Das Buch "Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können" ist von Allan und Barbara Pease. Nach Jahren habe ich dieses Buch nun zum zweiten Mal gelesen. Anfangs fand ich es noch recht spannend, dann wird es immer platter und unnötig ausgedehnt, wie das häufig mit pseudowissenschaftlichen Büchern ist, die aus Amerika kommen. Zeitweise hat es richtig genervt.
Da es Ende der Neunziger zum erstmalig erschien (diese Ausgabe ist von 2004), ist sowieso die Frage, ob es inzwischen neue Erkenntnisse zu diesem Thema gibt. Das Buch kann also definitiv weg!
2014 habe ich mich jeden Tag von einem Gegenstand aus meinem Besitz getrennt. Das hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt und wirkt bis heute nach. Zwölf Jahre später trennen der Liebste und ich uns wieder von Kram – für mehr Freude und mehr Leichtigkeit im Leben.
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Sonntag, 23. November 2014
Samstag, 22. November 2014
Tag 326 - Der Joe-Cocker-Schlüsselanhänger mit Lämpchen
Habe neulich den Joe-Cocker-Schlüsselanhänger mit Lämpchen gefunden, den ich anlässlich des Konzerts 1997 in Köln bekam. Das Konzert hat mich damals nicht vom Hocker gerissen, wirkte alles sehr abgespult, mit wenig Leidenschaft. Aber die Lampe funktioniert erstaunlicherweise immer noch!
Allerdings brauche ich keinen beleuchteten Schlüsselanhänger, vor meiner Haustür ist es immer hell genug. Er kann also weg.
Allerdings brauche ich keinen beleuchteten Schlüsselanhänger, vor meiner Haustür ist es immer hell genug. Er kann also weg.
Freitag, 21. November 2014
Tag 325 - Die Basteule
Die Basteule, die ich erinnere, seit ich mich erinnern kann und die früher immer in einer Ecke des Wohnzimmers saß, hat die letzte Zeit auf dem Spiegel im Flur sitzend verbracht.
Eigentlich mag ich sie irgendwie, ist halt ein Erinnerungsstück aus meiner Kindheit, aber eigentlich mag ich sie auch irgendwie nicht – Staubfänger. Jedenfalls kann sie weg.
Eigentlich mag ich sie irgendwie, ist halt ein Erinnerungsstück aus meiner Kindheit, aber eigentlich mag ich sie auch irgendwie nicht – Staubfänger. Jedenfalls kann sie weg.
Donnerstag, 20. November 2014
Tag 324 - Die Mokkatasse
Eigentlich wollte ich die kleine, weiße Mokkatasse noch aufheben; ich fand sie immer süß und stellte mir vor, dass einmal mein Enkelkind daraus trinkt. Aber heute habe ich das Regalfach im Buffet umgeräumt und da störte sie, war einfach zu viel.
Ein Enkelkind ist nicht in Sicht und wenn es irgendwann mal da sein sollte und Kakao trinken möchte, kann es auch meine frühere Kindertasse benutzen. Die Mokkatasse kann also weg.
Ein Enkelkind ist nicht in Sicht und wenn es irgendwann mal da sein sollte und Kakao trinken möchte, kann es auch meine frühere Kindertasse benutzen. Die Mokkatasse kann also weg.
Mittwoch, 19. November 2014
Tag 323 - Der Schmetterlingsteelichthalter
Den Schmetterlingsteelichthalter finde ich immer noch hübsch, aber ich benutze ihn nie. Das liegt daran, dass das Design ausgesprochen sommerlich ist; ich finde aber, Teelichter passen nicht so richtig in diese Jahreszeit.
Der Schmetterling kann also weg; ich hoffe, jemanden zu finden, dem er Freude bereitet.
Der Schmetterling kann also weg; ich hoffe, jemanden zu finden, dem er Freude bereitet.
Dienstag, 18. November 2014
Tag 322 - Der Eierschalensollbruchstellenhersteller
In einer meiner Küchenschubladen befand sich der Eierschalensollbruchstellenhersteller, den mir ein Bekannter mal vor Jahren, wahrscheinlich aus Verlegenheit, zum Geburtstag geschenkt hat. Habe ihn mal ausprobiert und er ist ganz witzig, aber brauchen tue ich ihn nicht, zumal wir so gut wie nie Frühstückseier essen.
Er kann also weg und kommt in die Kiste für Geschenke – wenn man mal nichts Besseres hat, sozusagen aus Verlegenheit.
Er kann also weg und kommt in die Kiste für Geschenke – wenn man mal nichts Besseres hat, sozusagen aus Verlegenheit.
Montag, 17. November 2014
Tag 321 - Elisabeths Top 5
Wie froh war ich, als ich Anfang Mai durch Zufall den das-kann-weg-Blog entdeckte! Ich wusste sofort: Das ist die ideale Methode, mich endlich von Dingen zu trennen, die ich schon lange nicht mehr haben möchte, aber die ich auch nicht loslassen konnte. Mir gefällt die Art des "Abschiednehmens": ein Foto machen, sich an die Geschichte des jeweiligen Gegenstandes erinnern und dann eine gute Begründung haben, warum der aber weg kann.
Ich habe gleich damit angefangen und bin nun bei Tag 150 angelangt; eine schöne Zahl, wie ich finde, um mich auch einmal zu Wort zu melden.
Es ist unglaublich, was sich alles in Schubladen, Regalen, Schränken befindet, ohne je benutzt zu werden. Ich bin in den letzten 15 Jahren dreimal umgezogen und habe alle diese Dinge immer wieder mit mir herum geschleppt.
Ich habe eine Hitliste der fünf Sachen - in aufsteigender Reihenfolge - verfasst, die am längsten vergeblich auf ihre Benutzung gewartet haben:
Die farbigen Weingläser, die bei meinen Eltern "für gut" in der Vitrine standen, aber - soweit mich mich erinnere - nie benutzt wurden, stehen auch bei mir seit mehr als 13 Jahren im Schrank, ebenfalls unbenutzt. Ein einziges Mal habe ich aus einem von ihnen Rotwein getrunken, danach nie wieder. Das liegt auch daran, dass ich das Design eigentlich unappetitlich finde; es reizt mich nicht, daraus etwas zu mir zu nehmen.
Die Spiegelreflexkamera mit Zoom-Objektiv ist mindestens 22 Jahre lang nicht benutzt worden. Ich wollte sie eigentlich verwenden, um mich mit Fotografie zu beschäftigen. Nicht wegen der Fotografie, sondern weil es mir immer so imponiert hat, wenn Leute mit großen Kameras umgehen können und weil es toll aussieht, wie sie am Objektiv drehen, um die Schärfe etc. einzustellen. Mein Mann hatte schon Filme für mich besorgt, die haben inzwischen das Verfallsdatum lange überschritten. Und dann habe ich mir überlegt, dass Filme-Entwicklung-Abzüge-machen im Zeitalter der digitalen Fotografie viel zu umständlich und teuer ist. Ich werde es also nie tun.
Der Fächer, den ich aus Andalusien mitgebracht habe, lag seit 24 Jahren in der Schublade.
Ein Quirl. Als ich vor 32 Jahren als Studentin meine ersten Küchenutensilien kaufte dachte ich, so ein
Quirl gehört in jede Küche, sozusagen als Basisausrüstung.Tja, hat wohl nicht gestimmt; kann mich nicht erinnern, ihn je benutzt zu haben.
Den Rekord hält jedoch sicher eine winzige Springform. Die besitze ich seit meiner Kindheit (wie lange das her ist, verrate ich jetzt nicht). Sie ist, soweit ich weiß, nur ein einziges Mal ausprobiert worden. Wahrscheinlich ist der Mini-Kuchen sogar angebrannt.
Ein Problem, das sich auch mir stellt, ist die Frage: Wohin mit dem ganzen Kram? Das Meiste davon ist zu schade, um es einfach wegzuwerfen. Einiges steht immer noch an seinem Platz, obwohl ich es innerlich schon losgelassen habe. Aber vieles habe ich verschenkt (Freundinnen und Verwandte, Bücherkiste, Kleiderkammer) oder per Inserat verkauft. Ein nicht unbeträchtlicher Teil wartet in mehreren Kisten darauf, zum Flohmarkt gebracht zu werden. Dafür ist es dieses Jahr in Anbetracht der fortgeschrittenen Jahreszeit wohl schon zu spät. Aber ich bin überzeugt davon, dass nach und nach alle Dinge ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden, die hoffentlich eine andere ist, als bei mir unbenutzt ein trauriges, unbeachtetes Dasein zu fristen.
Jedenfalls werde ich weiter fröhlich ausmisten!
Elisabeth
Ich habe gleich damit angefangen und bin nun bei Tag 150 angelangt; eine schöne Zahl, wie ich finde, um mich auch einmal zu Wort zu melden.
Es ist unglaublich, was sich alles in Schubladen, Regalen, Schränken befindet, ohne je benutzt zu werden. Ich bin in den letzten 15 Jahren dreimal umgezogen und habe alle diese Dinge immer wieder mit mir herum geschleppt.
Ich habe eine Hitliste der fünf Sachen - in aufsteigender Reihenfolge - verfasst, die am längsten vergeblich auf ihre Benutzung gewartet haben:
Die farbigen Weingläser, die bei meinen Eltern "für gut" in der Vitrine standen, aber - soweit mich mich erinnere - nie benutzt wurden, stehen auch bei mir seit mehr als 13 Jahren im Schrank, ebenfalls unbenutzt. Ein einziges Mal habe ich aus einem von ihnen Rotwein getrunken, danach nie wieder. Das liegt auch daran, dass ich das Design eigentlich unappetitlich finde; es reizt mich nicht, daraus etwas zu mir zu nehmen.
Die Spiegelreflexkamera mit Zoom-Objektiv ist mindestens 22 Jahre lang nicht benutzt worden. Ich wollte sie eigentlich verwenden, um mich mit Fotografie zu beschäftigen. Nicht wegen der Fotografie, sondern weil es mir immer so imponiert hat, wenn Leute mit großen Kameras umgehen können und weil es toll aussieht, wie sie am Objektiv drehen, um die Schärfe etc. einzustellen. Mein Mann hatte schon Filme für mich besorgt, die haben inzwischen das Verfallsdatum lange überschritten. Und dann habe ich mir überlegt, dass Filme-Entwicklung-Abzüge-machen im Zeitalter der digitalen Fotografie viel zu umständlich und teuer ist. Ich werde es also nie tun.
Der Fächer, den ich aus Andalusien mitgebracht habe, lag seit 24 Jahren in der Schublade.
Ein Quirl. Als ich vor 32 Jahren als Studentin meine ersten Küchenutensilien kaufte dachte ich, so ein
Quirl gehört in jede Küche, sozusagen als Basisausrüstung.Tja, hat wohl nicht gestimmt; kann mich nicht erinnern, ihn je benutzt zu haben.
Den Rekord hält jedoch sicher eine winzige Springform. Die besitze ich seit meiner Kindheit (wie lange das her ist, verrate ich jetzt nicht). Sie ist, soweit ich weiß, nur ein einziges Mal ausprobiert worden. Wahrscheinlich ist der Mini-Kuchen sogar angebrannt.
Ein Problem, das sich auch mir stellt, ist die Frage: Wohin mit dem ganzen Kram? Das Meiste davon ist zu schade, um es einfach wegzuwerfen. Einiges steht immer noch an seinem Platz, obwohl ich es innerlich schon losgelassen habe. Aber vieles habe ich verschenkt (Freundinnen und Verwandte, Bücherkiste, Kleiderkammer) oder per Inserat verkauft. Ein nicht unbeträchtlicher Teil wartet in mehreren Kisten darauf, zum Flohmarkt gebracht zu werden. Dafür ist es dieses Jahr in Anbetracht der fortgeschrittenen Jahreszeit wohl schon zu spät. Aber ich bin überzeugt davon, dass nach und nach alle Dinge ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden, die hoffentlich eine andere ist, als bei mir unbenutzt ein trauriges, unbeachtetes Dasein zu fristen.
Jedenfalls werde ich weiter fröhlich ausmisten!
Elisabeth
Sonntag, 22. Juni 2014
Tag 173 - Die falschen Prinzen
Ich erinnere mich daran, wie ich als ganz kleines Mädchen fasziniert vor dem Terrarium saß und den Frosch beobachte. Ich wollte ihn immer anfassen und seine leuchtend grüne Haut streicheln, aber das Vieh ließ sich nur ungern einfangen und dachte überhaupt nicht daran, still zu sitzen sobald es den Duft der Freiheit zu verspüren glaubte.
Vielleicht stammt meine Liebe zu Fröschen aus dieser frühkindlichen Prägung. Vielleicht hat mir meine Mutter aber auch zu oft aus dem Märchenbuch vorgelesen.
Wenn ich heute gemütlich auf meinem Sofa lümmle, schweift mein Blick nämlich immer noch auf Frösche. Sie sitzen über die Ränge verteilt im Bücherregel. Einer bewacht das Gesamtwerk von Feridun Zaimoglu, ein anderer die französischen Realisten, ein dritter die Sparte „Frauenromane“ etc. Der große Keramik-Frosch wohnt auf meinem Balkon. Die Frösche haben sich mit den Jahren bei mir angesammelt. Manche waren ein Geschenk an die ewige Single-Frau (wahnsinnig witzig, hihi!); manche habe ich mir selbst gekauft, wenn ich sie zufällig in einem Laden entdeckte. Ich habe jedenfalls nie bewusst nach Fröschen Ausschau gehalten.
Je öfter ich heute jedoch mein Regal sehe, umso häufiger denke ich mir: „Die Frösche müssen weg.“ Irgendwie bin ich das nicht mehr. Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen, „die kleine Prinzessin“, die davon träumt, den Froschkönig zu heiraten. Es wäre sicherlich gesünder gewesen für mein Seelenheil, wenn ich einige der falschen Prinzen, die ich in den vergangenen Jahren geküsst habe, direkt an die Wand geklatscht hätte. Viele Tränen wären mir erspart geblieben.
Die Frösche stehen sinnbildlich für eine Phase meines Lebens, die längst vorbei ist. Darum ist es besser, wenn wir ab sofort getrennte Wege gehen. Denn: Wie soll ich zuversichtlich in die Zukunft blicken, wenn die Vergangenheit immer präsent ist? Das Geheimnis heißt „Loslassen“. Nicht nur von Materiellem, sondern auch von inneren Einstellungen. Das ist nicht unbedingt leicht. Es kann verdammt weh tun; der Schmerz zerreißt einem das Herz. Aber was muss, das muss.
In diesem Sinne verabschiede ich mich von Euch bei „Das kann weg“. Mir haben die neun Tage großen Spaß gemacht – ich hoffe, Euch auch! Danke an Angie für die Erfahrung. Ich habe in der Woche noch viele andere Dinge ausgemistet, die nicht den Weg hier in den Blog gefunden haben. Dennoch gut, dass Du ab morgen wieder übernimmst!
Samstag, 21. Juni 2014
Tag 172 - Die Hexenbox plus das Zauberbuch
Vom Sternzeichen her bin ich Fisch, Aszendent Fisch. Solchen Menschen sagt man allgemein nach, sie seien hypersensibel und hätten einen Hang zum Übersinnlichen. Dem stimme ich zu. Ich interessiere mich für alles Spirituelle, glaube daran, dass es Dinge gibt, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen. Der Fluss der Energien ist so eine Sache. Oder aber auch die Macht der guten Gedanken. Ich verlasse beispielsweise niemals das Haus ohne eine Sicherheitsnadel, da diese Unheil von mir abwenden soll. Ein dummer Aberglaube, mag sein, aber ich habe ihn in mein Leben integriert und er stört ja auch sonst weiter niemanden.
Als mir vor einigen Jahren beim Sommerbasar in meinem alten Verlag die Hexenbox in die Hände fiel, war klar, dass ich sie mit nach Hause nehmen würde. Um genau zu sein, waren es ursprünglich sogar zwei dieser Boxen. Die zweite verschenkte ich an eine Freundin, die damit an einem Silvesterabend in Leipzig sehr viel Spaß hatte.
Das Set beinhaltet ein Buch "Zaubersprüche und Rituale für weiße Hexen" sowie diverse magische Utensilien wie eine Kerze, ein Pendel, bunte Bänder oder Räucherwerk. Im Buch werden verschiedene Rituale beschrieben: "Seelensucher", "Erotikelixier", "Familienglück", "Glückszauber", "Babysegen", um ein paar Beispiele zu nennen. Bei einem Zauber soll man den Namen seines Herzenspartners auf einen Zettel schreiben, diesen bei Neumond verbrennen und die Asche in der Erde einer Pflanze vergraben. Dann soll man irgendeinen Spruch aufsagen und dreimal um die Pflanze laufen. Naja, oder so ähnlich. Ihr stellt Euch das jetzt alle sicherlich bereits bildlich vor: Wie Christine sich in ihrer eigenen Wohnung komplett zum Obst macht und darauf hofft, dass der Zauber in Erfüllung geht.
Natürlich ist das alles Quatsch. Aber wir alle befinden uns manchmal in Situationen, in denen wir kein Licht am Ende des Tunnels sehen und denken, dass allein ein Wunder uns noch retten kann.
Die Hexenbox kann also weg. Und das Zauberbuch "Der magische Haushalt" gleich mit. Das habe ich nämlich tatsächlich irgendwann einmal selbst bei Amazon bestellt und wundere mich immer noch, warum ich bis heute ständig so seltsame Kaufempfehlungen bekomme. Bei Interesse gerne melden. Vielleicht liest hier ja eine echte weiße Hexe mit - ich bin leider keine.
Freitag, 20. Juni 2014
Tag 171 – Der Kasten Bier auf dem Balkon
Der heutige Post ist mir fast ein wenig peinlich, denn er
beweist, wie uncool ich doch eigentlich bin. Ich horte Bier, anstatt einfach
mal abends eine Flasche weg zu zischen. Mit dem Kasten Becks auf dem Balkon
verhält es sich ähnlich wie mit der Süßkartoffel: Er steht seit meinem
Geburtstag rum, und ich weiß nichts damit anzufangen. Allerdings bereits seit
meinem Geburtstag 2013...
Ich feiere nicht permanent Partys in meiner Wohnung. Das
soll nicht heißen, ich sei ungesellig oder so. Nein, ganz im Gegenteil. Mein
Bier trinke ich jedoch lieber auswärts mit Freunden. Wenn ich zuhause Alkohol
trinke, dann selten allein und meist eher Wein oder Aperol Spritz. Das dann
auch gerne auf meinem gemütlichen Balkon.
Das Becks sind immer noch die Reste meiner Geburtstagsparty
im März 2013. 19 Flaschen, haltbar bis Juli 2013.
Nichts ist peinlicher, als
wenn auf einer Feier plötzlich das Bier ausgeht und irgendwer spät nachts zur
Tankstelle fahren muss, um Nachschub zu besorgen. Ich hatte damals zwei Kästen
Bier und etliche Flaschen Prosecco besorgt. Kasten Nr.1 trank sich wie von
selbst – aber dann wollte plötzlich keiner mehr was.
„Gut, trinken wir ein
andermal“, dachte ich. „Kommt schon weg.“ Nee, tut es leider nicht. Denn
eigentlich mag ich das grüne Becks selbst gar nicht so sehr. Ist mir zu herb.
Ich hatte es für die anwesenden Männer besorgt.
Fazit: Seit März 2013 waren ganz offensichtlich zu wenige
Männer in meiner Wohnung, sonst wäre der Schandfleck längst beseitigt. Ich habe
eine Flasche geöffnet und probiert, ob man das Zeug noch trinken kann: Ist
okay. Etwas bitter vielleicht. Ich lebe noch, leider weder unter
Halluzinationen, noch Lähmungserscheinungen. Ich lade Euch herzlich ein zum gemeinsamen
Bier-Vernichten! Nächste Woche? Mit Fußball-Gucken? Wer hat Lust
vorbeizukommen?
Donnerstag, 19. Juni 2014
Tag 170 – Die Nuttenstiefel und die Totenkopf-Ballerinas
Ich liebe Stiefel. Ich besitze so viele davon, dass ich über
den Sommer häufig den Überblick verliere, wie viele Paar ich eigentlich noch
rumstehen habe.
Das graue Paar Lederstiefel aus Straußenleder fristet jedoch
schon seit fast drei Jahren einen Dornröschenschlaf im Karton. Ungetragen, denn
die Schuhe sind sehr hoch und haben ein wahnsinnig unbequemes Fußbett.
Ich
traue mich nicht, das Haus damit verlassen, aus Angst, ich könnte fallen oder
vor Schmerzen plötzlich keinen Schritt mehr gehen. Ich glaube an "das Gedächtnis der Füße", wie ich es nenne. Alles, was du deinen Füßen an Aua antust, werden sie dir niemals verzeihen und dich bei passender Gelegenheit wieder daran erinnern. Außerdem wirken die Stiefel
irgendwie nuttig. Ich könnte sie zuhause tragen, aber selbst dafür sind sie mir
zu unbequem.
Ich habe sie damals noch in meinem alten Job in Rastatt in der
Mittagspause erstanden. Zu den nächstgelegenen Shopping-Möglichkeiten rund um
den Verlag zählte neben dm und Aldi auch ein Schuhgeschäft, in dem ich aus
Langeweile mindestens einmal pro Woche vorbeischaute. Sie waren jedenfalls ein
Schnäppchen: Reduziert von ursprünglich 130 Euro auf 60!
So unbequem wie die Nuttenstiefel, so wahnsinnig gemütlich
sind meine Totenkopf-Ballerinas. Sie stammen nicht aus besagtem Geschäft,
sondern sind von C&A. 9 Euro, glaub ich, und ich habe sie drei Sommer lang
wirklich gerne in der Freizeit getragen. Die Totenköpfe lächeln so nett, finde ich. Als ich sie vor ein paar Wochen wieder
aus dem Schrank nahm, stellte ich fest, dass die Sohle gebrochen ist. Leider.
Die Nuttenstiefel und die Totenkopf-Ballerinas können weg.
Die Stiefel bringe ich zu „Second Moments“ und hoffe, noch ein paar Euro dafür
zu bekommen. Die Ballerinas wandern schweren Herzens in den Müll.
Mittwoch, 18. Juni 2014
Tag 169 – Die Glööckler-Bettwäsche
Ich muss ich Euch ein Geheimnis verraten: Ich war schon mal
im Bett mit Harald Glööckler! Ja, wirklich. Für ein Fotoshööting pöösierten wir
gemeinsam in der Kulisse seiner Verkaufsshööw beim Shööpping-Sender QVC –
zwischen den Mikrööfaser-Laken seiner Bettwäsche-Kollektiöön!
Ich kenne Harald Glööckler seit vielen Jahren persönlich.
Wir mögen und schätzen uns gegenseitig sehr. Ich durfte ihn mehrfach in seiner
Berliner Wohnung besuchen und viele interessante Gespräche mit ihm führen. Das
Tolle an Harald: Er ist wahnsinnig großzügig, so dass man sein Haus eigentlich
nie mit leeren Händen verlässt.
So kam ich auch an einen Shopping-Gutschein bei
QVC und durfte mir aus dem Pompöös-Sortiment etwas aussuchen. Ich entschied
mich für die schwarz-goldene Mikrofaser-Bettwäsche mit Kröönchen, im Set
bestehend aus vier Teilen – zwei Kissenbezüge, zwei Decken. Mikrofaser ist ja „so
angenehm, einfach toll! Das kühlt im Sommer und wärmt im Winter, weil sich das
Material perfekt der Temperatur anpasst“, preist Herr Glööckler die Ware immer
in seiner Sendung an. „Ich selbst schlafe ja in nix anderem mehr! Das ist so
weich... ahh... und auch der Hund liebt es. Ganz einfach bei 40 Grad in die Waschmaschine...“
Nunja, mag vielleicht alles sein, aber ich habe ein Problem
mit der Mikrofaser: Dieses künstliche Gewebe lädt sich elektrisch auf. Es
knistert, wenn man die Betten aufschüttelt!
„Hauptsache, da knistert überhaupt
noch irgendwas im Bett“, würde Harald Glööckler jetzt sicherlich entgegnen. Ich
weiß auch gar nicht, ob ich überhaupt einen Mann in mein Bett einladen würde,
um mit ihm in Pompöös-Laken zu versinken. Wirklich sexy finde ich den Gedanken
nicht.
Darum, lieber Harald, tut es mir leid: Die Bettwäsche kann
weg. Ich bringe sie in den Oxfam-Laden. Dort freut sich vielleicht tatsächlich
jemand darüber und der Erlös geht an gemeinnützige Organisationen. Das ist
sicherlich in Ihrem Sinn.
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