Sonntag, 31. August 2014

Tag 241 - Die Schaf-Bücher

Ach herrje. Die Schaf-Bücher. Die sind mir ja doch ein bisschen peinlich. "Sch(r)fe Geschichten - Die Welt der Schafe", eine Box, bestehend aus den Klassikern "Nillepu", "Das kleine wilde Schaf", "Ein Küsschen für dich", und "Superhelden sind scharf". Ich weiß noch: Ich fand die mal richtig bezaubernd.

Das Schlimmste und Erschreckendste an den Büchern ist nicht mal, dass ich sie mal gut fand. Das könnte man ja noch als Jugendsünde verbuchen. Das Schlimmste und Erschreckendste an ihnen ist das Veröffentlichungsdatum, das vorne drinsteht: 2002. Nun ja, ich bin halt lange jugendlich geblieben.

Die Bücher hat mir ein Mann Junge geschenkt, mit dem ich damals zusammen war. Das qualifizierte sie dafür, so lange im Erinnerungsfach meines Schreibtischs aufgehoben zu werden. Aber es sind Bücher, und Bücher gehören gelesen, und diese Bücher könnten einem 13-jährigen Mädchen sicher eine Freude machen - allerdings nicht im Erinnerungsfach meines Schreibtischs. Deshalb können die Bücher weg. 

Samstag, 30. August 2014

Tag 240 - Das Körbchen

Ein Highlight jagt das andere? Nicht in diesem Blog! An diesem sonnigen Samstag lass ich's mal ruhig angehen und trenne mich ohne große Worte von diesem bezaubernden kleinen Körbchen.

Das Körbchen stand viel zu lange auf der Holzkiste, in der meine Teebeutel wohnen, was einigermaßen unpraktisch war, weil man es immer runterräumen musste, wenn man an die Teebeutel ran wollte. Von Zeit zu Zeit legte ich ein paar Teebeutel rein oder ein Teesieb, damit es nicht so leer aussah. Einen wirklichen Zweck erfüllte es aber nicht. Das Körbchen kann weg.

Freitag, 29. August 2014

Tag 239 - Der Router ohne WLAN

Mit Routern und mir, das ist eine ganz komische Sache. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich ja schon mal radikal ausgemistet; damals lautete die Bestandsaufnahme: vier Router. Zwei davon habe ich damals entsorgt, einer mit Wackelkontakt, einer vermutlich kaputt - wer braucht schon vier Router?! Übrig blieben der Netgear-Router, der dieses Posting gerade ans Internet weiterschickt, und ein D-Link-Router, der bisher in der Elektrokram-Kiste herumlag, versehen mit einem Zettel: "funktioniert - ohne WLAN".

Ich erinnere mich noch daran, wie ich den Router außer Betrieb nahm. Ich hatte mein erstes Smartphone gerade erst gekauft und stellte überrascht fest, dass der Router kein WLAN hatte. Da ich nie ein Notebook besessen habe, hatte ich das vorher gar nicht vermisst. Also kaufte ich einen neuen Router und steckte den D-Link-Router in eine Kiste. Wahrscheinlich, weil ich dachte: "Vielleicht geht der WLAN-Router mal kaputt und dann habe ich diesen noch als Ersatz". Das ist zwar schön gedacht, aber brauche ich wirklich sofort einen funktionierenden Router, FALLS der andere mal kaputt gehen sollte? Ins Internet kann das Smartphone auch so. Und erwähnte ich bereits, dass ich zwei Minuten von einem Atelco entfernt wohne und mir einen neuen kaufen könnte? Ich brauche keinen Ersatzrouter. Er kann weg.

Donnerstag, 28. August 2014

Tag 238 - Die "Sprich mit ihr"-DVD

Die DVD-Edition des STERN hat sich nie besonders gut verkauft, vermute ich. Jedenfalls gab es vor ein paar Jahren beim Gruner+Jahr-Weihnachtsbasar mal jede DVD für zwei Euro oder so. Ich holte mir "Sprich mit ihr", weil ich gehört hatte, das sei ein guter Film.

Es geht um eine Frau, die im Wachkoma liegt, an so viel konnte ich mich noch erinnern. Ich hab nun noch mal die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen, offenbar geht es sogar um zwei Frauen, die im Wachkoma liegen. Beim Lesen dachte ich vage sowas wie "Ach ja, so war das".

 Das einzige, woran ich mich noch ganz sicher erinnere, ist eine Szene, die bei Spiegel Online wie folgt zusammengefasst wird: "Bedeutungsschwanger folgt nun mit dem Titel "Der schwindende Liebhaber" ein Stummfilm, auch weil Alicia für das Genre geschwärmt hat. Darin trinkt ein Mann ein Elixier, das seine große Liebe gebraut hat. Er will ihr imponieren, indem er es trinkt, schrumpft aber bis auf Daumengröße. Eines Nachts krabbelt er über ihren Körper ­ und verschwindet schließlich in ihrer Vagina. Die expressionistische, frivole Sequenz ist ein einsamer Höhepunkt." Irgendwie fand ich das ziemlich verstörend, und so ist "Sprich mit ihr" in meinem Kopf wohl für immer der Film, wo ein winziger Mann in die riesige Vagina einer Frau reinkriecht. Ich glaube nicht, dass ich den noch mal gucken muss. Die DVD kann weg.

Mittwoch, 27. August 2014

Tag 237 - Das Malerzuhör

Ich hab ja gesagt, dass ich nie wieder freiwillig allein eine Wand streichen werde. Und dazu steh ich auch weiterhin. Deshalb ist es nur konsequent, dass ich nach der Wandfarbe nun auch das restliche Malerzubehör loswerde, das aus unerfindlichen Gründen bis heute in meinem Kabuff überlebt hat: einen farbverklecksten Eimer, ein farbverkleckstes altes T-Shirt, Abdeckplane, eine Pinselablage, ein von Farbe steifer Pinsel und zwei Rollen (eine bereits als Requisit bei der Wandfarbe bekannt). Das Zeug kann weg und wird so, wie es ist, in den Müll verfrachtet.

Die Wandfarbe ist übrigens immer noch in meinem Besitz und wartet auf einen neuen Eigentümer. Da man sowas auch auf dem Flohmarkt nicht los wird, rufe ich jetzt hier noch mal Freiwillige dazu auf, sich zu melden. Wenn sich niemand findet, stelle ich den Eimer auf bewährte Weise mit "Zu verschenken"-Schild zu den Netto-Einkaufswagen.

Dienstag, 26. August 2014

Tag 236 - Die Duftöle

Erinnert ihr euch noch an die versiffte Duftlampe? Die versiffte Duftlampe kam damals mit diesen ziemlich übelriechenden, billigen Duftölen in meinen Besitz. Die Duftöle allerdings bewahrte ich nicht bei der Duftlampe auf, sondern in einem Deckelkörbchen in meinem Regal, weshalb sie mir beim Duftlampen-Ausmisten durch die Lappen gingen. Jetzt hab ich sie wiedergefunden und diesmal kommen sie nicht davon. Die Duftöle kommen weg.

Montag, 25. August 2014

Tag 235 - Die kaputte Sonnenbrille

"Schon wieder eine Sonnenbrille?", mögen vielleicht die denken, die diesen Blog schon länger lesen. Ja, schon wieder eine Sonnenbrille, obwohl ich in den vergangenen zwölf Monaten schon mindestens drei losgeworden bin. Aber diese Sonnenbrille ist anders. Sie ist was Besonderes. Sie war mit mir in Marokko, in Nordirland, im Libanon, in Portugal, Griechenland, auf La Gomera und an vielen, vielen anderen Orten.

Nie zuvor hab ich eine Sonnenbrille so sehr geliebt wie diese, und auch meine aktuelle - mit Sehstärke - mag ich lang nicht so gern wie diese, die ich mal für acht Euro oder so bei Rossmann gekauft habe. Ich fand sie toll. Deshalb hab ich sie sogar noch getragen, nachdem der eine Bügel abgebrochen war - ich befestigte den Bügel mit einem Zahnstocher-Stückchen.

Aber nun hab ich meine neue Sonnenbrille seit sieben Monaten und nun bin ich soweit, dass ich Abschied nehmen kann von dieser meiner Lieblingsbrille. Denn auch wenn die neue nicht so lässig ist wie die alte, ich möchte keine Sonnenbrille mehr tragen, durch die ich a) nicht gut sehe und die b) bei schnellen Bewegungen von der Nase fällt, weil das Zahnstocher-Provisorium versagt. Die kaputte Brille kann weg.

Sonntag, 24. August 2014

Tag 234 - Die rote Kapuzenjacke mit den Streifen

Die rote Kapuzenjacke kann man getrost als einen meiner spektakulärsten Fehlkäufe ever bezeichnen. Ich hab sie mal bei Planet Sports Clubsale bestellt (das ist so ein Onlineshop mit zeitlich begrenzten Angeboten), zusammen mit Sneakers und einem Shirt. Das Shirt war vergriffen, die Schuhe hab ich zurückgeschickt (passten nicht). Die Kapuzenjacke hab ich behalten - und ziemlich genau einmal getragen.

Wo soll ich anfangen? Das falsche Rot (schwieriges Thema, hatten wir schon mal hier). Dieses angeblich lässige Ausgefranste an den Nähten - mag ich gar nicht, das sieht verwahrlost aus. Die Tatsache, dass der Reißverschluss so dunkel ist im Vergleich zum Stoff - ganz schwierig. Irgendwie ist die Jacke auch eher zu lang und der Schnitt der Kapuze gefällt mir auch nicht richtig.

Warum ich die Kapuzenjacke behalten hab, werdet ihr jetzt wahrscheinlich fragen. Tja. Ziemlich gute Frage. Wahrscheinlich, weil ich mich so über meine Bestellung gefreut hatte und nicht am Ende mit nichts dastehen wollte. Das hatte ich nun davon: Bestimmt zwei Jahre lang hing diese Jacke in meinem Schrank und suggerierte mir, ich hätte doch eigentlich genug zum Anziehen - dabei trug ich sie nie. Aber damit ist jetzt Schluss: Die Kapuzenjacke kann weg.

Samstag, 23. August 2014

Tag 233 - Die Armbanduhr

Armbanduhren gehören zu den vielen Dingen, die das Handy ziemlich überflüssig gemacht hat, zusammen mit Notizblöcken, Telefonzellen, Pocket-Kameras, Taschenkalendern, Taschenrechnern, Stoppuhren, mp3-Playern und noch ungefähr 7000 anderen Dingen mehr.

Natürlich gibt es auch in der Handy-Ära immer noch Gründe, eine Armbanduhr zu tragen, weil man sie schön findet etwa oder weil man damit angeben will. Schmuck ist aber eh nicht so meins, und diese über zwanzig Jahre alte, arg verkratzte Fossil-Uhr ist zum Angeben eher ungeeignet. Ich hab sie seit vielen Jahren nicht mehr benutzt. Sie kann weg.

Freitag, 22. August 2014

Tag 232 - Die pinkfarbenen Sandalen

Es ist mal wieder so weit: Schuhe! Mich von Schuhen zu trennen, fällt mir schwer. Es gibt die alten Lieblingsschuhe, die irgendwann so kaputt sind, dass man sie nicht mehr reparieren kann, an denen man aber trotzdem hängt. Und es gibt die eigentlich ganz tollen Schuhe, die furchtbar unbequem sind. Die pinkfarbenen Sandalen fallen in die letztere Kategorie.

Früher, als ich noch zur Schule ging, hatte ich mal eine Phase, da trug ich nur Schuhe mit Absätzen. Ich hatte sogar Doc Marten's mit Absätzen! Das ist lange her und inzwischen kann ich auf Absatzschuhen eigentlich gar nicht mehr richtig laufen, was verdammt schade ist, wenn man so klein ist wie ich. Deshalb kaufe ich mir von Zeit zu Zeit Schuhe mit Absätzen - dass ich im Laden fünf Meter schmerzfrei laufen konnte, genügt, um die Hoffnung zu nähren, mit diesen Schuhen könnte es besser ... ähm, laufen. Die Hoffnung wird immer enttäuscht.

Die pinkfarbenen Sandalen hab ich nun schon seit einigen Jahren. Ich mag sie gern, aber ich ziehe sie pro Sommer nur einmal an. In diesem Sommer war das der Tag, an dem ich im Büro den Fahrstuhl nahm statt der Treppe und auf den Gang zum Supermarkt verzichtete, obwohl ich eigentlich was einkaufen wollte. Zu meiner Mittagessensverabredung kam ich etwas zu spät, weil ich mich nur sehr langsam fortbewegen konnte. Mit den Sandalen und mir, das hat einfach keinen Zweck. Sie können weg.