Samstag, 17. Januar 2026

Die Lego-Bauanleitungen funkeln nicht

Ich liebe Lego! Vor Corona habe ich irgendwann den Youtube-Kanal vom Held der Steine entdeckt und war baff. Da sitzt ein erwachsener Mann und bespricht Lego und wird dafür NICHT ausgelacht. Nein, es ist ganz normal. Er macht das sehr lustig und hat eine Menge Follower (heute 1,15 Millionen). Inzwischen übt er auch viel Kritik an der Preispolitik und der Gestaltung der modernen Lego-Modelle. 

Das war für mich ein wirklich verändernder Moment. Als Kind habe ich IMMER mit Lego gespielt, aber für Lego Star Wars war ich leider schon zu alt gewesen. Ich habe mal ein Set gekauft, als die Serie 1999  neu erschienen ist, aber es bei einem Umzug weggeworfen. 

Also begann ich meiner Leidenschaft nachzugehen und kaufte das eine oder andere Set. Wichtig waren mir vor allem die mit den schönsten Minifiguren. Mit Corona eskalierte das Thema etwas und mit dem Umzug nach Hamburg noch weiter. Ich habe mit Angie den Deal, dass meine Sammlung zwei Regale nicht überschreitet, und den will ich auch einhalten.

Es gibt sogar einen Namen für Leute wie mich: AFOL – Adult Fan of Lego. Die machen inzwischen einen großen Teil des Umsatzes von Lego aus; das sieht man auch an den immer teureren Sets. Bei Lego (auch wenn es die Wohnung vollsteht) würde ich immer sagen: „Does it sparkle? Does it bring joy? YES, it does!“ Ich liebe vor allem die Figuren mit den Accessoires und viele der Modelle und habe sie schön ausgestellt. 

ABER leider hat das Hobby auch ein paar negative Seiten. Jedes Set kommt natürlich in einem Pappkarton und mit einer (oder auch mehreren) Bauanleitungen. Die Anleitungen wollte ich natürlich erst mal aufbewahren. Man hat Geld dafür bezahlt und vielleicht braucht man sie noch mal. 

Ich habe irgendwann gelernt, dass die Bauanleitungen und Pappkartons teilweise zu erstaunlichen Preisen auf Plattformen wie BrickLink gebraucht verkauft werden. Das war für mich immer ein Grund für mich, diese aufzubewahren. Vielleicht verkaufe ich sie ja mal für ein paar Euros. Daher hatte ich sie in drei Stehsammlern, die den Schrank gut gefüllt haben. Allerdings kamen auch immer mehr dazu, so dass sie auch teilweise gar nicht mehr reingepasst haben und auch darüber und daneben lose im Regal rumgeflogen sind. 

Vor einiger Zeit habe ich mich mal zum Spaß als Verkäufer bei BrickLink angemeldet. Aber der Aufwand ist immens. Wenn man wirklich etwas verkaufen will, braucht man Steuernummer, AGB, Haftungsausschluss und Lieferoptionen. Das hat mich dann doch ganz schön abgeschreckt. So viel Aufwand für ein paar Euro, und dann vielleicht noch rechtliche Fragestellungen und sich mit unzufriedenen Leuten herumärgern. Ich wollte doch nur ein bisschen mehr Platz im Regal! 

Daher bin ich nun doch die Abkürzung gegangen: Ich werfe die Dinger ins Altpapier. Die Anleitungen liste ich diese Woche auf, die Pappkartons (Spoiler Alert!) nächste Woche. 


Die Bauanleitungen gibt es übrigens schon seit vielen Jahren bei Lego online zum Download – und das gratis, sogar von Sets, die man nicht gekauft hat. Aufbewahren braucht die Papieranleitungen daher wirklich niemand mehr.

Und sonst so? Das hier:


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