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Sonntag, 11. Januar 2026

Ein Streamingdienst reicht!

Hallo ich bin Micha, der Mann von Angie! Schon 2014 habe ich ihre Blog-Aktivitäten bewundert und eher im Hintergrund begleitet. Ich fand es toll, dass wir das Projekt wieder neu starten und dass ich diesmal mitmachen darf. Schon beim ersten Mal habe ich gemerkt, wie befreiend die Trennung von Dingen ist, die einen nur belasten und einen nicht im Leben weiterbringen. Mal schauen, wie die Reise dieses Mal wird. 

Vor Weihnachten kam die Nachricht, dass Disney+ die Preise erhöht: Premium (für 4K-Fernseher) kostet jetzt 15,99 Euro im Monat. Ich habe im ersten Moment nicht drüber nachgedacht. Wir können uns das leisten, es sind nur 2 Euro mehr pro Monat. Aber als ich an Neujahr aufwachte, dachte ich: Mensch, wir haben drei Streamingdienste, ich schaue sehr viel YouTube, und dann gibt es noch die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen. Brauchen wir das alles? Wir können ja eh immer nur eins gleichzeitig gucken.

Disney+ haben wir schon eine ganze Weile, "The Mandalorian" war damals für mich der Grund, das Abo abzuschließen. 1000 Marvel-Filme und -Serien (die konstant schlechter werden), 1000 Star-Wars-Filme und -Serien (die konstant schlechter werden, außer "Andor"), Disney/Pixar-Filme - das klang nach einem guten Angebot, zumal Disney+ anfangs deutlich günstiger war. Inzwischen haben wir alles gesehen, was wir sehen möchten, daher waren wir nicht bereit, noch mehr zu bezahlen.

Angie hatte schon seit Jahren Amazon Prime Video. Für uns war schon länger der kostenlose Prime-Versand das Argument, es zu behalten. Vor Kurzen haben wir noch angefangen, auf Prime "The Expanse" zu gucken. Aber die Werbung macht es wirklich kaputt. Immer die gleichen Spots, teilweise auch sehr kurz hintereinander. Ich hatte auch das Gefühl, dass es zum Beispiel an Sonntagen besonders viel Werbung gab. 

Zusätzlich habe ich für mich den guten Jahresvorsatz getroffen, weniger bei Amazon zu bestellen und dem Aufruf zum Digital Independance Day zu folgen:


Wusstet ihr, dass Jeff Bezos so viel Geld verdient, dass er sich jede WOCHE ein Burj Khalifa (das höchste Haus der Welt) kaufen könnte? Ich möchte dazu beitragen, dass das nächste nur eine Stahltürklinke hat und keine aus Gold.

Und als letzten Punkt noch: Die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen und gerade Arte-Dokus sind einfach klasse. Gute Unterhaltung oder Wissenswertes, Natur und auch teilweise wirklich sehr gute Filme - und die GEZ-Gebühr muss man ja sowieso bezahlen. Ich kann nur empfehlen, da mal reinzuschauen.

Netflix hat übrigens als letzter Streaminganbieter überlebt. Wir haben uns überlegt, die Anbieter durchzurotieren, also immer nur ein Streamingabo zu haben. Das schont den Geldbeutel, und wir müssen nicht endlos durch verschiedene Angebote scrollen, um zu entscheiden, was wir als Nächstes gucken wollen. Es ist eh keine gute Idee, etwas zu gucken, weil es nichts kostet, sondern ich möchte bewusst entscheiden, wofür ich meine Fernsehfreizeit opfere. Ich schaue gern Filme und Serien - am liebsten solche, die mich wirklich interessieren, über die ich vorher was gelesen habe oder die mir empfohlen wurden.

Daher hoffe ich, dass jetzt wieder weniger Zeit mit Streamingdienste-Gucken verbringe und bewusster entscheide, was ich schauen möchte.

Und sonst so? Das hier:


Samstag, 10. Januar 2026

Tschüss, Zeitfresser!

Der Liebste steht morgens um 6 Uhr auf und geht zur Arbeit. Ich könnte entspannt weiterschlafen, nur ist es leider so: Wenn ich morgens aufwache, bin ich wach. Ich bin lausig darin, noch mal einzuschlafen. Also stehe ich auf - drei Stunden, bevor ich üblicherweise im Büro bin. 

Ich könnte auch früher ins Büro gehen. Ich weiß allerdings genau: Nur weil ich früher hingehe, gehe ich nicht früher heim. In der Redaktion kommen gern ab 17 Uhr Leute aus den Ecken gekrochen und wollen was von mir. Denn wenn die Meetings um sind, haben die vielbeschäftigten Leute Zeit zu reden; das will ich nicht verpassen. Regelmäßig sind auch noch Dinge zu tun, die nicht bis zum nächsten Morgen warten können. 

Also bleibe ich morgens lieber länger zu Hause, sitze rum mit einer Tasse Tee, lese Nachrichten oder gucke vor mich hin, schreibe Nachrichten an liebe Freundinnen, überweise fällige Rechnungen oder lege Wäsche zusammen. In stressigen Arbeitswochen kurz vor Abgabe gucke ich in meine diversen Postfächer und checke, ob irgendwas brennt (ehrlich gesagt mache ich das nicht nur dann, aber das ist eine andere Geschichte). 

Oft genug ist danach aber immer noch Zeit. Ich würde gern behaupten, dass ich dann etwas Sinnvolles tue. Sonnengrüße mache oder kluge Bücher lese. Die Wahrheit ist: Oft verdaddel ich diese Zeit mit Quatsch. So kam ich an "Cozy Grove: Camp Spirit". Das ist eins von diesen Spielen, die man ohne Zusatzkosten auf seinem iPad installieren kann, wenn man Netflix-Abo hat. Ich bemühe mal die App-Store-Beschreibung: "In dieser entspannenden Fortsetzung der beliebten Lebenssimulation, in der Herzlichkeit großgeschrieben wird, viele neue Dinge hergestellt und gebaut werden können und neue Inselabenteuer auf dich warten, hilfst du niedlichen Bärengeistern, Frieden zu finden."

Das Spiel hat eine halbwegs niedliche Grafik und eine halbwegs niedliche Story. Für eine Weile hat es mir erstaunlich viel Spaß gemacht - wahrscheinlich, weil man dabei wunderbar sein Gehirn ausschalten kann. Der Geisterbär hat seine Aufzeichnungen verloren, die Katze will Pilzpfanne fressen, um die zu kochen, brauche ich Salat, eine komische Hasenessenz und natürlich Pilze, die Pilze muss ich vorher rösten, und so weiter, und so weiter, und so weiter. Rumrennen, Sachen sammeln, zusammenbasteln. Intellektuelle Herausforderung? Null.


Die meisten Aufträge müssen am selben Tag abgeschlossen werden. Sind die erledigt, gibt es nicht so richtig was zu tun. Und am nächsten Tag geht es wieder von vorne los, die Katze will nun vielleicht ein Glas Sauerkraut, und der Geisterbär hat schon wieder seine Aufzeichnungen verloren. Spannender wird's nicht.

Scheitern ist unmöglich. Und auch wenn das in einer Welt voller komplexer Probleme eine angenehme Abwechslung ist: Das Spiel ist eine To-do-Liste, die sich jeden Tag aufs Neue füllt. Mit Aufgaben, die mich keinem einzigen bedeutungsvollen Ziel näherbringen. Ein elender Zeitfresser. Ich hab's deinstalliert.

Und sonst so? Das hier: