Wer mag schon Wiederholungen? Ich jedenfalls nicht. Man könnte sagen, ich bin regelrecht abwechslungssüchtig. Habe ich nur zwei Brotbeläge zur Auswahl, esse ich am Wochenende zum Frühstück nur ein Brötchen. Sind aber Cheddar, Zeigenkäse, Serranoschinken UND Salami da, ärgere ich mich, dass ich nach eineinhalb schon satt bin. Es gibt einige Filme, die ich mir eigentlich gern ein zweites Mal ansehen würde. Aber jedesmal, wenn ich so etwas tue, ärgere ich mich: In der Zeit könnte ich schließlich auch einen Film sehen, den ich noch nicht kenne. Und als letzte Woche bei der Chorprobe jemand meinen Pulli lobte und jemand anderes sagte:
"Stimmt, den hattest du letzte Woche doch auch an, ist mir gleich
aufgefallen, wirklich hübsch", war mir das ziemlich unangenehm.
Diese Abwechslungssucht hat einige irritierende Folgen. Sie äußert sich beispielsweise in einer leicht beschämenden Anzahl rosa- und pinkfarbener Kapuzenpullover. Aber hey! Ich mag sie alle ... alle vier (Ich schwöre außerdem, sie sind alle sehr, sehr unterschiedlich! Echt jetzt.). Insofern besteht hier kein #daskannweg-Aktionsbedarf.
Anders sieht es mit Verbrauchsgütern aus. Das Gewürzfach in meinem Schrank und mein Vorratsschrank füllen sich abwechslungssucht-bedingt immer wieder auf magische Weise mit Lebensmitteln. Sie aufzubrauchen, bevor sie ablaufen (oder zumindest, bevor sie so lange abgelaufen sind, dass ich sie irgendwann nicht mehr essen mag), ist manchmal der reinste Psychoterror. (Ihr erinnert euch an "Hör auf zu horten", nehme ich an.)
Glücklicherweise gibt es auch Verbrauchsgüter, die nicht so schnell verbraucht werden müssen. Zum Beispiel Badezusatz. Aufgrund der beschriebenen Abwechslungsssucht - und weil ich immer mal wieder einen geschenkt bekam - hatte ich Anfang 2014 eine beachtliche Sammlung an Badezusätzen. Nun finde ich Baden an und für sich großartig, aber öfter als ein-, zweimal im Monat steige ich dann doch eher selten in die Wanne. Ich fasste also zu Beginn des #daskannweg-Jahres den Entschluss: Von nun an wird aufgebraucht! Keine neuen Badezusätze mehr, so lange die alten nicht leer sind.
Ich weiß nicht mehr genau, wie viele verschiedene Sorten es waren, aber: Es waren viele. So viele, dass das siffige, billige Körbchen randvoll war damit, Flasche an Flasche. Vorige Woche waren es nur noch drei. Eins davon war ein Badezusatz namens "Zeit für Zweisamkeit" mit schwarzem Nachtjasmin. Ich hatte es lange vermieden, es zu benutzen, denn ich hatte noch in Erinnerung, dass ich es nicht mochte. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen, selten hat Baden so wenig Spaß gemacht wie in dieser betörend-schweren Suppe. Nach dem Bad landete "Zeit für Zweisamkeit" straight im Müll. Und ich kann - nicht ohne Stolz - vermelden: mission accomplished. Denn nun besitze ich nur noch zwei Badezusätze, einer davon zur Entspannung, der andere gegen aufkommende Erkältung. Kann man nix gegen sagen, oder was meint ihr?
Aufbrauchen ist quasi #daskannweg light. Es beginnt mit dem Gedanken: Ich habe genug davon, ich brauche nichts Neues. Oft genug stelle ich dann aber während des Aufbrauchens fest, dass ich gar keine Lust habe aufzubrauchen. Dass es einen Grund gibt, warum ich den Badezusatz/die Gewürzmischung/das Parfüm/die Halsbonbons noch nicht aufgebraucht habe, warum ich mir vorher mehr vom Ähnlichen, Anderes, Neues gekauft habe. Dann wird aus dem #dasbrauchichauf doch noch ein #daskannweg.
A propos: Das siffige Körbchen, in dem nun nur noch zwei Flaschen Badezusatz ganz verloren herumstehen - das kann auch weg.
2014 habe ich mich jeden Tag von einem Gegenstand aus meinem Besitz getrennt. Das hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt und wirkt bis heute nach. Zwölf Jahre später trennen der Liebste und ich uns wieder von Kram – für mehr Freude und mehr Leichtigkeit im Leben.
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Donnerstag, 5. November 2015
Samstag, 20. Dezember 2014
Tag 354 - Das silberfarbene Kulturtäschchen
Vorigen Freitag war hier auf dem Blog ein geschrottwichteltes Kulturtäschchen dran. Bei der Gelegenheit zählte ich meine Kulturtäschchen durch und kam auf die leicht schockierende Zahl sieben. Ganz ehrlich: Sieben Kulturtäschchen lassen sich beim besten Willen durch nichts rechtfertigen. Sechs eigentlich auch nicht, aber es ist schon mal ein Anfang.
Das silberfarbene Kulturtäschchen ist das am wenigsten hübsche der sieben. Es ist weder selbstgenäht noch ein Geschenk und hat keine Eigenschaften, die es aus der Masse der anderen herausheben. Es kann weg.
Das silberfarbene Kulturtäschchen ist das am wenigsten hübsche der sieben. Es ist weder selbstgenäht noch ein Geschenk und hat keine Eigenschaften, die es aus der Masse der anderen herausheben. Es kann weg.
Freitag, 12. Dezember 2014
Tag 346 - Das Kulturtäschchen
Ih Lieben, ich muss Abbitte leisten: Dieser Blogpost ist einen Tag überfällig. 345 Tage war ich so diszipliniert, und dann das: Am Tag nach der Weihnachtsfeier - gestern - musste ich morgens bis zur letzten möglichen Sekunde im Bett liegen. Das führte dazu, dass ich am gesamten gestrigen Tag nur etwa 45 wache Minuten in meiner Wohnung verbrachte - und keine Zeit hatte zu bloggen. Ich bitte um Nachsicht und reiche hiermit das #daskannweg für Tag 346 nach.
Das Kulturtäschchen steht in direktem Zusammenhang zu den Ausschweifungen des Donnerstagabends. Auf der Weihnachtsfeier nämlich wurde gewichtelt. Für eine Schrottwichtelacquise ist das Täschchen eigentlich ziemlich unschrottig, zumal auch noch gut brauchbare Beautyartikel in Reisegröße drin waren. Der Werbeaufdruck allerdings und die Tatsache, dass ich eine beachtliche Vielzahl an Kulturtäschchen in vergleichbarer Größe besitze (kurz nachgezählt: sieben. Sieben. Sieben? SIEBEN!), machen die Sache zu einem klaren Fall: Das Kulturtäschchen kann weg.
Das Kulturtäschchen steht in direktem Zusammenhang zu den Ausschweifungen des Donnerstagabends. Auf der Weihnachtsfeier nämlich wurde gewichtelt. Für eine Schrottwichtelacquise ist das Täschchen eigentlich ziemlich unschrottig, zumal auch noch gut brauchbare Beautyartikel in Reisegröße drin waren. Der Werbeaufdruck allerdings und die Tatsache, dass ich eine beachtliche Vielzahl an Kulturtäschchen in vergleichbarer Größe besitze (kurz nachgezählt: sieben. Sieben. Sieben? SIEBEN!), machen die Sache zu einem klaren Fall: Das Kulturtäschchen kann weg.
Freitag, 7. November 2014
Tag 311 - Das blumige Parfüm
Noch ein Parfüm, mögen die treuen Blogleser denken, wir wissen doch längst, dass sie kein Parfüm mag. In der Tat, und man kann auch sehen, dass das Parfüm noch so gut wie voll ist, obwohl ich es 2011 gekauft habe. Dennoch brauchte ich 311 Tage, um mich davon zu trennen. Der Grund sind die Erinnerungen, die ich damit verbinde.
Ich hab das Parfüm mit meiner Freundin Julia gekauft, im Frühjahr 2011. Ich erinnere mich noch daran, wie wir nach der Arbeit zusammen in die Stadt gingen, zu Yves Rocher. Ich weiß noch, was für ein schöner Tag es war, wie wir gelacht und worüber wir geredet haben. Auch wenn ich das Parfüm nicht benutze - der Duft erinnert mich an diesen Tag. Und an Julia, die vor drei Jahren gestorben ist.
Doch für das Parfüm gilt dasselbe wie für das Marmeladenglas, von dem ich mich schon im April getrennt habe (mit Verderblichem war es einfacher): Ich brauche es nicht zum Erinnern. Und deshalb kann es weg.
Ich hab das Parfüm mit meiner Freundin Julia gekauft, im Frühjahr 2011. Ich erinnere mich noch daran, wie wir nach der Arbeit zusammen in die Stadt gingen, zu Yves Rocher. Ich weiß noch, was für ein schöner Tag es war, wie wir gelacht und worüber wir geredet haben. Auch wenn ich das Parfüm nicht benutze - der Duft erinnert mich an diesen Tag. Und an Julia, die vor drei Jahren gestorben ist.
Doch für das Parfüm gilt dasselbe wie für das Marmeladenglas, von dem ich mich schon im April getrennt habe (mit Verderblichem war es einfacher): Ich brauche es nicht zum Erinnern. Und deshalb kann es weg.
Mittwoch, 5. November 2014
Tag 309 - Die Augencreme
Liebe Kosmetikindustrie, es tut mir leid. Ich bin einfach zu undiszipliniert, um mich täglich mit all den tollen Cremes und Pasten zu beschmieren, die ihr freundlicherweise entwickelt habt, damit wir Frauen gepflegt und faltenlos aussehen.
Augencreme ist sicher eine gute Idee und vielleicht hilft sie sogar gegen Fältchen. Aber sie läuft immer schneller ab, als ich sie auch nur ansatzweise aufbrauchen kann. Denn ich vergesse an 98 Prozent der Tage einfach, sie zu benutzen.
Und ehrlich gesagt möchte ich mein Leben lieber genießen, als stundenlang vorm Spiegel zu stehen und hier noch eine Augencreme einklopfen, da noch Dekolletécreme einzumassieren und dort noch meine Ellbogen mit Ellbogencreme einzureiben (alles schon in der Hand gehabt!). Was kommt als nächstes? Kleiner-Zeh-Creme? Ohne mich. Die Augencreme kann weg.
Augencreme ist sicher eine gute Idee und vielleicht hilft sie sogar gegen Fältchen. Aber sie läuft immer schneller ab, als ich sie auch nur ansatzweise aufbrauchen kann. Denn ich vergesse an 98 Prozent der Tage einfach, sie zu benutzen.
Und ehrlich gesagt möchte ich mein Leben lieber genießen, als stundenlang vorm Spiegel zu stehen und hier noch eine Augencreme einklopfen, da noch Dekolletécreme einzumassieren und dort noch meine Ellbogen mit Ellbogencreme einzureiben (alles schon in der Hand gehabt!). Was kommt als nächstes? Kleiner-Zeh-Creme? Ohne mich. Die Augencreme kann weg.
Dienstag, 7. Oktober 2014
Tag 280 - Die kühlende Fußmaske
Eine kühlende Fußmaske! Mama, wenn du das hier liest, wirst du wahrscheinlich schallend lachen. Denn dass ich keine kühlende Fußmaske brauche - eher eine Wärmflasche! - ist nun wirklich nichts Neues. Ist bestimmt nützlich, wenn man im Job den ganzen Tag auf den Beinen ist, vor allem im Sommer. So steht's auch auf dem Schild, das unten draufgeklebt ist: "vor allem im Sommer". Da steht auch: "Die erfrischende Kühle hält für Stunden an." Mich fröstelt schon, wenn ich das abtippe.
Ich glaube, die kühlende Fußmaske kam mal über eine Überraschungstüte auf dem Weihnachtsbasar in meinen Besitz. Bewusst zum Kauf entschieden hätte ich mich niemals. Auch weil die Maske wahrscheinlich ziemlich teuer ist, wenn man sie nicht gerade aus einer Überraschungstüte vom Weihnachtsbasar zieht. Schnäppchen-Alarm! Was auch erklärt, warum ich die Maske immer noch besitze: Sie war einfach so ein toller Deal, dass es eine Schande gewesen wäre, sie wegzutun ...
Ich hab die Fußmaske sogar mal ausprobiert, fehlt nämlich was in dem Tiegel. Allerdings ist es mir nicht gelungen, sie aufzubrauchen, bevor sie abgelaufen ist: am 28.11.2007. Das steht auf einem kleinen Aufkleben, den ich gerade entdeckt hab (Faszinierend. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die schon so lange habe!). Die Maske kann weg.
Ich glaube, die kühlende Fußmaske kam mal über eine Überraschungstüte auf dem Weihnachtsbasar in meinen Besitz. Bewusst zum Kauf entschieden hätte ich mich niemals. Auch weil die Maske wahrscheinlich ziemlich teuer ist, wenn man sie nicht gerade aus einer Überraschungstüte vom Weihnachtsbasar zieht. Schnäppchen-Alarm! Was auch erklärt, warum ich die Maske immer noch besitze: Sie war einfach so ein toller Deal, dass es eine Schande gewesen wäre, sie wegzutun ...
Ich hab die Fußmaske sogar mal ausprobiert, fehlt nämlich was in dem Tiegel. Allerdings ist es mir nicht gelungen, sie aufzubrauchen, bevor sie abgelaufen ist: am 28.11.2007. Das steht auf einem kleinen Aufkleben, den ich gerade entdeckt hab (Faszinierend. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die schon so lange habe!). Die Maske kann weg.
Samstag, 4. Oktober 2014
Tag 277 - Die schwarze Kulturtasche
Je mehr Kram man hat, desto mehr Behältnisse braucht man, um ihn unterzubringen - diese Erkenntnis hatte ich schon im Mai. Aber wisst ihr was? Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte lautet: Je mehr Behältnisse man hat, desto mehr Kram sammelt man darin an. Daher: Weg mit den Sammelbehältnissen!
In meinem Bad beispielsweise befindet sich eine große schwarze Kulturtasche. Die ist schon recht alt und innen kaputt. Und vor allem ist sie vollgestopft mit allerlei fragwürdigem Kram: verschiedenste Reisegrößen und Reise-Beautyutensilien und natürlich nach wie vor einer größeren Menge der gefürchteten Pröbchen. Zum Verreisen benutze ich sie nicht - natürlich nicht. Denn erstens habe ich noch zwei andere Kulturtaschen, die deutlich schöner und praktischer sind. Und zweitens, wenn ich damit verreisen wollte, müsste ich sie ja vorher leer räumen - und wo soll ich dann hin mit dem fragwürdigen Kram?
Die schwarze Kulturtasche kann weg. Ihren Inhalt hab ich auf meinen Tisch gekippt und werd ihn mir mal kritisch vornehmen. Da ist sicher auch noch das eine oder andere dabei, was diese Wohnung demnächst verlassen könnte ...
In meinem Bad beispielsweise befindet sich eine große schwarze Kulturtasche. Die ist schon recht alt und innen kaputt. Und vor allem ist sie vollgestopft mit allerlei fragwürdigem Kram: verschiedenste Reisegrößen und Reise-Beautyutensilien und natürlich nach wie vor einer größeren Menge der gefürchteten Pröbchen. Zum Verreisen benutze ich sie nicht - natürlich nicht. Denn erstens habe ich noch zwei andere Kulturtaschen, die deutlich schöner und praktischer sind. Und zweitens, wenn ich damit verreisen wollte, müsste ich sie ja vorher leer räumen - und wo soll ich dann hin mit dem fragwürdigen Kram?
Die schwarze Kulturtasche kann weg. Ihren Inhalt hab ich auf meinen Tisch gekippt und werd ihn mir mal kritisch vornehmen. Da ist sicher auch noch das eine oder andere dabei, was diese Wohnung demnächst verlassen könnte ...
Dienstag, 23. September 2014
Tag 266 - Das Massageöl
Stressig ist es dieser Tage bisweilen, da kann man sich schon mal den Nacken verspannen. Weshalb ich den Liebsten kürzlich bat, mir den Nacken zu massieren, und in meinem Nachtschränkchen nach Massageöl kramte. Das Massageöl, genauer gesagt, das sinnliche Ylang Ylang Massageöl von Body Shop, befindet sich schon so lange im Nachtschränkchen, dass ich nicht mehr rekonstruieren kann, wie es dort hineingelangte. Sicher ist nur, dass es nie benutzt wurde, es ist nämlich noch voll.
Über Ylang Ylang kann man googeln, es rieche "exotisch süß", "lieblich", feminin", "intensiv", netörend", "sinnlich" und "fruchtig-blumig". Offenbar ist es in Chanel No. 5 drin.
Bei ätherische-Öle.net überschlägt man sich fast vor Begeisterung über diesen Duft: "Ja, das Ylang Ylang-Öl steht für Sexualität und Sinnlichkeit, es entspricht dem, was wir uns unter der orientalischen Welt mit ihren Zaubern vorstellen. Es entkrampft und hat eine ausgleichende Wirkung, macht uns bereit für die schönen Seiten des Lebens, es gibt uns Ruhe und die Muse für schöne Dinge. Wenn man unter Minderwertigkeitsgefühlen leidet, wenn man schlechte Stimmung hat oder erschöpft ist, sollte man dieses Öl versuchen. Ylang Ylang hat eine erotisierende Wirkung, es macht Lust auf Erotik."
Ich öffnete also das Fläschchen, rümpfte die Nase und schloss es ganz schnell wieder. Mich entkrampft da gar nichts und Lust auf Erotik krieg ich schon gar nicht; ich fühle mich weniger betört als vielmehr betäubt. Selbst nach dreimal Händewaschen rochen meine Hände immer noch nach dem Öl, und das nach nur einmal Flasche-auf-und-zu-machen! Allein bei der Vorstellung, man könnte mir dieses stinkende Zeug auf dem Rücken verteilen, wird mir ganz anders. Der Fall ist klar: Das Massageöl kann weg.
Über Ylang Ylang kann man googeln, es rieche "exotisch süß", "lieblich", feminin", "intensiv", netörend", "sinnlich" und "fruchtig-blumig". Offenbar ist es in Chanel No. 5 drin.
Bei ätherische-Öle.net überschlägt man sich fast vor Begeisterung über diesen Duft: "Ja, das Ylang Ylang-Öl steht für Sexualität und Sinnlichkeit, es entspricht dem, was wir uns unter der orientalischen Welt mit ihren Zaubern vorstellen. Es entkrampft und hat eine ausgleichende Wirkung, macht uns bereit für die schönen Seiten des Lebens, es gibt uns Ruhe und die Muse für schöne Dinge. Wenn man unter Minderwertigkeitsgefühlen leidet, wenn man schlechte Stimmung hat oder erschöpft ist, sollte man dieses Öl versuchen. Ylang Ylang hat eine erotisierende Wirkung, es macht Lust auf Erotik."
Ich öffnete also das Fläschchen, rümpfte die Nase und schloss es ganz schnell wieder. Mich entkrampft da gar nichts und Lust auf Erotik krieg ich schon gar nicht; ich fühle mich weniger betört als vielmehr betäubt. Selbst nach dreimal Händewaschen rochen meine Hände immer noch nach dem Öl, und das nach nur einmal Flasche-auf-und-zu-machen! Allein bei der Vorstellung, man könnte mir dieses stinkende Zeug auf dem Rücken verteilen, wird mir ganz anders. Der Fall ist klar: Das Massageöl kann weg.
Freitag, 19. September 2014
Tag 262 - Ein Haufen Kram II
Es ist mal wieder Zeit für einen Haufen Kram. Der erste Kramhaufen war im Juli dran, die Gründe sind heute dieselben wie damals, daher wiederhole ich sie noch mal: Erstens sind einige Dinge
auszusortieren, zu denen ich nichts wirklich Spannendes zu erzählen habe. Die
liegen seit Wochen auf Halde und können einfach mal weg. Zweitens bin ich übers
Wochenende schon wieder nicht in der Stadt und hatte nicht genug Zeit, was
Ordentliches vorzubereiten.
Auf der Abschussliste steht heute eine obskure Ansammlung an Zeugs: noch mehr Kabel, noch mehr Einmachgläser, noch mehr Beautykram, eine fest leere Farbdose, ein Brillenputztuch und ein Parmesanmesser. Reicht euch das für die nächsten Tage? Wenn nicht, ran an die Schränke, die Kisten und die Regale, und mistet selber mal aus :) Wir lesen uns nächste Woche.
Auf der Abschussliste steht heute eine obskure Ansammlung an Zeugs: noch mehr Kabel, noch mehr Einmachgläser, noch mehr Beautykram, eine fest leere Farbdose, ein Brillenputztuch und ein Parmesanmesser. Reicht euch das für die nächsten Tage? Wenn nicht, ran an die Schränke, die Kisten und die Regale, und mistet selber mal aus :) Wir lesen uns nächste Woche.
Dienstag, 9. September 2014
Tag 252 - Die Cremedöschen
Die Attentate vom 11. September haben uns den "Kampf gegen dem Terror" beschert - inklusive verschärfter Sicherheitsvorschriften für Flüssigkeiten im Handgepäck bei Flugreisen. Was ein Fluch und Nerv-Faktur für alle Flugreisenden ist, ist ein Segen für den kleinen Industriezweig der Minitiegelhersteller. Weil maximal hundert Milliliter pro Flüssigkeit erlaubt sind, muss man Lieblingsshampoo oder -duschgel vor der Reise umfüllen - es sei denn, man kauft die praktischen Reisegrößen, die es aber komischerweise nie von der Lieblingsmarke gibt.
Im Koffer könnte man Lieblingsshampoo und Duschgel natürlich auch in originalgroßen Flaschen mitnehmen, aber wer mag sich schon bei einem Paar-Tage-Städtetrip mit literweise Beautykram abschleppen? Ein Grund mehr für Minitiegel, die man als Set in der Drogerie kaufen kann, samt wiederverschließbarem Plastikbeutel. Diese Minitiegel-Sets enthalten allerdings nicht nur Miniflaschen, sondern tatsächlich auch Cremedöschen, und das in stattlicher Anzahl. Ich frage mich, welche Cremes ich nach Ansicht der Minitiegel-Set-Hersteller auf einer Reise brauche - mein Set enthielt sage und schreibe vier Cremedöschen. Ich füll' da nix rein. Und deshalb können die Cremedöschen weg.
Im Koffer könnte man Lieblingsshampoo und Duschgel natürlich auch in originalgroßen Flaschen mitnehmen, aber wer mag sich schon bei einem Paar-Tage-Städtetrip mit literweise Beautykram abschleppen? Ein Grund mehr für Minitiegel, die man als Set in der Drogerie kaufen kann, samt wiederverschließbarem Plastikbeutel. Diese Minitiegel-Sets enthalten allerdings nicht nur Miniflaschen, sondern tatsächlich auch Cremedöschen, und das in stattlicher Anzahl. Ich frage mich, welche Cremes ich nach Ansicht der Minitiegel-Set-Hersteller auf einer Reise brauche - mein Set enthielt sage und schreibe vier Cremedöschen. Ich füll' da nix rein. Und deshalb können die Cremedöschen weg.
Sonntag, 7. September 2014
Tag 248 - Das Duschgel
Dieses Duschgel stand monatelang in meiner Dusche. Und wie ihr seht, ist es halb leer. Ich habe mich tapfer damit gewaschen, obwohl mir der Duft nicht gefallen hat - irgendwie stechend, künstlich (dabei klingt Ginkgo-Limette ja eigentlich nach was Gutem!).
Irgendwann hab ich ein Zweit-Duschgel in meine Dusche gestellt. Aber bei jedem Duschen duschte das schlechte Gewissen mit: Ich müsste doch eigentlich erst dieses eine Duschgel aufbrauchen, ehe ich ein neues anbreche ... Damit ist jetzt Schluss, ich hab keine Lust mehr, länger Sklavin eines nicht gut riechenden Duschgels zu sein. Das Duschgel kann weg.
Irgendwann hab ich ein Zweit-Duschgel in meine Dusche gestellt. Aber bei jedem Duschen duschte das schlechte Gewissen mit: Ich müsste doch eigentlich erst dieses eine Duschgel aufbrauchen, ehe ich ein neues anbreche ... Damit ist jetzt Schluss, ich hab keine Lust mehr, länger Sklavin eines nicht gut riechenden Duschgels zu sein. Das Duschgel kann weg.
Dienstag, 19. August 2014
Tag 229 - Die Lidschatten
Lidschatten benutze ich ungefähr zweimal im Jahr zu ganz besonderen Anlässen. Im Alltag käme ich mir damit overdressed vor - oder besser gesagt overpainted?! Obwohl das so ist, besitze ich eine ganz ansehnliche Sammlung an Lidschatten, und seltsamerweise sind sie - bis auf eine Ausnahme - alle irgendwie grau. Und die Ausnahme? Die ist rosé - wenn man es aufträgt ich es auftrage, sieht es aus, als hätte ich ein Veilchen.
Daher lautet der Plan: Ich behalte ein Grau-Set, und der Rest kann weg.
Daher lautet der Plan: Ich behalte ein Grau-Set, und der Rest kann weg.
Donnerstag, 24. Juli 2014
Tag 203 - Ein Haufen Kram
Ihr Lieben, wir müssen reden. Hier wurde mehr als 200 Tage
lang jeden Tag fleißig gebloggt, aber die nächsten Tage macht daskannweg eine
kleine Sommerpause. Dafür gibt's zwei Gründe: Erstens sind einige Dinge
auszusortieren, zu denen ich nichts wirklich Spannendes zu erzählen habe. Die
liegen seit Wochen auf Halde und können einfach mal weg. Zweitens bin ich übers
Wochenende schon wieder nicht in der Stadt und hatte nicht genug Zeit, was
Ordentliches vorzubereiten.
Ehe ich euch also langweile mit schnell hingepfuschten Texten über öde Dinge, kann heute etwas weg, was ich "ein Haufen Kram" nennen möchte: eklig schmeckendes Lipgloss, Gewürzmischung mit Knoblauchpulver, Glitzerlidschatten, eine Schale mit Werbeaufdruck, Butterbrotpapier, Lippenstifte in doofen Farben und Salzkristalle in der Größe von Kandiszucker. Zeug, das mich schon seit langem irritiert und nervt, mir jedenfalls zu nichts Nütze ist. Wir lesen uns dann nächste Woche wieder hier. Habt ein sonniges Wochenende!
Ehe ich euch also langweile mit schnell hingepfuschten Texten über öde Dinge, kann heute etwas weg, was ich "ein Haufen Kram" nennen möchte: eklig schmeckendes Lipgloss, Gewürzmischung mit Knoblauchpulver, Glitzerlidschatten, eine Schale mit Werbeaufdruck, Butterbrotpapier, Lippenstifte in doofen Farben und Salzkristalle in der Größe von Kandiszucker. Zeug, das mich schon seit langem irritiert und nervt, mir jedenfalls zu nichts Nütze ist. Wir lesen uns dann nächste Woche wieder hier. Habt ein sonniges Wochenende!
Samstag, 28. Juni 2014
Tag 179 - Das Haargel
Wie es kommt, dass ich so viel Haargel und Haarwax (wer hat sich eigentlich dieses affige X ausgedacht?!) besitze? Verdammt gute Frage. Irgendwie war wohl die Konsistenz immer nicht perfekt. Oder so. Eine richtig schlüssige Erklärung dafür hab ich ehrlich gesagt auch nicht.
Es kommt mir komisch vor, das Haargel/-wax auszusortieren, denn das ist ja nichts, was man weiterverschenkt. Und wegwerfen? Ist ja eigentlich noch gut!
Aber ich benutze eh nur alle Jubeljahre mal welches. Und die drei Dosen werd ich wahrscheinlich in meinem Leben nicht aufbrauchen, zumal ich noch anderes besitze, das sauteuer war, dafür aber gut riecht und eine gute Konsistenz hat.
Die Dosen können weg.
Es kommt mir komisch vor, das Haargel/-wax auszusortieren, denn das ist ja nichts, was man weiterverschenkt. Und wegwerfen? Ist ja eigentlich noch gut!
Aber ich benutze eh nur alle Jubeljahre mal welches. Und die drei Dosen werd ich wahrscheinlich in meinem Leben nicht aufbrauchen, zumal ich noch anderes besitze, das sauteuer war, dafür aber gut riecht und eine gute Konsistenz hat.
Die Dosen können weg.
Freitag, 6. Juni 2014
Tag 157 - Der braune Lippenstift
Braun steht mir nicht besonders. Für diese Erkenntnis musste ich allerdings erst ungefähr 30 werden. Kurz zuvor hatte ich mir diesen braun schimmernden Lippenstift angeschafft.
Letzter bekannter Aufenthaltsort: der inzwischen wohlbekannte Beautykram-Todestrakt. Reiseziel: Mülltonne. Der Lippenstift kann weg.
Letzter bekannter Aufenthaltsort: der inzwischen wohlbekannte Beautykram-Todestrakt. Reiseziel: Mülltonne. Der Lippenstift kann weg.
Mittwoch, 4. Juni 2014
Tag 155 - Die Seifen
Nicht nur unsere Faulheit ist dafür verantwortlich, dass sich in unseren Wohnungen nutzloses Zeug stapelt. Es ist auch schlicht und einfach Zeitmangel. Ausmisten, lasst euch das sagen von einer, die das seit 155 Tagen täglich tut, kostet Zeit. Nicht nur muss man sich überlegen: Will ich das wirklich behalten? Wenn die Antwort "Nein" lautet, muss man sich vor allem auch überlegen: Wo will ich damit hin?
Das, was ich hier von Zeit zu Zeit als "Flohmarktkiste" bezeichne, ist mal wieder ziemlich überfüllt und müsste auf den Dachboden getragen werden, die Sherry- und die Cocktailgläser stehen mir nervig vor den Füßen rum, weil sie wegen Bruchgefahr noch keinen Platz in der Kiste fanden, und auch in meinem Büro liegen schon wieder Dinge, die noch übergeben werden wollen.
Umso mehr freue ich mich, wenn vor dem #daskannweg-Impuls ein anderer kommt: der #dasfehltda-Impuls. Den hatte ich gestern.
Im Büro sitze ich oft mehr oder weniger den ganzen Tag am Computer, da stehe ich zwischendrin gern mal auf und koche mir einen Tee. In unserer Teeküche haben nette Menschen zwei Wasserkocher hingestellt. Während man da so steht und darauf wartet, dass das Wasser kocht, gibt es eigentlich nicht viel zu tun. Als ich gestern da stand und wartete, dachte ich, dass ich die Wartezeit gut dafür nutzen könnte, mir die Hände zu waschen. Seife gibt es in unserer Teeküche aber nicht.
Früher hat da schon mal Seife gelegen, wahrscheinlich ebenfalls von netten Menschen für die Allgemeinheit da hingelegt. Die ist inzwischen lange aufgebraucht. Zufällig hab ich in meinem Schrank noch zwei Seifen, die wahrscheinlich mal Geschenke waren. Ich benutze nämlich gar keine Seife, ich benutze Duschgel, beziehungsweise flüssige Handwaschseife, weil ich den Glibber nicht mag, den Seifen beim Auf-den-Waschbecken-Rand hinterlassen. Die Seifen können also weg. Ich leg sie in unsere Teeküche, dann können sich alle Menschen die Hände waschen, die da Tee kochen.
Ich glaube ja, dass die Dinge, die wir besitzen, benutzt werden wollen. Vielleicht habt auch ihr noch Zeug in euren Schränken, das der Allgemeinheit nützen könnte. Oder über das sich andere Menschen freuen würden. Gebt ihm eine Aufgabe, einen Sinn. Ihr werdet sehen, das fühlt sich ziemlich gut an.
Das, was ich hier von Zeit zu Zeit als "Flohmarktkiste" bezeichne, ist mal wieder ziemlich überfüllt und müsste auf den Dachboden getragen werden, die Sherry- und die Cocktailgläser stehen mir nervig vor den Füßen rum, weil sie wegen Bruchgefahr noch keinen Platz in der Kiste fanden, und auch in meinem Büro liegen schon wieder Dinge, die noch übergeben werden wollen.
Umso mehr freue ich mich, wenn vor dem #daskannweg-Impuls ein anderer kommt: der #dasfehltda-Impuls. Den hatte ich gestern.
Im Büro sitze ich oft mehr oder weniger den ganzen Tag am Computer, da stehe ich zwischendrin gern mal auf und koche mir einen Tee. In unserer Teeküche haben nette Menschen zwei Wasserkocher hingestellt. Während man da so steht und darauf wartet, dass das Wasser kocht, gibt es eigentlich nicht viel zu tun. Als ich gestern da stand und wartete, dachte ich, dass ich die Wartezeit gut dafür nutzen könnte, mir die Hände zu waschen. Seife gibt es in unserer Teeküche aber nicht.
Früher hat da schon mal Seife gelegen, wahrscheinlich ebenfalls von netten Menschen für die Allgemeinheit da hingelegt. Die ist inzwischen lange aufgebraucht. Zufällig hab ich in meinem Schrank noch zwei Seifen, die wahrscheinlich mal Geschenke waren. Ich benutze nämlich gar keine Seife, ich benutze Duschgel, beziehungsweise flüssige Handwaschseife, weil ich den Glibber nicht mag, den Seifen beim Auf-den-Waschbecken-Rand hinterlassen. Die Seifen können also weg. Ich leg sie in unsere Teeküche, dann können sich alle Menschen die Hände waschen, die da Tee kochen.
Ich glaube ja, dass die Dinge, die wir besitzen, benutzt werden wollen. Vielleicht habt auch ihr noch Zeug in euren Schränken, das der Allgemeinheit nützen könnte. Oder über das sich andere Menschen freuen würden. Gebt ihm eine Aufgabe, einen Sinn. Ihr werdet sehen, das fühlt sich ziemlich gut an.
Dienstag, 27. Mai 2014
Tag 147 - Das Make-up
Es war mal wieder Zeit für einen Ausflug in den Beautykram-Todestrakt, von dem an Tag 132 bereits die Rede war. Jene Holzkiste enthält, oder vielmehr: enthielt, auch zwei angefangene Tuben und Tiegel mit Make-up. 12 Monate haltbar, steht hinten drauf. Oh, denke ich. Wie lange die wohl schon offen sind?
Nun bin ich wahrlich keine MHD-Hysterikerin, wisst ihr ja. Aber diese Schminke möchte ich nicht mehr an mein Gesicht lassen, wer weiß, was darin inzwischen keimt (zumal in dem Tiegel, wo man mit den Fingern ... lassen wir das). Immerhin gehört meine Haut zu den Dingen, die ich wirklich gern mag an mir. Aus diesem Grund übrigens benutze ich im Alltag nie Make-up, höchstens ein bisschen Concealer. Und wer einmal im Quartal Schminke benutzt, braucht wirklich nicht mehrere angefangene Packungen, schon gar nicht solche mit unbestimmtem Alter. Das Make-up kann weg.
Nun bin ich wahrlich keine MHD-Hysterikerin, wisst ihr ja. Aber diese Schminke möchte ich nicht mehr an mein Gesicht lassen, wer weiß, was darin inzwischen keimt (zumal in dem Tiegel, wo man mit den Fingern ... lassen wir das). Immerhin gehört meine Haut zu den Dingen, die ich wirklich gern mag an mir. Aus diesem Grund übrigens benutze ich im Alltag nie Make-up, höchstens ein bisschen Concealer. Und wer einmal im Quartal Schminke benutzt, braucht wirklich nicht mehrere angefangene Packungen, schon gar nicht solche mit unbestimmtem Alter. Das Make-up kann weg.
Montag, 12. Mai 2014
Tag 132 - Die Haarbürste
Vorsichtige Schätzungen ergeben, dass ich zirka acht Haarbürsten besitze: eine in jedem Raum meiner Wohnung, eine in der Sporttasche, im Kulturbeutel, für die Handtasche und im Büro. Und die gute Haarbürste mit Wildschweinborsten. Ich glaube zumindest, es waren Wildschweinborsten (liebe Veganer, ihr müsst jetzt tapfer sein oder euch mit Grausen abwenden).
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Haarbürsten mit Naturborsten besonders gut für die Haare seien. Das mag auch durchaus stimmen. Aber von einer Haarbürste erwarte ich vor allem eines: dass sie anständig die Haare bürstet. Und das leistet die Wildschweinborsten-Bürste nicht so, wie ich das will. Wenn ich mit ihr bürste, ist hinterher nix entwirrt und nix in Form und vom heftigen und verzweifelten Herumbürsten werden die Haare irgendwann ganz glatt und fühlen sich trotzdem ungekämmt an, ein Paradoxon, das nur die Wildschweinborsten-Bürste herzustellen in der Lage ist.
Die Wildschweinborsten-Bürste nervt. Aus diesem Grund hab ich sie nach den ersten erfolglosen Bürstversuchen in den Beautykram-Todestrakt verbannt: eine Holzkiste auf meinem Schminktisch, in der sie mit eingetrockneter Mascara, unbenutzten Lidschatten und Lippenstiften in fragwürdigen Farben ein freudloses Dasein fristet. Heute wird sie davon erlöst: Die Bürste kann weg.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Haarbürsten mit Naturborsten besonders gut für die Haare seien. Das mag auch durchaus stimmen. Aber von einer Haarbürste erwarte ich vor allem eines: dass sie anständig die Haare bürstet. Und das leistet die Wildschweinborsten-Bürste nicht so, wie ich das will. Wenn ich mit ihr bürste, ist hinterher nix entwirrt und nix in Form und vom heftigen und verzweifelten Herumbürsten werden die Haare irgendwann ganz glatt und fühlen sich trotzdem ungekämmt an, ein Paradoxon, das nur die Wildschweinborsten-Bürste herzustellen in der Lage ist.
Die Wildschweinborsten-Bürste nervt. Aus diesem Grund hab ich sie nach den ersten erfolglosen Bürstversuchen in den Beautykram-Todestrakt verbannt: eine Holzkiste auf meinem Schminktisch, in der sie mit eingetrockneter Mascara, unbenutzten Lidschatten und Lippenstiften in fragwürdigen Farben ein freudloses Dasein fristet. Heute wird sie davon erlöst: Die Bürste kann weg.
Sonntag, 4. Mai 2014
Tag 124: Die Düfte
Wer von euch schon einmal auf der Suche nach einem richtigen
guten Parfüm war, weiß, dass es nicht ganz leicht ist, den für sich passenden
Duft zu finden. Ich habe eigentlich nie viel Parfüms benutzt, aber vor zwei,
drei Jahren habe ich dann auf einem Weihnachtsbasar bei der Arbeit einen Duft
von Guess für kleines Geld gekauft und ein bisschen später noch ein Eau de
Toilette von Betty Barclay. Ich weiß auch nicht, was mich dazu bewogen hat.
Beide Düfte sind ganz ok, aber haben mich nie so richtig umgehauen.
Vor einem Jahr habe ich dann einen weiteren Versuch
gestartet, einen tollen Duft zu finden – und bin beim Klassiker "Davidoff Cool
Water Woman" gelandet. Ich mag den Duft, weil er weder süß noch aufdringlich
ist (ganz wichtig, wenn man im Großraumbüro sitzt und, wie ich, außerdem etwas
empfindlich auf schwere Düfte reagiert). Nun stehen die beiden anderen Flakons
schon seit meinem Umzug im letzten Sommer im Bad und stauben zu. Die beiden
Düfte können also weg. Meine 13-jährige Nichte wird sich bestimmt drüber
freuen; sie hat schon den ein oder anderen Nagellack geerbt.
Sonntag, 27. April 2014
Tag 117: Das Rosmarin-Shampoo
Blogvertretung ist das neue Blumengießen, wenn jemand in den
Urlaub fährt – und deswegen hüte ich diese Woche das Blog. Ich bin Insa und
habe mindestens genauso viel Kram wie Angelika, der einfach mal weg kann. Ich
hoffe, ich kann die Highlights, die hier gestern angekündigt wurden, auch
einlösen. Deswegen fange ich erst mal mit etwas Kleinem an: dem Shampoo mit
Rosmarin und Bio-Wachholder.
Angelikas Geständnis zu den Cremepröbchen aus Zeitschriften ist wirklich nur noch semipeinlich, wenn ich sage: Mach ich
auch – meine habe ich allerdings vor zwei Wochen mal wieder gründlich
ausgemistet, bis nur noch ein kleiner Haufen übrig war. Und so wie ich mich
kenne, werde ich ihn wieder vergessen. Denn mittlerweile benutze ich aus
verschiedenen Gründen fast ausschließlich Naturkosmetik – und da finden sich
nicht so viele Proben.
Seit einigen Monaten habe ich mich durch einige Shampoos,
Spülungen und Duschcremes getestet – von manchen war ich begeistert, von
manchen so gar nicht. Deswegen muss heute das Shampoo mit Rosmarin dran
glauben. Ich habe es gekauft, weil ich Rosmarin liebe und dachte, dass es mal
was anderes ist. Sonst sind Shampoos ja eher blumig oder fruchtig. Und wenn ich
ganz ehrlich bin: Das ist mir auch lieber. Normalerweise bin ich auch fürs
Aufbrauchen, aber der Geruch von Rosmarin in der Dusche erinnert mich dann doch
zu sehr an Essen. Das Shampoo kann weg.
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