ich nicht mehr brauche. Tütenweise Schrauben und Halterungen, die bei meinem PC dabei waren - er läuft auch ohne den Kram tiptop und ich sehe nicht die Gefahr, dass sich das ändert. Zur Sicherheit hab ich alles noch mal dem Liebsten vorgelegt, der der größere Hardware-Experte in unserer Beziehung ist. Er hatte keine Einwände dagegen, dass ich das Zeug loswerde.

Desweiteren fand ich ein VGA-Kabel - mein Monitor hat nicht mal mehr einen VGA-Anschluss -, ein VGA-DVI-Anschluss - dito - und diverse Kabel in mehrfachster Ausführung, weshalb ich heute feierlich verabschiede: ein paar Festplattenkabel, ein Netzwerkkabel, einen Kaltgerätestecker. Das kann alles weg. Ich hab immer noch genug Ersatz.

Montag, 1. September 2014

Tag 242 - Die Mauspads

Ein paar Mal in meinem Leben habe ich mir eher teure Mauspads gekauft. Gamer-Mauspads. Bis ich im vorigen Jahr eine ziemlich fiese und langwierige Sehnenscheidenentzündung bekam. Dann ging ich in den Laden und kaufte mir für 5 Euro ein Mauspad mit Gelknubbel fürs Handgelenk. Dem Handgelenk geht's besser damit, und deshalb zogen die ziemlich teuren Gamer-Mauspads in den Karton zu den unbenutzten Routern und dem anderen Elektrokram

Wer ehrlich zu sich selbst ist, muss zugeben: Kein Mensch braucht ein Ersatz-Mauspad. Die Mauspads können weg.

Freitag, 29. August 2014

Tag 239 - Der Router ohne WLAN

Mit Routern und mir, das ist eine ganz komische Sache. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich ja schon mal radikal ausgemistet; damals lautete die Bestandsaufnahme: vier Router. Zwei davon habe ich damals entsorgt, einer mit Wackelkontakt, einer vermutlich kaputt - wer braucht schon vier Router?! Übrig blieben der Netgear-Router, der dieses Posting gerade ans Internet weiterschickt, und ein D-Link-Router, der bisher in der Elektrokram-Kiste herumlag, versehen mit einem Zettel: "funktioniert - ohne WLAN".

Ich erinnere mich noch daran, wie ich den Router außer Betrieb nahm. Ich hatte mein erstes Smartphone gerade erst gekauft und stellte überrascht fest, dass der Router kein WLAN hatte. Da ich nie ein Notebook besessen habe, hatte ich das vorher gar nicht vermisst. Also kaufte ich einen neuen Router und steckte den D-Link-Router in eine Kiste. Wahrscheinlich, weil ich dachte: "Vielleicht geht der WLAN-Router mal kaputt und dann habe ich diesen noch als Ersatz". Das ist zwar schön gedacht, aber brauche ich wirklich sofort einen funktionierenden Router, FALLS der andere mal kaputt gehen sollte? Ins Internet kann das Smartphone auch so. Und erwähnte ich bereits, dass ich zwei Minuten von einem Atelco entfernt wohne und mir einen neuen kaufen könnte? Ich brauche keinen Ersatzrouter. Er kann weg.

Donnerstag, 21. August 2014

Tag 231 - Das Fieberthermometer

Wie bereits berichtet, war der Liebste vorige Woche krank. Der Liebste hatte Fieber. Oder vielmehr, er glaubt, dass er Fieber hatte, denn ein Fieberthermometer besitzt er nicht - ein Umstand, der mich, aus der Ferne mitleidend, doch irritierte: Man muss doch wissen, wie hoch das Fieber ist! (muss man natürlich nicht, man merkt ja selber, ob es einem schlecht geht, aber irgendwie freue ich mich immer, wenn ich Schwarz-auf-Display sehe, dass ich das Recht habe, mich schlecht zu fühlen)

Wie es der Zufall will, habe ich zwei Fieberthermometer (don't ask) - ein Umstand, der mir erst in dem Moment auffiel, als ich über das fehlende Fieberthermometer im Haushalt einige hundert Kilometer südlich von hier nachdachte. Das eine kann weg. Ich nehme es heute Abend mit in den Süden. Was für ein romantisches Mitbringsel ...

Mittwoch, 20. August 2014

Tag 230 - Der Käsehobel

Wer einen Käsehobel hat, kann Käse hobeln - was vielleicht bei bestimmten Gelegenheiten durchaus nützlich sein kann (wenn man auch sagen muss, dass es ein Messer im Grunde auch tut). Wer aber zwei Käsehobel hat, kann ... nun. Doppelt so viel Käse hobeln? Gleich viel Käse in der Hälfte der Zeit hobeln? Mit zwei Leuten gleichzeitig Käse hobeln? Ihr merkt selber: Es gibt keinen guten Grund, zwei Käsehobel zu besitzen. Der Hobel kann weg.