Beim Verpacken des Schrottwichtel-Geschenks kamen immerhin einige mit Nikolausmützen geschmückte Katzen zum Einsatz. Was aber tun mit dem Rest? Sie können weg, keine Frage. Vielleicht hat im Büro jemand Verwendung dafür. Ich nehm sie mal mit.
2014 habe ich mich jeden Tag von einem Gegenstand aus meinem Besitz getrennt. Das hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt und wirkt bis heute nach. Zwölf Jahre später trennen der Liebste und ich uns wieder von Kram – für mehr Freude und mehr Leichtigkeit im Leben.
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Sonntag, 14. Dezember 2014
Tag 348 - Die Weihnachtsaufkleber
Diese unglaublich trashigen Weihnachtsaufkleber hab ich in meiner Weihnachtsdeko-Kiste gefunden. Ich weiß nicht mehr, wie die in meinen Besitz kamen. Keinesfalls würde ich sowas je kaufen.
Beim Verpacken des Schrottwichtel-Geschenks kamen immerhin einige mit Nikolausmützen geschmückte Katzen zum Einsatz. Was aber tun mit dem Rest? Sie können weg, keine Frage. Vielleicht hat im Büro jemand Verwendung dafür. Ich nehm sie mal mit.
Beim Verpacken des Schrottwichtel-Geschenks kamen immerhin einige mit Nikolausmützen geschmückte Katzen zum Einsatz. Was aber tun mit dem Rest? Sie können weg, keine Frage. Vielleicht hat im Büro jemand Verwendung dafür. Ich nehm sie mal mit.
Freitag, 31. Oktober 2014
Tag 304 - Die Schachtel mit Modeschmuck
Wegwegweg mit diesem Zeug, und weil ich keine Lust hab, das alles einzeln zu verbloggen, umfasst dieses Posting die ganze Box samt Inhalt. Das muss dann aber auch reichen bis Montag, denn ich bin mal wieder beim Liebsten im Süden und die Erfahrung lehrt, dass die Zeit und Lust zu bloggen da deutlich gedämpft sind. Außerdem muss ich haushalten mit dem, was ich noch habe - das Jahr hat immerhin noch 51 Tage.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Tag 296 - Der Diät-Ratgeber
Ihr alle wisst, dass ich vor Peinlichkeiten nicht zurückschrecke. Wenn ich eine Erklärung dafür hätte, wie der Diät-Ratgeber in meinen Besitz gekommen ist, ich würde sie nennen. Allerdings: Ich habe keine. Ich bin zwar eher der Keine-Diät-Typ als der Diät-Typ, aber glaubt mir, keine Diät kriege ich auch ohne Buch ganz gut hin.
Ich kann euch nur sagen, dass ich dieses Buch auf dem Dachboden gefunden habe, als ich die Sachen für den Flohmarkt zusammengepackt habe. Und ich weiß, dass es jetzt weg ist. Offenbar hat es jemand gekauft. Nicht mal daran kann ich mich mehr erinnern. Ist dieses Buch ein Phantom? Womöglich. Ich werde es wohl nicht mehr erfahren.
Ich kann euch nur sagen, dass ich dieses Buch auf dem Dachboden gefunden habe, als ich die Sachen für den Flohmarkt zusammengepackt habe. Und ich weiß, dass es jetzt weg ist. Offenbar hat es jemand gekauft. Nicht mal daran kann ich mich mehr erinnern. Ist dieses Buch ein Phantom? Womöglich. Ich werde es wohl nicht mehr erfahren.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Tag 294 - Der Elch und der Hase
Kuscheltiere und ich, wir sind durch miteinander. Schon lange. Das fiel mir spätestens im Frühjahr vor sieben Jahren auf, als mir ein Mann zum zweiten Treffen ein Kuscheltier mitbrachte und mir übergab mit den Worten: "Ich wusste nicht, ob du Blumen magst." Es gab kein drittes Treffen.
Ich möchte nicht nur keine Kuscheltiere geschenkt bekommen, ich möchte sie auch nicht unbedingt um mich haben, weshalb dieser 2002 aus Kanada importierte Elch irgendwann auf den Dachboden umziehen musste. Da hat er jetzt lang genug gewohnt - er kann weg. Vielleicht mag ja jemand mit ihm kuscheln. Er hätte es verdient. Ich bin lediglich nicht die Richtige für ihn. Der Hase kann gleich noch mit weg, einfach weil ich für Hasen ebenfalls keine rechte Verwendung habe.
Ich möchte nicht nur keine Kuscheltiere geschenkt bekommen, ich möchte sie auch nicht unbedingt um mich haben, weshalb dieser 2002 aus Kanada importierte Elch irgendwann auf den Dachboden umziehen musste. Da hat er jetzt lang genug gewohnt - er kann weg. Vielleicht mag ja jemand mit ihm kuscheln. Er hätte es verdient. Ich bin lediglich nicht die Richtige für ihn. Der Hase kann gleich noch mit weg, einfach weil ich für Hasen ebenfalls keine rechte Verwendung habe.
Sonntag, 19. Oktober 2014
Tag 292 - Die Blumendeko
Ihr Lieben, heute kürzester Blogpost des Jahres, weil: a) es ist spät und ich bin müde und b) über diese Blumendeko gibt's eigentlich nicht mehr zu sagen als dass sie schon lange unbenutzt in meinem Schrank liegt. Sie konnte daher über die "zu verschenken"-Box im Hausflur - weg.
Freitag, 17. Oktober 2014
Tag 290 - Die Kerzen
Die Schummelwoche geht weiter mit noch mehr Dingen, die am Sonntag mit mir auf dem Flohmarkt waren. Ich hoffe, ihr seht mir nach, dass da nicht nur Highlights dabei sein können. Ihr wisst ja: Alles muss raus :)
Also, ich und Kerzen. Ich finde Kerzen prinzipiell eine gute Sache, aber auch ein bisschen überbewertet. Genau wie dieses ganze Romantikding. Im Zweifel finde ich ein Candlelight-Dinner zuhause mit Tischdecke und Rotwein weniger romantisch als nach Pizza und Bier bei einem guten Film einzuschlafen, mit dem Kopf auf dem Schoß des Liebsten. Mit anderen Worten: Kerzen schaden nicht, man kann aber auch ohne sie einen schönen Abend haben.
Diese Einstellung zu Kerzen führt dazu, dass ich nicht immer dran denke, sie anzumachen. Und das wiederum führt dazu, dass sie sich anhäufen. Die rote Herzkerze und den (wie ich glaube) handgeschreinerten Teelichthalter hab ich schon ewig in meiner Kerzensammlung. Und weil ich Herzkerzen irre kitschig finde und Teelichthalter teeniemäßig (wenn schon, dann richtige Kerzen!), konnten die beiden weg. Sie gehören zu den Dingen, die Anfang der Woche in meinem Hausflur neue Liebhaber fanden.
Also, ich und Kerzen. Ich finde Kerzen prinzipiell eine gute Sache, aber auch ein bisschen überbewertet. Genau wie dieses ganze Romantikding. Im Zweifel finde ich ein Candlelight-Dinner zuhause mit Tischdecke und Rotwein weniger romantisch als nach Pizza und Bier bei einem guten Film einzuschlafen, mit dem Kopf auf dem Schoß des Liebsten. Mit anderen Worten: Kerzen schaden nicht, man kann aber auch ohne sie einen schönen Abend haben.
Diese Einstellung zu Kerzen führt dazu, dass ich nicht immer dran denke, sie anzumachen. Und das wiederum führt dazu, dass sie sich anhäufen. Die rote Herzkerze und den (wie ich glaube) handgeschreinerten Teelichthalter hab ich schon ewig in meiner Kerzensammlung. Und weil ich Herzkerzen irre kitschig finde und Teelichthalter teeniemäßig (wenn schon, dann richtige Kerzen!), konnten die beiden weg. Sie gehören zu den Dingen, die Anfang der Woche in meinem Hausflur neue Liebhaber fanden.
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Tag 289 - Der Teelichthalter aus Thailand
Ein Teelichthalter aus Thailand! Ich hab ihn Anfang 2007 auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai gekauft. Am Rand, nur auf dem unteren Bild zu sehen, mit apartem geschnitzten Blumendekor. Nun ja - was man mal alles schön fand ...
Der Teelichthalter war schon zwei Mal mit mir auf dem Flohmarkt und ist jedesmal wieder mit mir nach Hause gereist. Aber jetzt ist er weg: Er war in meiner "Zu verschenken"-Kiste im Hausflur und jemand hat ihn mitgenommen. Auch viele andere Schätze aus der Kiste haben einen anonymen neuen Besitzer gefunden, zum Beispiel der Kerzenständer, der Kissenbezug und das Möchtegern-Seidentuch - ich freu mich!
Dienstag, 14. Oktober 2014
Tag 287 - Der Postkarten-Aufsteller
Dass dieser bezaubernde Postkarten-Aufsteller hier auf meinem Blog auftaucht, ist ein bisschen geschummelt. Ich hab nämlich schon vor einem Jahr beschlossen "der kann weg" und ihn in die Flohmarktkiste gesteckt. Allerdings wollte ihn keiner kaufen, und so wanderte er zurück in die Kiste und auf den Dachboden.
Eben diese Kiste hab ich am Wochenende wieder vom Dachboden geholt und auf den Flohmarkt getragen. Wieder fand der Postkarten-Aufsteller keine Liebhaber und ging zurück. Im Moment befindet er sich in einem Karton vor meiner Wohnungstür. An dem Karton hängt ein Schild "Zu verschenken" - ich hab ihn gestern da hingestellt, mit allen Dingen aus der 1-Euro-Kiste, die ich vom Flohmarkt wieder mit nach Hause genommen habe. Als ich das Foto gemacht habe, war der Postkarten-Aufsteller offenbar im toten Winkel. Regelmäßige Leser meines Blogs können aber einige alte Bekannte entdecken, etwa die Tischsets aus Plastik (zwei von vier auf dem Flohmarkt verkauft!), das türkisfarbene Haarband mit den Herzchen und die schmale braune Vase. Ich bin gespannt, was davon alles weg ist, wenn ich nachher vor die Tür trete.
Als kleine Kompensation für den geschummelten Aufsteller lege ich übrigens noch ein paar Holzblüten obendrauf für heute.
Eben diese Kiste hab ich am Wochenende wieder vom Dachboden geholt und auf den Flohmarkt getragen. Wieder fand der Postkarten-Aufsteller keine Liebhaber und ging zurück. Im Moment befindet er sich in einem Karton vor meiner Wohnungstür. An dem Karton hängt ein Schild "Zu verschenken" - ich hab ihn gestern da hingestellt, mit allen Dingen aus der 1-Euro-Kiste, die ich vom Flohmarkt wieder mit nach Hause genommen habe. Als ich das Foto gemacht habe, war der Postkarten-Aufsteller offenbar im toten Winkel. Regelmäßige Leser meines Blogs können aber einige alte Bekannte entdecken, etwa die Tischsets aus Plastik (zwei von vier auf dem Flohmarkt verkauft!), das türkisfarbene Haarband mit den Herzchen und die schmale braune Vase. Ich bin gespannt, was davon alles weg ist, wenn ich nachher vor die Tür trete.
Als kleine Kompensation für den geschummelten Aufsteller lege ich übrigens noch ein paar Holzblüten obendrauf für heute.
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Tag 275 - Die Ikea-Lampe II
Heute geht es nicht um diese beiden sehr schönen Teekannen auf dem Foto, sondern um die sehr hässliche Lampe im Hintergrund. Und ja, diese Lampe habt ihr schon mal gesehen: am 22. März. Es war die Zwillingsschwester dieser Lampe, oder richtiger gesagt: die Vierlingsschwester, denn wie ich schon am 22. März schrieb, habe ich vier davon.
Eine der tollsten Änderungen, die meine Wohnung durch den Blog erfahren hat, sind die freigeräumten Fensterbänke. Herrlich, wie man aus den Fenstern rausgucken kann, seitdem sie nicht mehr mit Pflanzen, Duftlampen und anderem Schnickschnack vollgestellt sind! Je weniger auf der Fensterbank steht, umso mehr achtet man auf die einzelnen Dinge. Im Fall der Lampe ist das keine gute Idee, denn ihre Hässlichkeit ist dann nicht mehr zu übersehen.
Die offensichtliche Hässlichkeit, plus die Tatsache, dass ich die Lampe wahrscheinlich seit dem 22. März (damals behauptete ich immerhin, ich benutze die Lampe "selten") nicht mehr angeschaltet habe, lassen nur einen Schluss zu: Die Lampe kann weg.
Eine der tollsten Änderungen, die meine Wohnung durch den Blog erfahren hat, sind die freigeräumten Fensterbänke. Herrlich, wie man aus den Fenstern rausgucken kann, seitdem sie nicht mehr mit Pflanzen, Duftlampen und anderem Schnickschnack vollgestellt sind! Je weniger auf der Fensterbank steht, umso mehr achtet man auf die einzelnen Dinge. Im Fall der Lampe ist das keine gute Idee, denn ihre Hässlichkeit ist dann nicht mehr zu übersehen.
Die offensichtliche Hässlichkeit, plus die Tatsache, dass ich die Lampe wahrscheinlich seit dem 22. März (damals behauptete ich immerhin, ich benutze die Lampe "selten") nicht mehr angeschaltet habe, lassen nur einen Schluss zu: Die Lampe kann weg.
Dienstag, 16. September 2014
Tag 259 - Die pinkfarbene Sporthose
Die pinkfarbene Sporthose ist wirklich scheußlich. Welche geistige Umnachtung mich damals veranlasste, sie zu kaufen, kann ich nicht mehr rekonstruieren. Dass sie billig war, reicht als Erklärung nicht aus. Ich hab die Hose jedoch nie im Fitness-Studio getragen, weil ich mich mit ihr genierte. Von Zeit zu Zeit trug ich sie halbherzig zuhause, immer in der Hoffnung, dass mich niemand damit sehen würde. Aber ehrlich: Das ist doch albern. Die Hose kann weg.
Mittwoch, 10. September 2014
Tag 253 - Der Schaf-Thriller
"Garou" habe ich genauso geschenkt bekommen wie den Vorgänger "Glennkill". Und ich lese ja tatächlich ganz gern Thriller. Aber Thriller mit Tieren als Hauptfiguren ... ich weiß nicht. "Glennkill" hat mich echt nicht so begeistert, dass ich da noch mal einen Abklatsch eine Fortsetzung brauche. Wenn ich's mir recht überlege, ich glaube, ich habe "Glennkill" im vorigen Jahr für einen Euro bei uns im Intranet verkauft.
So kommt es, dass der Schaf-Thriller schon seit längerer Zeit - wahrscheinlich einige Jahre?! - auf dem Regalbrett für ungelesene Bücher steht. Ich mag das Regalbrett für ungelesene Bücher nicht. Die Bücher darauf schauen mich immer so vorwurfsvoll an. Und immer, wenn ich im Laden ein Buch sehe, das ich gern kaufen würde, flüstert die Stimme der Vernunft in meinem Kopf: "Du brauchst keine neuen Bücher, du hast noch genug ungelesene zuhause!" "Garou" kann weg - vielleicht wird die Stimme dann ein bisschen leiser.
So kommt es, dass der Schaf-Thriller schon seit längerer Zeit - wahrscheinlich einige Jahre?! - auf dem Regalbrett für ungelesene Bücher steht. Ich mag das Regalbrett für ungelesene Bücher nicht. Die Bücher darauf schauen mich immer so vorwurfsvoll an. Und immer, wenn ich im Laden ein Buch sehe, das ich gern kaufen würde, flüstert die Stimme der Vernunft in meinem Kopf: "Du brauchst keine neuen Bücher, du hast noch genug ungelesene zuhause!" "Garou" kann weg - vielleicht wird die Stimme dann ein bisschen leiser.
Montag, 11. August 2014
Tag 221 - Das türkisfarbene Haarband mit den Herzchen
Was ist das eigentlich mit mir und Haarbändern? Im Januar musste ich schon mal eine Verfehlung beichten, aber dieses Haarband ist womöglich noch schlimmer. Da sind HERZCHEN drauf. Ansonsten gilt für dieses Haarband alles, was auch für das andere galt: temporäre Geisteskrankheit, niedlich für ein kleines Mädchen etc. pp.
Dummerweise ist das Haarband sehr bequem. Aber die Furcht, dass mich jemand damit sehen könnte, ist nicht wegzudiskutieren. Das Haarband kann weg.
Dummerweise ist das Haarband sehr bequem. Aber die Furcht, dass mich jemand damit sehen könnte, ist nicht wegzudiskutieren. Das Haarband kann weg.
Donnerstag, 31. Juli 2014
Tag 210 - Das dunkelrote Jerseykleid
Vor etwa drei Jahren kaufte ich im Sale dieses dunkelrote Jerseykleid. Das ist so ein kreativ geschnittenes Exemplar: Die Brüste hängen zu 98 Prozent aus dem Ausschnitt heraus - wenn man will, dass die Brustwarzen bedeckt bleiben, sollte man sich lieber nur sehr vorsichtig bewegen. Klar, das Problem kann man umgehen, indem man ein Top drunterzieht. Aber das ist irgendwie auch nicht das, was ich von einem Sommerkleid erwarte. Und auch mit Top drunter betont es die Raffung die breiteste Stelle meines Körpers - die Hüfte - auf höchst unvorteilhafte Weise. Ratet mal, wie oft ich es diesen Sommer an hatte. - Genau. Das Kleid kann weg.
Sonntag, 20. Juli 2014
Tag 199 - Das Möchtegern-Seidentuch
Urgs. Das Möchtegern-Seidentuch hab ich die Tage im Schrank wiedergefunden. Es kam beim Schrottwichteln des Schreckens in meinen Besitz. Ein Pseudo-Hermès-Carré, natürlich nicht aus Seide, sondern aus irgendwas Künstlichem, und natürlich auch nicht von Hermès.
Mir überreicht, nicht, um mich zu erfreuen, sondern, wie beim Schrottwichteln üblich, um mich zu gruseln. Diese Aufgabe hat es vortrefflich erfüllt, denn für diese Art von Tüchern fühle ich mich immer noch Jahrzehnte zu jung, und selbst in Jahrzehnten werden sie immer noch nicht mein Stil sein. Das Tuch kann weg.
Mir überreicht, nicht, um mich zu erfreuen, sondern, wie beim Schrottwichteln üblich, um mich zu gruseln. Diese Aufgabe hat es vortrefflich erfüllt, denn für diese Art von Tüchern fühle ich mich immer noch Jahrzehnte zu jung, und selbst in Jahrzehnten werden sie immer noch nicht mein Stil sein. Das Tuch kann weg.
Mittwoch, 18. Juni 2014
Tag 169 – Die Glööckler-Bettwäsche
Ich muss ich Euch ein Geheimnis verraten: Ich war schon mal
im Bett mit Harald Glööckler! Ja, wirklich. Für ein Fotoshööting pöösierten wir
gemeinsam in der Kulisse seiner Verkaufsshööw beim Shööpping-Sender QVC –
zwischen den Mikrööfaser-Laken seiner Bettwäsche-Kollektiöön!
Ich kenne Harald Glööckler seit vielen Jahren persönlich.
Wir mögen und schätzen uns gegenseitig sehr. Ich durfte ihn mehrfach in seiner
Berliner Wohnung besuchen und viele interessante Gespräche mit ihm führen. Das
Tolle an Harald: Er ist wahnsinnig großzügig, so dass man sein Haus eigentlich
nie mit leeren Händen verlässt.
So kam ich auch an einen Shopping-Gutschein bei
QVC und durfte mir aus dem Pompöös-Sortiment etwas aussuchen. Ich entschied
mich für die schwarz-goldene Mikrofaser-Bettwäsche mit Kröönchen, im Set
bestehend aus vier Teilen – zwei Kissenbezüge, zwei Decken. Mikrofaser ist ja „so
angenehm, einfach toll! Das kühlt im Sommer und wärmt im Winter, weil sich das
Material perfekt der Temperatur anpasst“, preist Herr Glööckler die Ware immer
in seiner Sendung an. „Ich selbst schlafe ja in nix anderem mehr! Das ist so
weich... ahh... und auch der Hund liebt es. Ganz einfach bei 40 Grad in die Waschmaschine...“
Nunja, mag vielleicht alles sein, aber ich habe ein Problem
mit der Mikrofaser: Dieses künstliche Gewebe lädt sich elektrisch auf. Es
knistert, wenn man die Betten aufschüttelt!
„Hauptsache, da knistert überhaupt
noch irgendwas im Bett“, würde Harald Glööckler jetzt sicherlich entgegnen. Ich
weiß auch gar nicht, ob ich überhaupt einen Mann in mein Bett einladen würde,
um mit ihm in Pompöös-Laken zu versinken. Wirklich sexy finde ich den Gedanken
nicht.
Darum, lieber Harald, tut es mir leid: Die Bettwäsche kann
weg. Ich bringe sie in den Oxfam-Laden. Dort freut sich vielleicht tatsächlich
jemand darüber und der Erlös geht an gemeinnützige Organisationen. Das ist
sicherlich in Ihrem Sinn.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Tag 163 - Die schwarze Dreiviertel-Hose
Deshalb habe ich keine Sommerhosen. Nein, gelogen, ich habe keine, die ich mag. Haben tu ich ja mindestens eine - ganz hinten im Schrank habe ich die schwarze Dreiviertelhose aufgestöbert. In der Homewear-Schublade. Da gehört sie eigentlich gar nicht hin. Dass sie da liegt, ist ein Zeichen dafür, dass sie schon länger ungeliebt ist. Quasi ein "Nicht schön genug, um sie ernsthaft auf der Straße anzuziehen"-Marker.
Wo jetzt doch gerade mal wieder Sommer ist, zumindest auf dem Thermometer, fällt mir auf, wie praktisch es wäre, eine Sommerhose zu haben, die ich mag. Und wie bescheuert es ist, eine Sommerhose zu haben, die ich niemals trage. Warum eigentlich nicht, dachte ich, als ich die Hose wieder fand, und zog sie noch mal an. Dann wusste ich es wieder: Es liegt an den Taschen. Taschen mit seitlich aufgesetzten Klappen, die mit Klettverschluss verschlossen werden sollen und genau den Teil von Hüfte und Oberschenkel betonen, von dem ich auf keinen Fall möchte, dass er betont wird. Um Himmels Willen. Die Hose kann weg. Erstmal in die Swap-Tüte. Auch wenn ich bezweifle, dass sie eine neue Besitzerin finden wird, die sie liebt.
Immer noch ungelöst ist jedoch das Problem, dass ich keine gescheite Sommerhose habe. Und das, wo ich am Sonntag in den Urlaub fahre. Hat jemand gute Tipps, wo es hübsche Exemplare gibt?
Montag, 9. Juni 2014
Tag 160 - Der dunkelblaue Pullover
Dieser Pullover (in Wahrheit ist er blauer, als auf dem Foto zu sehen) ist ein Paradoxon. Seit mindestens zehn Jahren in meinem Besitz, habe ich ihn nie geliebt. Es lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren, dass er aus furchtbarem Plastikmaterial und dann auch noch wirklich unvorteilhaft geschnitten ist.
Trotzdem widersetzt er sich seit Jahren immer wieder hartnäckig allen Versuchen, mich von ihm zu trennen. Jedesmal, wenn ich meine Swaptüten packte, hatte ich ihn in der Hand, jedesmal habe ich ihn zurück in den Schrank gelegt, weil er doch eigentlich voll okay ist, wenn man mit ihm auf dem Sofa sitzen will.
Was für ein komischer Voodoo ist das eigentlich? Ich lasse mich nicht länger von einem Pullover verhexen! Er kann weg.
Trotzdem widersetzt er sich seit Jahren immer wieder hartnäckig allen Versuchen, mich von ihm zu trennen. Jedesmal, wenn ich meine Swaptüten packte, hatte ich ihn in der Hand, jedesmal habe ich ihn zurück in den Schrank gelegt, weil er doch eigentlich voll okay ist, wenn man mit ihm auf dem Sofa sitzen will.
Was für ein komischer Voodoo ist das eigentlich? Ich lasse mich nicht länger von einem Pullover verhexen! Er kann weg.
Freitag, 6. Juni 2014
Tag 157 - Der braune Lippenstift
Braun steht mir nicht besonders. Für diese Erkenntnis musste ich allerdings erst ungefähr 30 werden. Kurz zuvor hatte ich mir diesen braun schimmernden Lippenstift angeschafft.
Letzter bekannter Aufenthaltsort: der inzwischen wohlbekannte Beautykram-Todestrakt. Reiseziel: Mülltonne. Der Lippenstift kann weg.
Letzter bekannter Aufenthaltsort: der inzwischen wohlbekannte Beautykram-Todestrakt. Reiseziel: Mülltonne. Der Lippenstift kann weg.
Samstag, 10. Mai 2014
Tag 130 - Der Angelhut mit Blumen
Man muss es sagen, wie es ist: Dieser schlimm peinliche Angelhut ist ein klarer Fall für die Fashion Police. Ein Angelhut! Beige! Mit Blumen und Punkten!
Das Schlimme daran ist, ich hab den tatsächlich mal getragen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen: Das ist viele Jahre her. Von Zeit zu Zeit verschlägt es mich in Länder, in denen viel Sonne scheint. Dann glaube ich, eine sonnenschützende Kopfbedeckung zu brauchen, und da ich finde, dass mir sonnenschützende Kopfbedeckungen nicht stehen, kaufe ich mir von Zeit zu Zeit irgendwas, Hauptsache, es schützt vor Sonne. So kam ich zu diesem Hut.
Auch bei meinen letzten beiden Urlauben glaubte ich, eine sonnenschützende Kopfbedeckung einpacken zu müssen. Ich kramte den Angelhut raus, setzte ihn auf, guckte in den Spiegel, dachte "Um Himmels willen, nee" und setzte ihn wieder ab. Wenn das kein sicheres Zeichen dafür ist, dass der Hut weg kann!
Das Schlimme daran ist, ich hab den tatsächlich mal getragen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen: Das ist viele Jahre her. Von Zeit zu Zeit verschlägt es mich in Länder, in denen viel Sonne scheint. Dann glaube ich, eine sonnenschützende Kopfbedeckung zu brauchen, und da ich finde, dass mir sonnenschützende Kopfbedeckungen nicht stehen, kaufe ich mir von Zeit zu Zeit irgendwas, Hauptsache, es schützt vor Sonne. So kam ich zu diesem Hut.
Auch bei meinen letzten beiden Urlauben glaubte ich, eine sonnenschützende Kopfbedeckung einpacken zu müssen. Ich kramte den Angelhut raus, setzte ihn auf, guckte in den Spiegel, dachte "Um Himmels willen, nee" und setzte ihn wieder ab. Wenn das kein sicheres Zeichen dafür ist, dass der Hut weg kann!
Mittwoch, 2. April 2014
Tag 92 - Die Tischsets aus Plastik
Seit einiger Zeit mehren sich die Anzeichen dafür, dass ich nicht mehr total jung bin. Wenn man total jung ist, findet man Tischsets total überflüssig. Irgendwann wird man älter und weiser und erkennt, dass manche Dinge besser auf einem Tischset landen als auf dem Esstisch. Das gilt speziell, wenn der Tisch aus Wildbuche ist und der teuerste Gegenstand, den man besitzt.
Und irgendwann wird man noch älter und noch weiser und erkennt: Auch für Tischsets müssen geschmackliche Mindeststandards gelten. Die Tischsets aus Plastik erfüllen diese Mindeststandards nicht. Sie sind, nun ja, praktisch. Aber eine hübsch gedeckte Tafel und dann liegen darauf diese Tischsets? Die Tischsets, auf denen eine Limette abgebildet ist und es steht aber "lemon" drauf, was Zitrone heißt? Nee, sorry, das passt nicht.
Die Tischsets können weg. Ich mach mal einen Versuch aufm Flohmarkt. Vielleicht zahlt ja noch jemand einen Euro dafür.
Und irgendwann wird man noch älter und noch weiser und erkennt: Auch für Tischsets müssen geschmackliche Mindeststandards gelten. Die Tischsets aus Plastik erfüllen diese Mindeststandards nicht. Sie sind, nun ja, praktisch. Aber eine hübsch gedeckte Tafel und dann liegen darauf diese Tischsets? Die Tischsets, auf denen eine Limette abgebildet ist und es steht aber "lemon" drauf, was Zitrone heißt? Nee, sorry, das passt nicht.
Die Tischsets können weg. Ich mach mal einen Versuch aufm Flohmarkt. Vielleicht zahlt ja noch jemand einen Euro dafür.
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