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Dienstag, 10. Februar 2026

Die Tasse aus der Vergangenheit

Als ich im September 2024 die BASF verließ, dachte ich darüber nach, dass ich eigentlich meinen ersten tollen LinkedIn-Post machen und das übliche Blabla schreiben müsste: wie schön es gewesen war, aber dass jetzt neue Herausforderungen warten und so weiter. Ihr kennt sie bestimmt alle.

Tatsächlich war der letzte Tag vollgepackt. Ich hatte Lieblingskuchen vom Café Blum organisiert (bester Kuchen in Mannheim), um meinen direkten Kollegen morgens in der Teamrunde eine letzte Freude zu machen. Und nachmittags viele liebe Kollegen, die ich in 18 Jahren Betriebszugehörigkeit kennen gelernt hatte, eingeladen, vorbeizuschauen und mit mir Kuchen zu essen. Ich war überwältigt, wie viele gekommen waren. Und dann war der Tag auch schon vorbei – es blieb ein Foto vom Einwerfen des Werksausweises, und das war's. Den LinkedIn-Post habe ich nie geschrieben. Um so seltsamer, jetzt noch mal über diesen Tag zu schreiben, nachdem ich über ein Jahr weg bin.

Die Tasse hatte ich irgendwann am Anfang meiner BASF-Zeit gekauft. Es gab sie im Zweierset, ich habe keine Ahnung, wo die andere hingekommen ist. Das Logo der BASF hat sich inzwischen geändert und auch meine Einstellung zu der Firma.

Und noch etwas ist anders: Damals, als ich die Tasse kaufte, war ich stolzer Mitarbeiter eines Dax-Konzerns, der auch zu Hause seine Zugehörigkeit zeigen wollte. Heute bin ich wieder stolzer Mitarbeiter, muss das aber in der Freizeit nicht ständig nach außen tragen. Mal im Firmenshirt laufen gehen ist okay, mehr muss nicht sein. 

Wir haben genug Tassen, und ich brauche keine Erinnerung an meine Arbeit, wenn ich am Wochenende gemütlich Kaffee trinken möchte, schon gar nicht an meinen Ex-Arbeitgeber. Also wanderte die Tasse nach dem Umzug nach Hamburg in den Keller.

Als wir die Küchenkiste aus dem Keller holten, wusste ich gar nicht mehr, was wir darin ausgelagert hatten. Aber als ich die Tasse sah, war mir sofort klar: Die kann weg!

Samstag, 2. Juli 2016

The Kitchen Wars: Brotmaschine vs. Küchenrollenhalter

Der Küchenplaner bezeichnete unsere Küche als „ganz kleines L“. Und genau das ist sie auch. Zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank gibt es zwei Stückchen Arbeitsplatte: eins ist einen Meter breit, eins 45 Zentimeter und dann geht es um die Ecke (L!) noch mal 30 Zentimeter weiter. Um diese wenige freie Fläche in der Küche finden in unserer ansonsten höchst harmonischen Wohn- und Lebensgemeinschaft gern mal erbitterte Verteilungskämpfe statt: Ich will immer alles in den Schrank räumen, damit wir beim Kochen möglichst viel Platz haben, der Liebste findet das unpraktisch und eventuell sogar einen Tick "Asperger", wie er gern sagt, wenn er mich so richtig ärgern will.

Nicht in den Schrank räumen möchte ich allerdings meine elektrische Brotschneidemaschine. Ich liebe gutes Brot, es gibt wenig, was mich glücklicher macht als eine Scheibe frisches Walnussbrot mit Avocado und mittelaltem Gouda, oder ein Kürbiskernbrot mit Baguettesalami ... hach! Und ich komme nun mal aus einer Brotmaschinenfamilie: Ich kann nicht ohne. Wenn ich es versuche, sieht das Ergebnis so aus:


Meine Brotmaschine gehörte mal meiner Oma, ich glaube, ich habe sie geerbt, als Oma damals ins Altersheim umzog - genau kann ich das nicht mehr rekonstruieren. Ihr Alter sieht man der Brotmaschine auch deutlich an: Ehemals weiß, ist sie nun vergilbt und hat allerlei klebrige Flecken, die sich nicht mehr abschrubben lassen. Weil der Fingerschutz fehlt, braucht man zum Schneiden von Brotresten Wagemut und Geschick. Aber: Sie funktioniert!

Der Liebste findet Brotmaschinen überflüssig (und minimalismusbeseelt wäre ich geneigt, ihm Recht zu geben, wäre da nicht meine brotmaschinenfamilienbedingte Unfähigkeit, Brot ohne Brotmaschine ... ihr wisst schon) - aber ganz besonders verhasst ist ihm mein vergilbtes Uralt-Exemplar.

Auch der Liebste hat einen Gegenstand mit in unsere Küche gebracht, der mir ein echter Dorn im Auge ist: einen blau angemalten hölzernen Küchenrollenständer. Warum um Himmels willen braucht man einen Küchenrollenständer, frage ich mich? Küchenrolle hat eine perfekte Säulenform, die ist unten flach und steht prima ohne Ständer. Und wenn ich die Küchenrolle zum Beispiel mal woanders brauche, muss ich sie erst aus dem Küchenrollenständer rausfummeln oder den Ständer mit herumtragen - beides nervt.

Nach monatelangem subtilem Geläster auf beiden Seiten schlug ich schließlich einen Kompromiss vor: Ich trenne mich von der Brotmaschine, wenn der Liebste sich vom Küchenrollenhalter trennt. Ich würde, so der Plan, lernen, wie man Brot auch ohne Brotmaschine so schneidet, dass eine Scheibe unten nicht dicker ist als oben.

Über dieses Friedensangebot musste der Liebste erst einmal nachdenken. Dann besuchten wir meine Eltern und er sah: deren Brotmaschine, edelstahlglänzend, unvergilbt, schön. Und der Liebste sprach: Eine solche Brotmaschine, edelstahlglänzend statt altersvergilbt, die würde er in unserem ganz kleinen L wohl akzeptieren. Sprach's und bestellte ohne langes Herumdiskutieren eine im Internet.

Ich handelte schnell noch aus, dass der Küchenrollenhalter auch bei Brotmaschinentausch weg muss. Und damit sind die Kitchen Wars im Hause #daskannweg beigelegt und sie und ihre neue, edelstahlglänzende Brotmaschine lebten glücklich und zufrieden ... und so weiter und so weiter.

Sonntag, 21. Februar 2016

#daskannweg bricht alle Rekorde

Das war definitiv das fleißigste Wochenende in der Geschichte von #daskannweg.

Weg konnten:

Wake-up-Light: 

Hat Liske am Freitag beim Swap mitgenommen.

Regal und Handtuchhalter fürs Badezimmer:

Am Sonntag für 15 Euro an Melanie über ebay-Kleinanzeigen.

Topfset:

Am Sonntag für 15 Euro an Joeking über ebay-Kleinanzeigen.

Bügeleisen und Bügelbrett:
Am Sonntag für 10 Euro an Dibba über ebay-Kleinanzeigen.

Mixer:
Am Samstag für 5 Euro an eine andere Melanie über ebay-Kleinanzeigen.

Eine Ikea-Tüte voll mit mehr oder weniger neuwertiger Kleidung:
Am Samstag bei Oxfam abgegeben.

Eine Ikea-Tüte voll mit gebrauchter, aber noch gut erhaltener Kleidung, sowie Handtüchern:
Am Sonntag in der Kemenate abgegeben, einem Treff für wohnungslose Frauen.

Diverser Küchen-Kleinkram:
Am Samstag auf das Fensterbrett vor meiner Wohnungstür gestellt, mit einem Zettel „zu verschenken“. Es ist mehr weggegangen, als auf dem Bild zu sehen ist: Binnen kürzester Zeit hatte sich das Fensterbrett schon deutlich geleert, daher habe ich im Laufe des Wochenendes noch viermal Zeug nachgelegt.

Es gäbe noch allerlei zu berichten darüber, wie das alles so war. Aber nicht mehr heute. Denn jetzt hab ich Wochenende.

Puh. Ganz schön anstrengend, dieses Loswerden von Dingen.

Samstag, 20. Februar 2016

Das Beste, was eine Frau mit den Sachen machen kann, die sie nicht mehr braucht

Eins war klar: Ich konnte Hamburg auf keinen Fall ohne einen Abschieds-Swap verlassen. Ziemlich genau vor einem Jahr hatten wir zum letzten Mal bei mir Kleider getauscht, die Fragen nach einem neuen Termin häuften sich, es war eine gute Gelegenheit, meine Mädels mal wieder bei mir zu versammeln – und natürlich hatten sich in meinem Schrank mal wieder auf mysteriöse Weise mehr als genug Teile angesammelt, die ich nicht mehr trage. Plus, ihr erinnert euch vielleicht, der peinliche STAPEL hinter meiner Schlafzimmertür, den es eigentlich schon lange nicht mehr geben sollte.

Das Erste, was ich rund um diesen Swap gelernt habe, war: Wenn ihr Leute einladet und wollt, das sie kommen, müsst ihr nur sagen, dass ihr die Stadt verlassen werdet. Im vorigen Jahr waren wir acht, diesmal hatte ich 17 Zusagen. Am Ende waren wir 15.

So ein Termin musste natürlich gut vorbereitet werden. In den verangenen zwei Wochen habe ich jedes. Einzelne. Kleidungsstück. In meinem Kleiderschrank angezogen und begutachtet: Mag ich das? Trag ich das? Brauch ich das? Alles andere kam auf den großen Swap-Stapel. Das ist er (ach ja, und wer behauptet, dass man mit Handys heute schon richtig tolle Fotos machen kann - lügt).
Weil das Schrankfach irgendwann einfach voll war, musste ich noch ein paar Sachen auf die Kleiderstange hängen.

Alles, was Löcher an Stellen hatte, an denen man es nicht gut flicken kann, ging direkt in die Altkleidersammlung, ebenso alles Verwaschene, Ausgeleierte und Ausgebeulte. Ja, auch die abgeliebten Lieblingsteile! Sogar das schwarzrotgestreifte Shirt, mit dem ich jahrelang auf meinem Facebook-Profilbild zu sehen war. Dieses Profilbild war das erste, was der Liebste von mir gesehen hat (wir sind gemeinsam verreist und vor der Reise gab es eine Facebook-Gruppe zum Vorab-Kennenlernen) und von dem er noch heute behauptet, er habe sich quasi blitzverliebt (er formuliert es anders, aber es kommt mehr oder weniger darauf raus). Dieses hier:
Am Ende waren es zwei Tüten. Gut, dass der Altkleidercontainer gleich um die Ecke ist.
Außerdem eine ganze Tüte voller Schuhe, unter anderem drei Paar abgelatschte Sneakers, teilweise mit Loch, ein Paar Ballerinas, in denen ich im vorigen Jahr blutige Füße hatte, und die schönen gelben Sandalen, die leider links ausgeleiert sind, so dass nicht nur der Zeh vorne rausguckt, sondern gleich der halbe Schuh hinterherrutscht. Etwas erschreckend ist übrigens, dass ich schon am 14. Juli 2014 Folgendes schrieb:

„Ich habe diverse Paar alte Turnschuhe, die ich kaum oder nicht mehr trage:
  • silberne (von Nike, leider schon recht abgenutzt)
  • braun-orangefarbene (von adidas, sind halt braun-orangefarben, passen daher zu nix in meinem Schrank)
  • schwarze mit Stoffeinsätzen (von Puma, heiß geliebt, leider mit einem kleinen Loch)
  • spitze grüne mit Silberstreifen (von Onitsuka Tiger, bisschen arg extravagant und außerdem grün)“
Nun ja. Die drei oberen der erwähnten Paar gingen in die Altkleidersammlung, die spitzen grünen in den Swap. Manchmal dauert es eben ein bisschen länger, sich zu verabschieden.
Außerdem hab ich versucht, möglichst viel anderes Zeug in meiner Wohnung schon mal zu sortieren, damit die Mädels, wenn sie schon mal da sind, auch noch andere Dinge mitnehmen können. Das sah  noch ein bisschen beeindruckender aus als auf diesem Bild zu, was ihr ja schon kennt. Das Resultat habe ich allerdings leider nicht fotografiert. Vielleicht kann ich noch ein Bild nachreichen, ich meine, jemand anderes hat fotografiert.
Als ich bereit war, sahen meine Kleiderberge so aus:

Dann kamen die anderen Mädels.

Es war wie immer. Mit viel Lachen. Und Bier. Und Sandwiches aus dem Sandwichtoaster, der mal Steph gehörte, lange auf meinem Küchenschrank stand und den jetzt Anna bekommt. Und Julias leckeren Muffins. Mit "Das seh ich an dir, Katrin" und "Nee, das ist mir viel zu sehr Mädchen". Mit einer Kleiderstange, die irgendwann unter zu vielen Klamotten einfach zusammenbrach. Wild. Laut. Wunderbar.
Am Ende hatte Helene Töpfe für die Zweitwohnung ihres Mannes und eine Glitzertasche für ihre Tochter, Liske nahm Baldur's Gate mit, Christine Dungeon Siege III und Ariane war begeistert, dass sie für neue Glasgefäße diesmal nicht zu Ikea fahren muss.

Eva hat jetzt schon ein kariertes Kleid, das sie tragen kann, wenn sie in fünf Tagen aus dem Kreißsaal kommt, und Insa steht das blaue Kleid, das ich auf Evas Hochzeit anhatte, viel besser als mir.
Freddy freut sich wie blöd über das pinkfarbene Top von Monki, genauso sehr wie ich mich über ihr kariertes Kleid von Vero Moda. Imke kann offenbar einfach alles tragen, sogar die durchsichtige Wallewalle-Bluse, in der ich mir immer albern vorkam, und stylte sich nachts um 12 in meinem Schlafzimmer auf bayrisches Cowgirl - fehlen nur noch Hut und Coyboystiefel.
Ich weiß nicht, was Julia und Steph am Ende mit nach Hause genommen haben, irgendwie muss ich wohl die Übersicht verloren haben - kein Wunder. Ganz vorbei ist der Swap nich nicht. Die Strohsterne bringe ich Christine (der anderen Christine) heute Abend mit, Nicole holt noch den guten Whisky ab und Annas WG erbt meine angebrochenen Alkoholika. War eben doch ein bisschen viel zum Abtransportieren.

Sonntag, 7. Februar 2016

Der große #daskannweg-Umzugscountdown - KW 5

Nur noch sechs Wochen bis zum Umzug! Ein guter Grund, die #daskannweg-Aktivitäten zu intensivieren, fand ich diese Woche - und habe gleich mal Fakten geschaffen.

Weg konnten diese Woche Grafikkarte und Netzteil. Die Teile gehörten eigentlich dem Liebsten; er hatte sie mal hergebracht, um sie bei mir einzubauen - um dann festzustellen, dass sie auch nicht besser sind als das, was in meinem Rechner steckt. Seitdem stand das Zeug bei mir im Regal, uns beiden war klar, dass wir es nicht mehr brauchen würden, mit umziehen sollte es also nicht.

Wohin also damit? Da kamen wir die Klagen von Lieblingskollegin Liske in den Sinn: Ihr Rechner zuhause mache Zicken, kein Wunder bei der uralten Grafikkarte. Also fix Fotos gemacht, rübergeschickt und noch am selben Tag die Teile zum Freundschaftspreis übergeben. Moritz und Liske spielen nun Skyrim mit besserer Grafik und der Liebste und ich waren von dem Geld Essen - perfekt!



Außerdem angelaufen: die Aktion "Balkon aufräumen". Nach einem Winter draußen sieht der alte Grill noch erbärmlicher aus als ohnehin schon. Klar, dass der weg konnte - zumal ich im vorigen Jahr zum Geburtstag einen fabelhaften Lotus-Grill bekommen habe. Die Trennung vom kleinen Base-Grill fiel mir dagegen deutlich schwerer. Immerhin war dieser Grill das Beste an meinem Base-Handyvertrag, den ich seit Jahren immer wieder vergesse zu kündigen: Er heizt blitzschnell auf, zieht super durch und war beim Wettgrillen ungeschlagen. Auf diesem Grill haben wir beim Festival sogar schon Teewasser gekocht!

Ich hatte kurz darüber nachgedacht, ob ich versuchen soll, ihn zu verschenken - seine Qualitäten sind den Menschen in meinem Freundeskreis wohlbekannt. Aber nachdem ich das Foto gemacht hatte, wurde mir klar, dass ich das versiffte Ding keinem mehr anbieten kann. Also konnten beide Grills weg.


Über den größten #daskannweg-Erfolg der Woche konnten sich der Liebste und ich aber gestern freuen. Auf dem Weg vom Schuster raus aus dem Karstadt fiel der Blick auf ein paar Pfanne, und da die alten Pfannen induktionsherdbedingt eh weg sollten, haben wir genauer hingeschaut. Pfannentausch! Alte Pfanne hinbringen, neue mitnehmen, 10 Euro sparen. Galt auch für Töpfe. Und wir müssen uns nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was wir mit den alten Pfannen machen sollen, wurden auch noch einen Topf los - und das Ergebnis dieser Einkaufstour steht gerade auf meinem Herd und gart einen Eintopf.


Sonntag, 31. Januar 2016

Magic Küchen-Cleaning

Das Buch „Magic Cleaning: Wie richtig Aufräumen Ihr Leben verändert“ der Japanerin Marie Kondo war ein Riesen-Bestseller. Ich hab's ehrlich gesagt nicht gelesen, wohl aber den Nachfolger „Magic Cleaning: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben“, das mir mal ein ehemaliger Kollege in die Hand drückte mit den Worten: „Das ist doch irgendwie dein Thema, willste haben?“. Eigentlich wollte ich schon lange mal was über das Buch schreiben, aber irgendwie kam es bisher nie dazu.

Nun also, zumindest kurz, zu „Magic Cleaning“. Einiges von dem, was Marie Kondo schreibt, habe ich hier auch schon geschrieben, vor allem, dass ich nur das behalten will, was ich brauche und/oder mich glücklich macht. Auf diese hervorragende Idee bin ich übrigens ganz ohne Frau Kondo gekommen ;)

Einiges sehe ich dann doch ein bisschen anders: Zum Beispiel dürfen bei mir Messer, Löffel und Ess-Stäbchen durchaus zusammen in einer Schublade liegen – bei Frau Kondo liegen sie getrennt. Warum, fragt ihr euch? Hier der Grund, ich zitiere: „Es ist zwar nur ein vages Gefühl, aber ich habe den Eindruck, dass die Stäbchen sich in der Nähe der scharfen Messerschneiden nicht wohlfühlen, und die Löffel, die eher kleine Teller sind, in so einem Umfeld nicht zur Ruhe kommen. Die Gabeln jedoch halten der aggressiven Atmosphäre, die von den Messern ausgeht, recht gut stand.“ Ich lass das mal so stehen.

Was ich noch nicht verstehe, ist die beim Magic Cleaning zwingend vorgegebene Reihenfolge: erst Kleidung, dann Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungen. Ich würde keinem Menschen raten, als allererstes den Kleiderschrank aufzuräumen. Kleidung ausmisten finde ich nämlich mühsam und schwierig. Warum?

Kleidungsstücke haben tendenziell mehr gekostet als viele andere Dinge in meinem Besitz, daher fällt es mir schwerer, mich von ihnen zu trennen.

Manche Dinge passen mir nicht mehr, obwohl ich sie eigentlich mag, dann muss ich mir auch noch eine Niederlage eingestehen, bevor ich sie aussortieren kann. Dasselbe gilt natürlich auch für Fehlkäufe.

Manche Sachen mag ich zwar nicht besonders, bilde mir aber ein, sie seien unverzichtbar. 2014 habe ich zum Beispiel einen schwarzen Cardigan aussortiert und stelle nun immer wieder fest, dass ich nichts Schönes habe, was ich über meine vielen schönen halbärmeligen Kleider tragen kann. Auch meine Unterwäscheschublade könnte mal eine Entrümpelung vertragen, aber dann müsste ich mir größere Mengen neue Unterwäsche kaufen, und wer hat da schon Lust drauf?

Viele Sachen will ich noch mal anziehen, ehe ich mich endgültig entscheide. Dadurch dauert's lange.

Viel leichter fällt es mir, die Küche auszumisten. Um mich in neuen #daskannweg-Schwung zu bringen, hab ich daher heute mal fast alle Küchenschränke ausgemistet (alle außer dem Schüssel- und Dosenschrank und der Dinge-Schublade, die brauchen einen separaten Termin).

Ich weiß natürlich, dass man die meisten schon länger abgelaufenen Lebensmittel noch problemlos essen kann, und unter normalen Umständen tue ich das auch. Ich finde das Theater ums MINDESThaltbarkeitsdatum nämlich lächerlich und halte es für eine Schande, wie viele Lebensmittel weggeworfen werden. Aber angesichts des bevorstehenden Umzugs habe ich die 20/20-Regel (ihr erinnert euch vielleicht noch – wenn nicht: zur 20/20-Regel) ausnahmsweise auch auf Lebensmittel angewendet.

Gewürze, die an Aroma verloren haben, eher unleckere Nudeln und Ananas aus der Dose zwei Jahre über dem MHD in Umzugskartons packen, um sie fast 600 Kilometer quer durch die Republik zu transportieren, damit sie dann dort die Schränke in unserer schönen neuen Küche zumüllen? Nee, echt nicht. Wenn ich irgendwas davon vermissen sollte, bin ich in fünf Minuten im Supermarkt um die (neue) Ecke und kann es nachkaufen – und dann ist es sogar frisch. Am Ende waren's zwei Mülleimer voll. Und ich habe einen neuen guten Vorsatz: Weniger unnütze Vorräte kaufen!

Dazu hab ich noch allerlei Zeug zum Ausmisten vorgemerkt und auf meinem Esstisch gestellt. Eine Reihe an Zeug, was einfach unnötig und unpraktisch ist: die riesige Tasse, in der der Tee viel zu schnell abkühlt, die Teller, die zu groß sind für die Spülmaschine, die überdimensionierte Trinkflasche. Eine Reihe von Zeug, von dem ich einfach zu viel habe oder von dem der Liebste und ich künftig gemeinsam zu viel haben werden: kleine Schüsseln, die dritte Thermoskanne, leere Teedosen. Und: alle Töpfe außer zwei - der neue Herd ist ein Induktionsherd, das können die meisten meiner Töpfe nicht. Sieht ziemlich beeindruckend aus.

Samstag, 30. Januar 2016

Big News!

Endlich kann ich ihn erzählen, den schon angekündigten Grund, warum #daskannweg 2016 einen Zahn zulegt: Der Liebste und ich ziehen zusammen!

...

Da, wo jetzt diese drei Punkte stehen, habe ich in den letzten fünf Minuten versucht hinzuschreiben, wie wir uns freuen. Wie verrückt. Irrsinnig. Extrem. Alles völlig ungeeignet, um das Gefühl zu beschreiben. Deshalb hier nur: Wir freuen uns. Sehr. Und sind sehr glücklich.

Und nun Schluss mit der Rührseligkeit - es gibt viel zu tun :) Wenn nämlich Mitte/Ende März mein ganzer Kram in einen Lkw gepackt und runter nach Mannheim gebracht wird, heißt es nicht nur #daskannweg: Fernbeziehung. Sondern auch: #daskannweg: ein Riesenhaufen Kram.

Denn:

Es gibt – natürlich! - eine unglaubliche Menge an Dingen, die wir doppelt haben: Fernseher, Staubsauger, Handrührer, Bügeleisen, Bügelbrett und so weiter und so weiter und so weiter. Von Möbeln will ich erst gar nicht anfangen. Wobei ich in diesem Punkt glücklicherweise kaum #daskannweg-Entscheidungen treffen muss, weil der Großteil meiner Möbel mitkommen wird.

Es gibt – natürlich! - eine unglaublich Menge an Dingen, von denen wir ZU VIEL haben werden: Tassen, Teller, Gläser, Handtücher, Bettwäsche …

Wir legen zwei Wohnungen zusammen, und meine Wohnung ist ziemlich groß. Insgesamt verlieren wir grob überschlagen fast 40 Quadratmeter Wohnfläche. Das ist total okay, immerhin ziehen wir zusammen, damit wir uns öfter über den Weg laufen – da brauchen wir keine Wohnung, in der wir uns nie begegnen. Aber es bedeutet, dass wir weniger Platz für Dinge haben. Zumal an den Stellen in unserer Wohnung, an denen sich die vier Doppelflügel-Balkontüren befinden (jaaaaa!), kein Platz ist für Schränke. 
Zwei dieser Balkone sind bald unsere :)
Außerdem muss ich mir bei jedem Stück überlegen: Will ich das wirklich so unbedingt behalten, dass ich es einpacken und wieder auspacken will? Das könnte das Dinge-Behalten noch mal auf eine harte Probe stellen.

Ach, ich freu mich. Am meisten natürlich auf den Liebsten, den Neuanfang, die neue Stadt, die neue Wohnung. Aber auch: auf weniger Kram. Auf Schluss machen mit allem, was ich nur noch aus Bequemlichkeit behalten hab. Ein Leben mit lauter Lieblingsdingen, das ist der Plan. Hab ich schon geschrieben, dass ich mich freue?

Montag, 27. Juli 2015

Weg kann: die Eismaschine

Die Eismaschine hat mir mal eine ehemalige Kollegin geschenkt. Sie hatte sie geschenkt bekommen, konnte aber nichts Rechtes mit ihr anfangen. Wir hatten uns mal über das Thema unterhalten, und als ich kurz darauf eine kleine Weihnachtsfeier bei mir zuhause ausrichtete, brachte sie sie mir mit. Ich habe mich gefreut - auch wenn sich meine ambitionierten Küchen- und Kochpläne Desserts eigentlich nicht einschließen.

Das war 2011 oder so. Als ich die Eismaschine schon ein Jahr hatte, machte ich mal Eis damit, für meinen Geburtstag. Macht eigentlich gar nicht so viel Arbeit, dachte ich. Könnte man öfter machen. Hab ich dann aber nicht.

Irgendwann fragte mich Steph (die mit dem Stuhl), ob sie die Eismaschine ausleihen könne. Klar, sagte ich. Steph und ihr Freund haben jede Menge Eis damit gemacht. Als sie zusammenzogen, gab Steph mir die Maschine zurück: nicht genug Platz in der Küche.

Der Liebste liebt Eis. Und ich dachte, dann lass mal Eis machen. Wir machten Vanilleeis nach Jamie Oliver. Man macht erst eine Riesenmenge Vanillesoße und friert die dann ein. Wie man die Soße macht, ist genau beschrieben. Danach wird das Rezept leicht diffus.

Die Eismaschine hat keinen Kompressor, nur einen Behälter, den man ins Eisfach stellt, bis er ganz kalt ist. Darin rührt die Maschine die Masse so lange, bis Eis draus geworden ist. Oder eben auch nicht. Wir waren dummerweise, typisch Fernbeziehung, in Zeitnot, ich fürchte, die Soße war noch sehr heiß, als wir sie einfüllten. Die Eismaschine rührte und rührte und rührte, die Masse blieb flüssig. Das war ein ziemlich deprimierendes Erlebnis. Ein Haufen Eier, Sahne und Vanilleschoten verschwendet. Was sollte ich denn mit so viel Vanillesoße!

Seitdem verweigert die Eismaschine den Dienst. Der Rührer dreht sich nicht mehr, die Maschine macht nur noch ein trauriges kleines Geräusch. Das kränkt meine Köchinnenehre.

Ich würde mir lieber nicht eingestehen müssen, dass ich die Eismaschine kaputt gemacht habe. Aber andererseits: Ich bin eh kein großer Dessertfan. Und seit dem Vanilleeis-Incident lästert die Liebste sowieso nur über die Eismaschine. Das sei überhaupt keine Eismaschine, sagt er.

Vor einer Weile hat er hat sogar mal einen Zettel draufgelegt, auf dem stand "kann weg". Vielleicht sollte er diesen Blog übernehmen ...

Mit seinem Zettel hatte er jedenfalls recht. Die Eismaschine kann weg.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Tag 350 - Die gepunktete Tasse

Liebe Steph, du hast vor Monaten mal gesagt, du wärest nicht beleidigt, wenn ich auf dem Blog auch was ausmisten würde, was du mir mal geschenkt hast. Das hier ist quasi ein Test ;) Die gepunktete Tasse ist zwar hübsch, aber unpraktisch: Es geht einfach viel zu wenig rein, außerdem kippelt sie. Sie kann weg.

Samstag, 13. Dezember 2014

Tag 347 - Die rostige Teedose

In der Zeitschrift "Neon" gibt es eine Rubrik namens "Vom Leben gelernt". Nun, dazu hab ich auch etwas beizutragen: Teedosen sollte man zum Reinigen nicht in die Spülmaschine geben - sie rosten. Ist in diesem konkreten Fall aber zu verschmerzen: Ich bin ziemlich resistent gegen die Produktinnovationen der Teeindustrie und trinke immer dieselben paar Sorten, und für die habe ich mehr als genug Teedosen: Im Schrank stehen noch drei weitere leere. Die rostige Teedose kann also weg. 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Tag 338 - Die Plätzchen- Ausstecher

Jedes Jahr am Samstag vorm ersten Advent backen wir Plätzchen, das ist seit Jahren Tradition. Vom Backwahn des vorigen Wochenendes liegt nun noch eine große Tüte mit Plätzchen-Ausstechern bei mir in der Küche. Ich hab so viele Plätzchen-Ausstecher, ich könnte sicher mehrere Bleche Plätzchen ausstechen, ohne einen Ausstecher zweimal verwenden zu müssen. Dabei steche ich gar nicht gern aus - das ist mir viel zu viel klebriges Gefummel. Lieber forme ich mit der Hand Kugeln oder Kipferl, portioniere mit dem Löffel oder schneide Plätzchen von der Rolle, so wie meine geliebten Orangen-Ingwer-Heidesand.

Schnell war klar: Einige Plätzchen-Ausstecher können weg. Ich hab mich für die großen entschieden - denn wenn Ausstech-Plätzchen, dann bitte kleine, damit man noch eine zweite (oder dritte ... oder vierte ...) Sorte probieren kann. Außerdem mag ich lieber die klassischen Formen: Herzen, Sterne, Monde ohne Nasen. Wenn man keine Lust hat, seine Plätzchen aufwändig mit Zuckerguss zu verzieren, kann man den Engel und den Weihnachtsmann eh nicht voneinander unterscheiden, und den springenden Hirsch erkennt man gleich gar nicht. Helene, wollt ihr die Ausstecher haben?

Samstag, 29. November 2014

Tag 333 - Die kleinen Marmeladengläser

Jedes Jahr am ersten Adventswochenende kommt meine Mama und wir backen Plätzchen. Mit dabei sind zwei Freundinnen von mir und inzwischen auch die Kinder der einen. So ist es Tradition. Ebenfalls Tradition ist, dass Mama meinen Freundínnen selbstgekochte Marmelade mitbringt.

So war's auch dieses Jahr - für mich ein willkommener Anlass, Mama ein halbes Dutzend kleine Marmeladengläser zu überreichen. Die nämlich können weg, das ist auch mir klar. Ich schaff es aber offensichtlich einfach nicht, sie gleich in den Glasmüll zu werfen, das kommt mir falsch vor: Die sind doch noch gut! Ich muss sie immer erst ausspülen und aufbewahren, falls man sie doch noch mal brauchen könnte. Offensichtlich eine Macke, die nicht wegzukriegen ist, denn erkannt hab ich sie bereits am 23. Juni, und die Gläser, die ihr hier seht, haben sich seitdem angesammelt.

Ich werte es als kleinen Erfolg, dass der Gläserhort umgezogen ist: vom Fach über der Dunstabzugshaube ins ziemlich kleine Fach über dem Gewürzfach. Da ist nur halb so viel Platz. Zuletzt war es schon ziemlich schwierig, neue Gläser im Fach zu platzieren (weil voll, da sind auch noch leere Teedosen und Vorratsgläser drin). Und immer wenn das Fach voll ist, wird es künftig heißen: Die können weg.

Donnerstag, 20. November 2014

Tag 324 - Die Mokkatasse

Eigentlich wollte ich die kleine, weiße Mokkatasse noch aufheben; ich fand sie immer süß und stellte mir vor, dass einmal mein Enkelkind daraus trinkt. Aber heute habe ich das Regalfach im Buffet umgeräumt und da störte sie, war einfach zu viel.

Ein Enkelkind ist nicht in Sicht und wenn es irgendwann mal da sein sollte und Kakao trinken möchte, kann es auch meine frühere Kindertasse benutzen. Die Mokkatasse kann also weg.

Dienstag, 18. November 2014

Tag 322 - Der Eierschalensollbruchstellenhersteller

In einer meiner Küchenschubladen befand sich der Eierschalensollbruchstellenhersteller, den mir ein Bekannter mal vor Jahren, wahrscheinlich aus Verlegenheit, zum Geburtstag geschenkt hat. Habe ihn mal ausprobiert und er ist ganz witzig, aber brauchen tue ich ihn nicht, zumal wir so gut wie nie Frühstückseier essen.

Er kann also weg und kommt in die Kiste für Geschenke – wenn man mal nichts Besseres hat, sozusagen aus Verlegenheit.

Montag, 17. November 2014

Tag 321 - Elisabeths Top 5

Wie froh war ich, als ich Anfang Mai durch Zufall den das-kann-weg-Blog entdeckte! Ich wusste sofort: Das ist die ideale Methode, mich endlich von Dingen zu trennen, die ich schon lange nicht mehr haben möchte, aber die ich auch nicht loslassen konnte. Mir gefällt die Art des "Abschiednehmens": ein Foto machen, sich an die Geschichte des jeweiligen Gegenstandes erinnern und dann eine gute Begründung haben, warum der aber weg kann.

Ich habe gleich damit angefangen und bin nun bei Tag 150 angelangt; eine schöne Zahl, wie ich finde, um mich auch einmal zu Wort zu melden.

Es ist unglaublich, was sich alles in Schubladen, Regalen, Schränken befindet, ohne je benutzt zu werden. Ich bin in den letzten 15 Jahren dreimal umgezogen und habe alle diese Dinge immer wieder mit mir herum geschleppt.

Ich habe eine Hitliste der fünf Sachen - in aufsteigender Reihenfolge - verfasst, die am längsten vergeblich auf ihre Benutzung gewartet haben:

Die farbigen Weingläser, die bei meinen Eltern "für gut" in der Vitrine standen, aber - soweit mich mich erinnere - nie benutzt wurden, stehen auch bei mir seit mehr als 13 Jahren im Schrank, ebenfalls unbenutzt. Ein einziges Mal habe ich aus einem von ihnen Rotwein getrunken, danach nie wieder. Das liegt auch daran, dass ich das Design eigentlich unappetitlich finde; es reizt mich nicht, daraus etwas zu mir zu nehmen.

Die Spiegelreflexkamera mit Zoom-Objektiv ist mindestens 22 Jahre lang nicht benutzt worden. Ich wollte sie eigentlich verwenden, um mich mit Fotografie zu beschäftigen. Nicht wegen der Fotografie, sondern weil es mir immer so imponiert hat, wenn Leute mit großen Kameras umgehen können und weil es toll aussieht, wie sie am Objektiv drehen, um die Schärfe etc. einzustellen. Mein Mann hatte schon Filme für mich besorgt, die haben inzwischen das Verfallsdatum lange überschritten. Und dann habe ich mir überlegt, dass Filme-Entwicklung-Abzüge-machen im Zeitalter der digitalen Fotografie viel zu umständlich und teuer ist. Ich werde es also nie tun.

Der Fächer, den ich aus Andalusien mitgebracht habe, lag seit 24 Jahren in der Schublade.

Ein Quirl. Als ich vor 32 Jahren als Studentin meine ersten Küchenutensilien kaufte dachte ich, so ein
Quirl gehört in jede Küche, sozusagen als Basisausrüstung.Tja, hat wohl nicht gestimmt; kann mich nicht erinnern, ihn je benutzt zu haben.

Den Rekord hält jedoch sicher eine winzige Springform. Die besitze ich seit meiner Kindheit (wie lange das her ist, verrate ich jetzt nicht). Sie ist, soweit ich weiß, nur ein einziges Mal ausprobiert worden. Wahrscheinlich ist der Mini-Kuchen sogar angebrannt.

Ein Problem, das sich auch mir stellt, ist die Frage: Wohin mit dem ganzen Kram? Das Meiste davon ist zu schade, um es einfach wegzuwerfen. Einiges steht immer noch an seinem Platz, obwohl ich es innerlich schon losgelassen habe. Aber vieles habe ich verschenkt (Freundinnen und Verwandte, Bücherkiste, Kleiderkammer) oder per Inserat verkauft. Ein nicht unbeträchtlicher Teil wartet in mehreren Kisten darauf, zum Flohmarkt gebracht zu werden. Dafür ist es dieses Jahr in Anbetracht der fortgeschrittenen Jahreszeit wohl schon zu spät. Aber ich bin überzeugt davon, dass nach und nach alle Dinge ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden, die hoffentlich eine andere ist, als bei mir unbenutzt ein trauriges, unbeachtetes Dasein zu fristen.

Jedenfalls werde ich weiter fröhlich ausmisten!
Elisabeth

Samstag, 25. Oktober 2014

Tag 298 - Noch mehr Kochbücher

Noch mehr alte Kochbücher! Damit sind das Nummer fünf, sechs und sieben hier auf diesem Blog. Wenn ich mich nicht sehr irre, stammen die alle noch aus meiner Studentenzeit. 

An der Tatsache, dass ich sie alle drei auf einmal rauswerfe, obwohl ich damit doch locker drei Tage füllen könnte, merkt ihr: Ich hab zum Thema Kochbücher nichts mehr zu sagen. Das war ja auch ehrlich gesagt schon beim letzten Buch so.

Obwohl, eine Sache hab ich doch noch zu sagen, auch wenn ich schon mal was über Moden in der Food-Fotografie geschrieben hab. Das Cover von "Fitness für Genießer" (was für ein Name!) illustriert ganz besonders eindrucksvoll die Moden der Foodfotografie: Das Essen sieht richtig unappetitlich aus. Kochbücher sollen aber nicht den Appetit verderben, sondern anregen. Deshalb können diese weg.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Tag 295 - Die Essstäbchen

Das wird jetzt ein bisschen peinlich für mich, aber hilft ja nix: Ich kann nicht mit Essstäbchen essen. Nicht ernsthaft zumindest. Es gelingt mir wohl irgendwie, mit Stäbchen Essen in meinen Mund zu befördern, aber es ist langsam und qualvoll, es sieht nicht elegant aus und oft genug fällt das Essen auf halbem Wege wieder zurück auf den Teller. Und davon mal ganz abgesehen: Ich seh den Sinn darin nicht. Warum sollte ich mit Stäbchen essen, wenn ich nur zwei Meter entfernt von meiner Besteckschublade sitze? 

Die Essstäbchen konnten daher weg. Auf dem Flohmarkt. Für einen Euro. Immerhin.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Tag 278 - Das große Holzbrett

Als ich die große Schneidebrettchen-Inventur machte, war dieses nie dabei. Mit 63 mal 29 Zentimetern ist es einfach zu groß, als dass man von einem Schneidebrettchen sprechen könnte.

Es stand immer treu und brav hinter dem Weinregal, das am Mittwoch dran glauben musste. Das Weinregal ist jetzt weg (und die Rumpelecke sieht SO viel besser aus nun!) und beim Aufräumen fiel mir das große Holzbrett in die Hände. Und ich dachte: Nanu, das klebt ja ganz komisch.

Warum es klebt, weiß ich auch nicht so recht. Vermutlich ist es die typische Patina, die nach jahrelangem Aufenthalt in einer Küche mit allen Küchendünsten, gepaart mit langen Perioden der Nicht-Nutzung (und folglich Nicht-Abwaschung) entsteht. Aber was auch immer es genau war, was da klebte: Ich wollte, dass es aufhört.

Also hab ich das Holzbrett geschrubbt, mit sehr heißem Wasser mit nem Schwamm und sogar mit nem Topfreiniger aus Edelstahl. Es klebt immer noch. Auf so ein klebriges Brett mag ich kein Essen legen. Daher kann das Holzbrett weg.

Montag, 29. September 2014

Tag 272 - Die Geschirrtücher

Ich höre immer wieder, dass meine Postings manchmal einen "Me, too"-Effekt bei den Leuten auslösen: Sie lesen, was ich ausrangiere, und denken sich, "Ach ja, das ist bei mir genauso, sowas hab ich auch rumliegen", gehen nach Hause und werfen es raus.

Das heute könnte so ein Posting sein. Denn ganz ehrlich, haben wir nicht alle ein paar schäbige Geschirrtücher im Schrank? Solche mit Flecken, die nicht mehr rausgehen, mit Löchern und halb aufgetrennten Säumen? Natürlich "gehen die noch". Irgendwie. Aber will ich wirklich mein sauberes Geschirr mit etwas abwischen, das selbst nicht mehr richtig sauber wird? Mal abgesehen davon, dass ich 13 Geschirrtücher habe - UND eine Spülmaschine.

Die schäbigsten zwei habe ich jetzt mal aussortiert. Sie können weg.

Freitag, 19. September 2014

Tag 262 - Ein Haufen Kram II

Es ist mal wieder Zeit für einen Haufen Kram. Der erste Kramhaufen war im Juli dran, die Gründe sind heute dieselben wie damals, daher wiederhole ich sie noch mal: Erstens sind einige Dinge auszusortieren, zu denen ich nichts wirklich Spannendes zu erzählen habe. Die liegen seit Wochen auf Halde und können einfach mal weg. Zweitens bin ich übers Wochenende schon wieder nicht in der Stadt und hatte nicht genug Zeit, was Ordentliches vorzubereiten. 

Auf der Abschussliste steht heute eine obskure Ansammlung an Zeugs: noch mehr Kabel, noch mehr Einmachgläser, noch mehr Beautykram, eine fest leere Farbdose, ein Brillenputztuch und ein Parmesanmesser. Reicht euch das für die nächsten Tage? Wenn nicht, ran an die Schränke, die Kisten und die Regale, und mistet selber mal aus :) Wir lesen uns nächste Woche.